Ausschuss UNI-Europa Spiel und Wetten tagte in Luxemburg

Die Teilnehmer aus Deutschland und Luxemburg Bernhard Stracke (ver.di), Christoph Dreher und Carsten Meerpohl aus Luxemburg.

Die Teilnehmer aus Deutschland und Luxemburg Bernhard Stracke (ver.di), Christoph Dreher und Carsten Meerpohl aus Luxemburg.

Die Jahrestagung 2013 der UNI-Europa Spiele und Wetten der globalen Gewerkschaft Union Network fand in Luxemburg statt, so Bernhard Stracke, Delegierter des Bundesarbeitskreises Spielbanken von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in diesem Ausschuss.
Union Network ist der globale Gewerkschaftsverband für Fach- und Dienstleistungsberufe. Der UNI gehören weltweit 900 Gewerkschaften in 140 Ländern an.
An der Sitzung in Luxemburg nahmen 20 Delegierte aus acht europäischen Ländern teil.

Die Tagung begann mit einem Besuch des Casino 2000 in Bad Mondorf, wo sich die Teilnehmer ein Bild über das einzige Casino in Luxemburg machen konnten.

Am folgenden Tag referierte der Generaldirektor des Casino 2000, Guido Berghmans, über sein Unternehmen sowie die Situation in Luxemburg, was den gesamten Bereich des Glücksspieles angeht.
Herr Berghmans ist auch Vizepräsident der Europäischen Spielbankenvereinigung. Dem Vortrag schloss sich eine ausführliche Diskussion an, insbesondere über die Folgen des Online-Glücksspieles auf die Ertragssituation der Casinos wie auch auf die Auswirkungen für die Arbeitnehmer. Weiterhin wurde über die Möglichkeit diskutiert, dass klassisches Spiel in den Spielbanken zu stärken. Es wurde festgestellt, dass es viele gemeinsame Interessen von Unternehmen und deren Angestellten und somit auch der Gewerkschaften gibt.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war ein Vortrag von Frau Eleonora Iacobelli von EURODAP zum Thema „Spielen als soziales Phänomen“. Sie stellte dabei fest, dass das Glücksspiel durchaus zur Natur des Menschen gehört, dass aber auch die Gefahr besteht, vom Spiel abhängig zu werden. Sie sprach sich daher für ein staatlich geregeltes Glücksspiel mit den notwendigen Überwachungen aus.

Im Anschluss folgten Berichte der Gewerkschaftsvertreter aus ihren jeweiligen Ländern. Schwerpunkt dabei war die Darstellung der Situation der Arbeitnehmer in den verschiedenen Bereichen des Glücksspieles wie Casinos, Spielhallen, Wetten und Lotterien.

Die Teilnehmer beschlossen, in den Ländern, in denen Online-Glücksspiele angeboten werden, in einen Dialog mit den Spielbankbetreiber zu treten, um gemeinsam die Verantwortlichen in der Politik davon zu überzeugen, dass das Online – Glücksspiel so geregelt werden muss, dass die bestehenden Arbeitsplätze in den klassischen Glücksspielunternehmen nicht gefährdet werden.
Für Deutschland gilt immer noch, so Bernhard Stracke, ein Verbot von Glücksspielen nach dem Glücksspielstaatsvertrag, dies soll auch nach Auffassung von ver.di auch so bleiben.
Die nächste Sitzung wird im Juni 2014 in Paris durchgeführt.

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