Die Spielbank Berlin präsentiert sich zur langen Nacht im Jüdischen Museum mit viel Erfolg

Die längste Warteschlange gab es wieder vor dem Jüdischen Museum. Der Es-gibt-kein-schlechtes-Wetter-Besucher stand ohne zu klagen vor der Tür, bis er dran war, seinen nässeschweren Mantel auf das Laufband zu legen und ihn durchleuchten zu lassen.

Aus Sicherheitsgründen. Nun aber endlich drin, fühlte man sich plötzlich wie in einer Kulisse für den Las Vegas-Film „Casino“: Ein großer Raum, gedämpfte Stimmen, vier Tische mit Croupiers in Anzug und Fliege. Die Athmosphäre ist verschworen, die Gesichter an den Tischen sind konzentriert. Es wird Roulette gespielt. Jeder darf, auch die unter 18-Jährigen. Es geht ja nicht um Geld, sondern um kein bisschen anrüchige Gewinne wie Bücher, Schlüsselanhänger und Russisch Brot. Die teilen die „Spieltechniker“, wie die Croupiers Ihren Beruf übersetzen, großzügig aus. Schließlich sind sie auch hier, um die Spielbank am Potsdamer Platz zu präsentieren, wo sie sonst arbeiten. Die Croupiers erklären die Spielregeln so nett, dass sich die Neulinge nach ein paar Runden schon wie alte Zocker fühlen.

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