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PAF Studie: Onlinewetten bei den Deutschen immer beliebter

Berlin, 24. Januar 2006. Wetten dass…? Deutschland befindet sich im Wettfieber. Nie zuvor wurde hierzulande soviel auf Ereignisse rund um Sport, Politik und Unterhaltung gewettet wie heute. Der Markt entwickelt sich mit jährlichen Wachstumsraten von 30 Prozent, ein Ende ist mittelfristig nicht in Sicht. Dies belegt eine Studie des finnischen Anbieters PAF (Ålands Penningautomatförening), die das Unternehmen bei Goldmedia Media Consulting & Research in Auftrag gegeben hat.

Bereits jetzt liegen deutschsprachige Spieler mit einem Anteil von rund neun Prozent aller Glücksspieler im Netz weltweit an dritter Stelle, nach den USA und Japan – Tendenz steigend. Denn während in der Vergangenheit Casinospiele wie Poker oder Black Jack, das Geschäft mit dem Glücksspiel im Netz dominierten, sind in Deutschland vor allem Internetwetten auf dem Vormarsch: Laut PAF-Studie soll sich der Markt für Onlinewetten bis 2010 mehr als verdreifachen.

Die Gründe hierfür sehen die Analysten vor allem im unterentwickelten deutschen Wettmarkt. Durch das Glücksspielmonopol liegen die legalen Wettangebote in den Händen weniger. Dementsprechend beträgt der Anteil von wetten in Deutschland nur vier Prozent der gesamten deutschen Glücksspielangebote. In Resteuropa, wo die Glücksspielmärkte bereits größtenteils liberalisiert sind, beträgt dieser Anteil bereits 23 Prozent.

Sollte der deutsche Glücksspielmarkt auch für Sportwetten geöffnet werden, wird der Markt durch neue private Anbieter mit attraktiveren Quoten und innovativen Spielmöglichkeiten belebt. Durch den Markteintritt von Unternehmen mit europäischer Lizenz wird sich die Qualität der Angebote verbessern und die Auszahlungsquoten werden auch bei den Wetten fühlbar erhöht. Eine Situation von der vor allem die Konsumenten profitieren.

Bereits jetzt nutzen viele Deutsche die Online-Glücksspielangebote anderer europäischer Anbieter – trotz rechtlicher Grauzone. Denn nur ein Prozent der deutschsprachigen Angebote sind auch in Deutschland lizenziert. 70 Prozent der Umsätze im Online-Glücksspiel flossen 2004 am deutschen Fiskus vorbei. Die deutschen Verbraucher haben somit längst die Qualität anderer europäischer Anbieter erkannt und Vertrauen in sie gefasst.

„Wir setzen große Hoffungen in die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Eine Öffnung des deutschen Wettmarktes ist nicht nur ein nötiges Signal in Richtung Liberalisierung des gesamten deutschen Glücksspielmarktes, es ist auch ein Signal an die Kunden, selbst zu entscheiden, wo sie wetten möchten. Wir freuen uns auf einen fairen Wettbewerb und werden die Verbraucher mit der Qualität unseres Angebotes überzeugen“, so Florian Disson, Area Manager von PAF in Deutschland.