High Limit Slot und wieder Poker, Black Jack spielen in den Casinos und die Ray Ban Sonnenbrille Extreme Vegas – Die Reise ins Herz des American Dream – Teil 7 [key:FLAGS_ISA] – ISA-GUIDE.de

High Limit Slot und wieder Poker, Black Jack spielen in den Casinos und die Ray Ban Sonnenbrille Extreme Vegas – Die Reise ins Herz des American Dream – Teil 7

Reinhold Schmitt
ISA-GUIDE Chefredakteur (V.i.S.d.P.)
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(rs) 5. Mai 2005

Heute ist Cinco del Mayo, ein Feiertag für die Latinos. Dies fällt sehr schnell auf, wenn man sich auf den Straßen bewegt und wenn man die Menschen sprechen hört. Es wird viel spanisch gesprochen. Außerdem sehe ich viele Hochzeits-Pärchen, die ihren Hochzeitstag auf heute festgelegt haben. Es scheint ein besonderer Tag zu werden, obwohl das Wetter leider nicht so ganz mitspielt. Als ich um 10 Uhr 30 noch ganz verschlafen hinunter zum Pool fahre, realisiere ich erst beim Verlassen des Gebäudes, dass es heute eigentlich bewölkt ist. Dies ändert natürlich den Plan, doch weil ich nun schon am Pool bin, lege ich mich für einen Augenblick auf einen Liegestuhl und sinke auch für ein paar Minuten in einen der Whirlpools ein. Am Bellagio Pool gibt es 3 oder 4 Mega Whirlpools sowie 2 große Bäder. Es ist eine der wohl schönsten Pool-Landschaften der Stadt, selbst das Wasser scheint jede Nacht zu einem Prozentsatz ausgewechselt werden, denn es scheint jeden Tag extrem frisch.

Blumengarten im Casino Las Vegas Nach dem Pool-Aufenthalt fahre ich kurz hinüber zu Albertsons am Maryland Parkway, wo ich noch ein paar Einkäufe zu erledigen habe. Es regnet ganz leicht, doch das stört hier in der Wüste niemanden. Das Wetter ändert sich hier sehr schnell und während ich diesen Bericht hier niederschreibe, scheint draußen bereits wieder die Sonne.

Im Albertsons Supermarkt fällt mir auf, dass auch hier der Fortschritt nie stehen bleibt. Die Hälfte der Kassen sind jetzt vollautomatisch. Self-Check-Out nennen sie es und es handelt sich hierbei um eine Art Schalter, an dem die Kunden ihre Produkte selbst an einer computergesteuerten Kasse mit Laser-Abtaster bezahlen können. Die gescannten Produkte scheinen dann beim Türausgang auch keinen Alarm auszulösen, so dass hier auch keine unehrlichen Kunden belohnt werden können. Offenbar erhalten die Kunden, die am Self-Check-Out bezahlen, besondere Rabatte, warum sonst sollten sie sonst hier bezahlen? Ich allerdings wähle die konservative Methode und zahle an einer bedienten Kasse. Anschließend halte ich noch schnell vor dem Wallgreens auf der anderen Straßenseite, um ein paar Schlüsselanhänger als Souvenir für meine Freunde zu besorgen. Somit sind meine Einkäufe für dieses Mal beendet.

Zurück im Bellagio, treffe ich Mr. M und wir gehen zum Lunch ins Bellagio Cafe. Vor dem Eingang hat sich eine lange Kolonne wartender Gäste gebildet, doch mit unserem VIP-Line-Pass sind wir im Restaurant, ohne lange warten zu müssen. Ich bestelle mir den Bellagio Sampler, eine Zusammenstellung von süßem Frühstücksgebäck, wie Pfannkuchen, French-Toast und flambierten Bananen auf einem Gebäck. Dazu nehme ich eine Frucht-Schale und frischgepressten Orangensaft plus Kaffee, versteht sich. Und jetzt zur Vegas-Logik: Unlogischerweise, doch für Vegas durchaus logisch ist, dass jemand, der einen Full-Comp in einem Casino hat, sich bestellen kann, was und wie viel er immer möchte. Ausgeschlossen dabei ist jedoch der Verzehr und Gebrauch der Minibar im Zimmer. Die Restaurant- und Bar-Besuche sind bezahlt. Da wir in der Wüste sind, sollte man viel trinken. Das beste und zugleich teuerste Wasser nebst Evian und San Pellegrino ist das Fiji-Wasser, welches zu den reinsten und mineralhaltigsten Wassern der Welt zählt. Eine Flasche von diesem Wasser kostet im Bellagio Café 7,50 Dollar, während man für ein ganz gewöhnliches Wasser im Laden rund 1 Dollar bis 1,50 Dollar bezahlen muss. Wir bestellen uns im Café insgesamt 3 Liter von diesem Fiji-Wasser, 2 Flaschen davon nehmen wir mit für später. Wir bezahlen pro Flasche 1 Dollar Trinkgeld – und dies ist günstiger für uns, als wenn wir im Supermarkt einen Liter qualitativ gleichwertiges Wasser für 2 Dollar kaufen würden. Also hier die schizophrene Vegas-Logik, dass mehr manchmal eben doch weniger ist .

Ich habe mit Mr. M noch 2 wichtige Bonusse, die wir später abkochen gehen. Einer davon sind 2 Match-Play Coupons im Imperial Palace. Doch weil unsere Bilanz mit den Match-Plays auf dieser Reise sehr schlecht ist, sind wir nicht besonders scharf darauf. Viel interessanter ist hingegen der 40 für 20 Dollar Freeplay Bonus im Westin Casino. Wer dort im Players Club eine neue Mitgliedschaft beantragt, erhält für 20 Dollar Buy-In 40 Dollar Freeplay. Dieses Freeplay muss man spielen, aber nur einmal. Danach kann man auszahlen – und wenn man an einem 25 Cent Automaten spielt, ist es nahezu unmöglich, hier nicht zu gewinnen. Diesen Bonus werden wir heute Nachmittag noch schnell holen gehen. Bis dann werde ich noch ein wenig im Poker Room vom Bellagio beim 15/30 Spiel verweilen. Mal sehen, ob meine Asse und Könige heute besser halten als in den letzten Tagen…

Mittlerweile ist es 20 Uhr abends, die Sonne ist untergegangen in Las Vegas und die Nacht bricht herein, damit steigt auch die Action in den Casinos. Am Nachmittag war ich kurz im Aladin, wo ich mir eine neue Ray Ban Sonnenbrille kaufen wollte. Doch das Modell, das mir gefallen hat, kostet 160 Dollar plus Tax, während die reduzierten Ray Bans für 99 Dollar kein polarisierendes Glas haben. Bis morgen gebe ich mir Bedenkzeit, welche Brille ich kaufen werde. Höchstwahrscheinlich fahre ich noch einmal hinaus nach Primm, um im Factory Outlet nach günstigeren Modellen zu schauen. Doch es muss auf jeden Fall eine Ray Ban sein, soviel steht jetzt schon fest.

Mr. M spielt momentan im High Limit Slot Bereich des Casinos. Am Full Pay Multi Line Jacks-or-Better Videopoker mit einer Auszahlquote von über 99,54% versucht er sein Glück. Doch die Schwankungen sind einfach astronomisch hoch, wenn man mit 1250 Dollar Einsatz pro Hand spielt. Ich muss zugeben, dass ich den Nerv nicht hätte, soviel Geld auf einmal zu riskieren, allein schon deswegen, weil ich es mir nicht leisten kann, in einer Stunde 20.000 Dollar oder gar mehr zu verspielen. Für mich ist selbst 15/30 Limit Hold’em ein relativ hohes Spiel und mit den 30 Dollar, die ich heute im Brand bin, kann ich eigentlich noch gut leben, ohne dass es mir zuviel Stress bereitet. Später werde ich hinüber ins Mirage fahren und dort ein wenig No Limit spielen. Mit 200 Dollar Table Stake (Tischlage) kann eigentlich nicht allzu viel schief laufen. Für mich ist dieser Aufenthalt in Las Vegas eigentlich als Urlaub gedacht, weil ich ja zuhause fast täglich Poker Online spiele. So gesehen spielt es weniger eine Rolle, ob ich Las Vegas mit 1.000 oder 2.000 Dollar Gewinn oder Verlust verlasse. Die Hauptsache ist, dass ich mich hier erhole und meinen Spaß habe. Soweit ist mir das auch gelungen.

Jetzt nehme ich eine Dusche und danach geht’s noch einmal hinunter ins Casino. Mal checken, wie es bei Mr. M läuft. Sollte er übrigens auf irgendeiner Linie einen Royal Flush bekommen, zahlt das Casino ihm 100.000 Dollar aus, in bar und ohne irgendeine Frage zu stellen. Darauf spekuliert er, aber der Preis ist hoch, solange der Royal Flush nicht kommt.

Achterbahn um das Casino Unten im Casino herrscht jetzt Hochbetrieb. Die meisten Black Jack Tische sind in voller Action. Mir fällt auf, dass bei allen Limits tiefer als 25 Dollar nun diese Shuffle-Maschinen zum Einsatz kommen, ähnlich wie wir es von Deutschland und Österreich her kennen. Dies betrifft die Casinos am Strip, jedoch findet man noch sehr viele Tische, an denen man Double-Deck spielen kann, wobei der Geber von Hand mischt.
Ich spiele noch einmal eine Runde 15/30 Hold’em und heute habe ich einmal Glück. Nach einigen Runden (ich bin bereits ungefähr 100 im Minus)die entscheidende Hand: Ich bin im Small Blind mit J-J und 2 Spieler haben bereits die 15 Dollar bezahlt. Ich raise auf 30 und alle Spieler zahlen, inklusive dem Big Blind Player, einer Spielerin aus Las Vegas, die es angeblich als Profi versucht, von der ich aber nicht überzeugt bin, dass sie das Zeug zum Profi hat. Ihr fehlt eindeutig der Killer-Instinkt, wie folgende Hand-History bestätigen wird. Wie gesagt, ich raise mit J-J und alle 3 Spieler callen mich. Im Pot sind jetzt 120 Dollar. Der Flop kommt relativ schlecht für mich: A-A-Q mit 2 Karten in derselben Farbe. Jeder Spieler mit einem As oder einer Dame oder einem Flush-Draw ist eigentlich besser dran als ich mit meinem Buben-Pärchen. Wie auch immer, ich setze an am Flop, mit dem Versuch, ein As zu präsentieren und den Pot zu kaufen. Alle Spieler folden, bis auf die Dame zu meiner unmittelbaren linken Hand. Am Turn kommt eine Baby-Karte und ich spiele erneut an. Noch immer kommt kein Raise von ihrer Seite, denn spätestens jetzt müsste sie mich raisen, falls sie ein As in der Hand hat. Offenbar versucht sie ein Super-Slowplay gegen mich und ich mache den fast hoffnungslosen Versuch, so eine Spielerin zu bluffen. Wir gehen in die letzte Runde: River Card – Jack!!!! Dies ist meine Money-Karte, ich habe Full-House.

Ich setze an, und ihre Chips sind im Pot, noch ehe ich meine 30 Dollar abgezählt habe. Ich zeige meine Hand und kassiere den Pot ein. Die Frau ist schockiert und frustriert zugleich, sie zeigt mir A-10. Viel schlechter hätte sie ihre Hand nicht spielen können – und ich nehme gerne den 250 Dollar Pot entgegen und gebe dem Croupier ein Trinkgeld. Vom Gewinn kaufe ich mir wenig später in der Einkaufspassage beim Aladin eine neue Ray Ban Sonnenbrille für 150 Dollar. Dies gehört eigentlich immer zu meinem Programm, wenn ich in Las Vegas bin. Obwohl die Sonnenbrillen hier nicht unbedingt günstiger sind als zuhause, so gönne ich mir halt gelegentlich auch etwas.

Zurück im Bellagio, treffe ich Mr. M, der noch immer im High Limit Slot an den Videopoker Geräten spielt. Er ist extrem viel im Minus. Als ich mit ihm spreche, scheint er sichtlich angespannt und erzählt mir, dass er die Situation nur dank einer glücklichen Runde Black Jack im Griff hat. Innerhalb weniger Minuten hat er dort an einem 100 Dollar Minimum Tisch 6000 Dollar zurückgewonnen. In weniger als 15 Minuten hat er aus seinen letzten 5000 Dollar, die er gerade noch in der Tasche hatte (das Geld im Casino-Safe nicht eingerechnet), auf die Schnelle 6000 Dollar gewonnen. Mit 11.000 Dollar in Chips ist er dann zurückgekommen in den High Limit Slotbereich, wo man ihm die Chips umgetauscht hat in Gaming Tokens für die Videopoker-Geräte. Zusammen spielen wir dann an 3 Geräten, mit einem Einsatz von jeweils 1250 Dollar pro Spiel, an 2 10-Play-Geräten mit 25 Dollar Einsatz pro Einheit, also 25×5 Dollar x 10 Linien = 1250 Dollar. Ein Gerät ist nur ein 3-Liner, also „nur“ 375 Dollar Einsatz pro Spiel. Während wir spielen, kommt unser Casino Host kurz vorbei und erklärt uns, dass wir nun grünes Licht für sämtliche Restaurants im Bellagio haben, alles auf Kosten des Casinos, inklusive den Gourmet Restaurants, wie beispielsweise Picasso, Prime usw. Solche Nachrichten sind immer gut zu hören, doch viel besser wäre es, wenn endlich dieser Royal Flush auf der Center Line einfahren würde, denn das wäre dann 1 Million Dollar in Cash – und steuerfrei.

Irgendwann erscheint auf meinem Automaten ein Three-of-a-kind auf der Center Line, was bedeutet, dass auf jeder anderen Linie auch der Drilling gehalten wird, und nun hat man 10x die Chance auf Vierlinge, Full-House usw. Wenn nur 1 Vierling einläuft, gibt es schon schön Geld, je mehr Full-House man bekommt, desto besser.
Bilderbuchblick auf Las Vegas Die Auszahlung dieser Hand war etwas über 12.000 Dollar. Inzwischen spielt Mr. M mit Cash-on-Display Credit, was bedeutet, dass selbst die Gewinne über 1.500 Dollar, ab wann gemäß Gaming Regulations die Formulare für die Steuerbehörden ausgefüllt werden müssen, nicht mehr ausgezahlt werden, sondern als Guthaben direkt im Gerät bleiben. Eine Casino-Angestellte ist mit einem Formular, auf dem sie die Gewinne ständig eintragen muss, in unmittelbarer Nähe des Geschehens, um anschließend das Gerät zu resetten, damit man weiterspielen kann.
Dann ist es soweit: Auf einem Gerät erscheinen alle 4 Sechser plus ein König auf der Center-Line. Dies bedeutet, dass Mr. M nun 10 Vierlinge mit einem Einsatz von 125 Dollar pro Linie hat. Die Auszahlung bei diesem Spiel beträgt 31.250 Dollar. Somit ist er nun wieder dick im Gewinn und die Session ist beendet. Das Late Night Dinner im Bellagio Café macht nach so einem Treffer natürlich doppelt Spaß. Zeitgleich gewinnt ein anderer Spieler im High Limit Slot Bereich an einem 500 Dollar Slot sagenhafte 200.000 Dollar. Auf der Gewinn-Linie stehen 3 rote Siebener und eine Sieben ist eine Double-Seven, was bedeutet, dass der Gewinn auf 200.000 Dollar verdoppelt wird. Im High-Limit Slot herrscht jetzt totale Action. Auf Mr. M’s Wunsch hin wird der Gewinn seinem Casino-Account gutgeschrieben, denn er möchte nicht mit soviel Bargeld herumlaufen, was ja auch total unnötig ist. Mehr als 10.000 Dollar in Cash braucht auch er nicht – und wenn er mit mehr Geld spielen möchte, dann zeichnet er eh einen Casino-Marker, was völlig reibungslos und unkompliziert abgeht.

Auch für mich waren die letzten paar Tage erfreulich. Ich habe beim Poker etwas zurückgewonnen, was ich beim Super-8-Race verloren habe, und der Urlaub hier in Las Vegas macht mir unter den gegebenen Voraussetzungen natürlich doppelt Spaß. Einen Full Comp im besten Casino der Welt ausnützen zu können, da sage ich nie nein. In zwei Tagen ist der Spaß vorbei und ich sitze wieder in der Condor nach Frankfurt, wo mich die Realität wieder einholen wird. Aber für heute gab es genug Action und ich bin froh, als ich endlich im Bett bin.

Lesen sie im 7. Teil die Tagebuch-Fortsetzung unseres ISA-CASINOS Globetrotters aus Las Vegas

Lesen Sie auch die weiteren Artikel aus unserer Reihe:
Extreme Las Vegas – Die Reise ins Herz des American Dream Teil 1
Bonuse, Black Jack und Casino Besuche

Extreme Vegas – Die Reise ins Herz des American Dream – Teil 2

Poker, Slotmaschines und die Eröffnung des Wynn Casinos

Extreme Vegas – Die Reise ins Herz des American Dream – Teil 3

Bonus Jäger, Locals’ Casinos, Pech bei den Match-Plays, ROYAL FLUSH, damit wurde ich ein Gewinner

Extreme Vegas – Die Reise ins Herz des American Dream – Teil 4

Poker im MGM und Mirage – wohnen und spielen im Bellagio, Rundreise über den Strip

Extreme Vegas – Die Reise ins Herz des American Dream – Teil 5

Jackpot vor der Nase weggeschnappt, Casino – Besuche und die Rolex Uhr

Extreme Vegas – Die Reise ins Herz des American Dream – Teil 6