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Aussie Millions: Klecz und Kollmann weiter – Daniel Zink kurz vor Schluss draußen

Beim fünften Turnier der Aussie Millions qualifizierten sich mit Erich Kollmann (30.600 in Chips/Foto unten) und Christiane Klecz (13.100) gleich zwei deutschsprachige Spieler für den Schlusstag. Insgesamt 150 Spieler meldeten sich für den AUD1.000-Rebuy-Event an und füllten das Crown Casino. Jimmiy Fricke scheint kein Event auslassen zu wollen und fand sich zu Beginn gleich an einem Tisch mit Brandon Schaefer, Kevin Saul, Shaun Deeb und Jordan Morgan wieder. In den ersten beiden Level konnten Rebuys getätigt werden und die Spieler nahmen diese Option gern war.

Überhaupt hatte man das Gefühl, dass dieser Event mehr Pros anzog als andere. Neben den Spielern, die anscheinend eine Aussie-Millions-Dauerkarte haben – Billy Argyros, Kenna James, Lee Nelson, Karib Karib, Graeme Putt, Sam Khouiss, Mike McDonald, Sarah Bilney, Erik Russel, Sam Youssef und, und, und – waren unter anderem auch Antanas Tony G Guoga, Shane Schleger und der von den PCA ausgeschlossene Josh JJProdigy Field anwesend.

Der 18-jährige Onlinepro spielte sein erstes Liveturnier und zeigte, dass er es auch ohne die Anonymität des Internets versteht, die Gegner zu lesen. Dennoch kam auch für ihn das Aus an Tag eins. In einem klassischen Preflop-Race unterlag er mit [Ace of hearts] [King of clubs] gegen David Steicke, der seine [Seven of hearts] [Seven of diamonds] auf dem Flop sogar zu einem Set ausbauen konnte. Ein weiterer Bust-out an Tag eins war das Ausscheiden des Deutschen Roland Specht.

Die 150 Spieler griffen tief in die Tasche und tätigten 376 Rebuys, was den Preispool auf AUD 526.000 anwachsen ließ. Die 18 Topplatzierten sollten im Geld landen. 90 Minuten vor dem Ende des Tages platzte dann die Blase. Bubbleboy wurde der australische Poker-Pro Eric Assadourian, der mit [Ace of diamonds] [Six of hearts] in die Pocketrockets ( [Ace] [Ace] ) von Michael Russell lief. Kurz darauf war es Steve Leonard, der den ersten Scheck entgegennahm. Für den 18. Platz kassierte er AUD 5.260. Erich Kollmann

Ursprünglich wollte man auf Final-Table-Größe runterspielen, aber da es inzwischen schon recht spät war, beschloss die Turnierleitung kurzerhand, lediglich das zwölfte Blindlevel zu beenden, dafür morgen zwei Stunden früher zu beginnen. Michael Russell (AUD 5.260) erwischte es dann auf Rang 17 und Frank Callahan (AUD 5.260) schied auf Platz 16 aus.

Praktisch in der „Nachspielzeit“ des ersten Tages kam dann der Schock für Daniel Zink. Der Deutsche hatte bis dahin eine gute Leistung geboten und konnte einen Stack im Mittelfeld vorweisen. In der letzten Hand des Tages eröffnete Zink im Cut-off mit 5.500 (der Big Blind lag bei 2.000), woraufhin Internetpro Tony Dunst auf 14.000 erhöhte. Zink schob ohne zu zögern seinen gesamten Stack in die Mitte und Dunst ging in sich. Nach einiger Zeit gab es ein „Call“ von seiner Seite und die beiden Widersacher deckten auf. Dunst zeigte [Queen of spades] [Ten of spades] und Zink hielt mit [Eight] [Eight] dagegen.

Der vermeintliche Coinflip entwickelte sich zu einem Desaster für Zink, da der Dealer schon auf dem Flop die Vorentscheidung brachte. Gleich zwei Damen blickten dem Bochumer Jungen ins Gesicht. Der Turn komplettierte mit [Queen of hearts] [Queen of diamonds] [King of spades] [King of diamonds] das Full House für Dunst und für Zink blieb nur noch die minimale Chance auf einen dritten König. Dann hätte er sich in einem Split Pot retten können. Doch der River war eine [Two] und quasi auf der Zielgeraden strauchelte der Deutsche auf Platz 15 (AUD 5.260).

Als Chipleader des 14-köpfigen Feldes wird Tony Dunst in das morgige Rennen gehen und mit Kevin Saul ist ein weiterer der jungen Internetgarde im Feld vertreten. Anna Wroblewski wird einen Versuch unternehmen, ihren zweiten Final Table bei diesen Aussie Millions zu erreichen. Für den Österreicher Erich Kollmann und die Deutsche Christiane Klecz wird es eng mit dem Final Table, da beide mit einem Shortstack antreten müssen.
Quelle: http://www.intellipoker.com/