Erneuter Warnstreik bei Hamburger Spielbank – parallel läuft Urabstimmung über Erzwingungsstreik

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft am Freitag, den 29. Juli, erneut die Beschäftigten der Hamburger Spielbank in der Zeit von 17.30 Uhr bis 04:30 Uhr zu einem Warnstreik auf.
Bereits am 09., 18. und 30. Juni kam es in dem Unternehmen zu Streikaktionen, an der sich viele Beschäftigte beteiligten. Der Spielbetrieb auf der Reeperbahn und der Esplanade war an diesen Tagen stark eingeschränkt.

Hintergrund der Aktionen ist die Weigerung des Arbeitgebers in der laufenden Tarifrunde für die knapp 300 Beschäftigten der Hamburger Spielbank ein angemessenes Tarifangebot abzugeben. Stattdessen präsentierte die Arbeitgeberseite in der letzten Verhandlung einen Vorschlag, der zu massiven Verschlechterungen für die Beschäftigten führen würde.

Die Tarifforderungen der ver.di Tarifkommissionen lauten hingegen:
  • Erhöhung des Grundgehaltes für Croupiers und Servicebereich
  • Einstieg in ein Urlaubs- und Weihnachtsgeld für alle Erhöhung der Nachtarbeitszuschläge für den Service, Garderobe, Rezeption und Portiers (Tarifgruppe C)
  • Verringerung der Arbeitszeit in Tarifgruppe C
  • Erhöhung der niedrigen Gehaltsgruppen im Automatenspiel
Da die Arbeitgeber sich trotz der hohen Streikbeteiligung bisher unbeeindruckt gezeigt haben und sich nicht bewegen, hat die ver.di Tarifkommission eine Urabstimmung zur möglichen Durchführung eines Erzwingungsstreiks beschlossen. Die Abstimmung wird nun parallel zu den Warnstreiks bei den ver.di – Mitgliedern durchgeführt.

„Die hohe Teilnahme bei allen durchgeführten Warnstreiks hat deutlich gezeigt, wie die Stimmung bei den Beschäftigten der Hamburger Spielbank ist. Die Durchführung der Urabstimmung über einen Erzwingungsstreik ist eine weitere Eskalation. Der Arbeitgeber wäre gut beraten das nächste Mal bedingungslos an den Verhandlungstisch zu kommen und sich stattdessen auf unsere Forderungen zu zubewegen“, sagt Ira Gloe-Semler, Verhandlungsführerin bei ver.di Hamburg.

Die Streikversammlung und die Urabstimmung finden in der Zeit von 17:30 Uhr bis 20.30 Uhr vor der Esplanade, Stephansplatz 10, statt.

Für Rückfragen
Ira Gloe-Semler, ver.di Hamburg 0175 1830337

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