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Gnadenfrist für das Casino

Freude in Bad Gastein. Das Casino bleibt vorerst. Um-stellung auf Automaten-Betrieb mit Ende 2005 verzögert sich. Konzession könnte bis 2008 bleiben.

„Jeder Tag, den unser Casino bestehen bleibt, ist ein guter Tag für Bad Gastein“, sagt Bgm. Gerhard Steinbauer (ÖVP). Dem Ortschef dürften noch einige gute Tage ins Haus stehen. Denn die Umstellung des Casinos in einen reinen Automaten-Betrieb verzögert sich. Das bestätigte am Freitag Leo Wallner, Generaldirektor der Casinos Austria.

Ursprünglich hätten die Roulette-Tische Ende 2005 aus dem früheren Grand Hotel Europe verschwinden sollen. Die Konzession wird für das neue Casino im niederösterreichischen Leobendorf gebraucht, das an der geplanten Wiener Außenring Schnellstraße entstehen wird. Bad Gastein hätte seinen touristischen Reiz verloren, heißt es.

Doch das Projekt in Niederösterreich lässt auf sich warten. „Erst muss die Schnellstraße fertig sein“, erklärt Wallner. Man könne kein neues Haus bauen mit einer Baustelle vor der Tür. Die Konzession könnte nun bis 2008 erhalten bleiben.

Entwarnung gibt es für ein geplantes Spiellokal im nahen Haus Austria, in dem die Gemeinde untergebracht ist. „Der Mietvertrag wurde gekündigt“, sagte Steinbauer. Zu einem hohen Preis: „Wir zahlen 20.000 Euro Ablöse.“ Ein solches Lokal im Ort hätte nicht gepasst. „Zudem wäre es eine Konkurrenz für unser Casino gewesen.