Slotmachines – Tipps und Tricks Videopoker, ein Kapitel für sich Teil 3

Reinhold Schmitt
ISA-GUIDE Chefredakteur (V.i.S.d.P.)
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(rs) Eine Spielweise, die bis heute einigen Spielern Millionengewinne beschert hat, ist der Bereich der progressiven Videopoker-Jackpots. Für den Laien sei zu erwähnen, dass Videopokergeräte nach einem relativ simplen Prinzip funktionieren. Das Computerprogramm „mischt“ vor Spielbeginn das Kartendeck nach einem vorgegebenen Schema. Es handelt sich hier um einen sogenannten Pseudo-Random-Shuffle, der nach einem bestimmten Algorithmus durchgeführt wird. In Realität lässt sich das Ganze ungefähr damit vergleichen, dass ein Croupier das Kartendeck 20- bis 30mal nach der klassischen Methode mit dem üblichen strip-shuffle mischt. Nur wissen wir, dass ein Croupier beim Poker oder Black Jack bestenfalls 2- oder 3mal mischt, mehr nicht. Damit kann davon ausgegangen werden, dass ein Spielautomat, der 10x häufiger mischt, ehe das Kartenspiel ausgeteilt wird, einen höheren Zufallsfaktor erreichen kann als die Methode eines Croupiers.

Gambling at Mc Carran Airport<br>in Las VegasBeim Videopoker wird üblicherweise, nehmen wir als Beispiel einen Standard Jacks-or-Better-Apparat, das Deck gemischt. Danach erhält der Spieler eine Vorlage von 5 Karten, aus denen er auswählen kann, welche Karten er halten möchte und welche er austauschen will (discard and re-draw). Danach erhält er neue Karten für die ausgetauschten und nun wird geprüft, wie stark sein Blatt ist. Hat er mindestens ein Pärchen Jacks oder besser (jacks-or-better), so bekommt er seinen Einsatz zurück. Ab 2 Pärchen gibt es bereits einen Gewinn. Ein Drilling zahlt das Dreifache, und so geht es langsam nach oben. Am allerschwierigsten ist es, mit 5 Karten einen Straight von 10 bis As in derselben Farbe zu bekommen. Diese Kartenkombination nennt man Royal Flush und sie zahlt den Einsatz 250fach, wenn man mit 1 Stück spielt – oder 4000fach bei 5fachem Einsatz. Dies ist der Traum eines jeden Videopoker-Spielers: der Royal Flush!!! Rein rechnerisch bekommt man einen Royal Flush rund einmal auf 40.000 Spiele. Ein direkter Royal Flush, ohne die Karten auszutauschen, auch bekannt unter dem Begriff „Pat Royal“, tritt mathematisch einmal alle 650.000 Versuche ein. Also ein sehr seltener Glückstreffer. Und sollten Sie sich entscheiden, jemals an einem Videopoker-Gerät zu spielen, dann stellen Sie bitte sicher, dass Sie mit maximalem Einsatz spielen, denn nur dann erhalten Sie auch den maximalen Gewinn für Ihren Royal Flush.

In einigen Ländern, liebe Leser, ist das Spiel auch bei einem Videopoker-Spielgerät nicht nur vom Zufall abhängig und dennoch sind diese Geräte von der Spielbankenaufsicht genehmigt. Dort wird das Gerät auf Funktionstüchtigkeit und auf Korrektheit der Anforderungen betreffend Auszahlquoten und Sicherheit geprüft. Sind diese Anforderungen erfüllt, interessiert es den Gesetzgeber kaum, ob der Random-Shuffle des Kartendecks nun effektiv zufällig ist oder eben doch nicht. Dies lässt sich am besten dadurch belegen, dass man an gewissen Videopoker-Typen hierzulande sehr häufig Vorlagen für Straights, Flush und dergleichen bekommt, obwohl dies mathematisch eigentlich nicht möglich ist. Dem Spieler wird quasi ein Pseudo-Zufall vorgespielt. Umgekehrt bietet genau dasselbe Spiel Phasen, in denen der Spieler überdurchschnittlich häufig und hohe Gewinne erzielt, obwohl dies mathematisch sehr unwahrscheinlich und nicht logisch ist.
Das ganze lässt sich am einfachsten mit den Begriffen Glücks- oder Pechsträhne erklären, nur eben mit dem kleinen Unterschied, dass hier der Faktor Glück oder Pech nicht zufällig war, sondern genau vorausprogrammiert.

In Nevada ist gemäß Nevada Gaming Control Board der Einsatz von so genannten Pseudo-Zufall-Geräten, wo der Lauf der Karten nicht ausschließlich durch Zufall gesteuert ist, unzulässig. Mit anderen Worten, wer in Las Vegas an einem Videopokergerät sitzt hat die Sicherheit, dass hier die Karten effektiv so fallen, wie sie soeben vom Spielprogramm gemischt wurden. Aber wie gewinnt das Casino nun, wenn der Fall der Karten rein zufällig ist, werden Sie sich fragen.

Auszahlquote

Nun, die Antwort liegt ebenfalls auf der Hand. Dem Casino ist es freigestellt, die Auszahlquote zu steuern. Das heißt, das Casino kann selbst entscheiden, wie viel es für einen Flush oder ein Full House am Videopoker zahlen will. Bekommt ein Spieler nun das 5fache oder 6fache für seinen Flush, dann hat dies einen entscheidenden Einfluss darauf, wie viel der Payback dieses Gerätes ist. Ein Videopokerprofi sucht immer nach so genannten „Full Pay-Geräten“. Dies sind Geräte mit einer maximal möglichen Auszahlquote, die dem Spieler bei einer perfekten Spielweise eine Chance gibt, die nahezu einem Vabanque Spiel entspricht. Vergleichen lässt sich das ungefähr einer Chance beim Roulette. Rot oder Schwarz, wenn wir annehmen, dass es 50 Rote und 50 schwarze Zahlen beim Roulette gibt, und nur 1 Zahl, die weder rot noch schwarz ist, also Zero. Solche Roulette-Kessel existieren nicht, wären aber eine Chance, die sehr günstig für den Spieler wäre, obwohl er immer noch mit einem kleinen Nachteil spielen würde. Wer also an einem Full-Pay-Videopoker Gerät spielt, genießt eine Auszahlquote von nahezu 100 Prozent. Wobei wir beim Kern-Thema dieses Berichtes angekommen sind.

Slotmaschine in Las VegasDie Auszahlquote ist vor allem entscheidend darüber, wie viel ein Spieler verliert oder gewinnt, respektive darüber, wie lange er im Spiel bleiben kann. Je höher die Auszahlquote, desto besser für den Spieler, und DESTO BESSER AUCH FÜR DAS CASINO. Doch dieses Konzept wird vielerorts missverstanden. Insbesondere für sehr umsatzstarke und nicht konkurrenzbedrohte Casinos ist eine hohe Auszahlquote an Spielautomaten gleichzusetzen mit einer reduzierten Einnahme. Verfügt ein Casino über ein hohes Einzugsgebiet und muss sich nicht vor Konkurrenz fürchten, die die Kundschaft abwerben könnte, so muss es sich nicht sonderlich sorgen, wenn die Auszahlquote nicht bei 99%, sondern vielleicht eher bei 92% liegt. Denn die Spieler kommen trotzdem. Herrschen annähernd monopolähnliche Zustände ohne jegliche Konkurrenz, ist der Spieler dem Wohlwollen der Betreibergesellschaft ausgeliefert. Nach dem Motto „take it or leave it“ kann er sich den Bedingungen stellen – oder spielt eben nicht. Sobald ein freier Markt herrscht, wo dem Unternehmer Freiheiten eingeräumt werden, hat das Casino die Zügel selbst in der Hand zu entscheiden, wie viel Payback es dem Spieler geben möchte.

Nach dem Motto „weniger ist manchmal mehr“ haben einige Casinos freiwillig die Auszahlquoten an den Spielautomaten so festgelegt, dass sie über 95% betragen. Andere Casinos haben bei ihren Geräten 92% oder gar schlechter. Doch wie es genau aussieht, da lassen sich die wenigsten natürlich in die Karten schauen. Es kann jedoch von folgender Faustregel ausgegangen werden, dass 90% Auszahlquote eher die aller unterste Grenze ist – und in Europa zahlen die wenigsten Casinos über 96% zurück. Slotmaschinen zahlen in der Regel etwas weniger als Videopoker-Geräte, und zwar deshalb, weil Videopoker ein wesentlich schnelleres Spiel ist, daher gleicht sich das ganze ungefähr wieder aus.

Spielen mit der Players Club Card

In manchen Ländern hat der Spieler die Möglichkeit, mit einer so genannten Players Club Card zu spielen. Darunter versteht man eigentlich nichts anderes als eine Art Rabattkarte. Der Spieler erhält während des Spieles Punkte. Diese sammelt er auf seinem Player Account und registriert wird das Ganze dadurch, dass er vor Spielbeginn seine Club Card in das Spielgerät einführt. Danach registriert die Software das Spiel und gibt Punkte, basierend auf Spieldauer und Einsatzhöhe. Im Gegenzug dafür kann der Spieler mit diesen Punkten in Restaurants essen, sich im Casinoeigenen Geschenkladen Kleinigkeiten kaufen oder sonstige Dinge innerhalb des Casinos damit bezahlen. In Südafrika, Australien und in den USA ist diese Marketingmethode weit verbreitet. In manchen Ländern ist so etwas nicht zulässig, während wiederum in anderen Staaten – aufgrund des nahezu monopolähnlichen Zuteilungssystems für Casinolizenzen – keine effektive Konkurrenz besteht und die Betreiber somit auf zusätzliche Marketingmethoden in der erwähnten Art verzichten können.

Um noch einmal kurz zu dem Spiel eines Videopoker Profis zurückzukommen, der an einem so genannten Full-Pay Jacks-or-Better-Gerät mit einer Auszahlquote von 99.54 Prozent spielt: Wenn dieser Spieler nun mit seiner Players Club Card spielt, erhält er in den meisten Casinos – basierend auf seinem Spiel – diverse Vergünstigungen und teilweise sogar Cashback auf seinen getätigten Umsatz. Dieser Cashback kann zwischen 0.33 und 0.40 Prozent variieren. Einige Casinos treffen variable Abmachungen mit Spielern, was sich alles via Computer programmieren lässt. Ein Großzocker, dem 0.70% Cashback zugesprochen wird, kann wirklich damit zufrieden sein. Nehmen wir an, dass er darüber hinaus noch sein Hotelzimmer und sämtliche Restaurantbesuche vom Haus bezahlt bekommt, dann beträgt seine durchschnittliche Auszahlquote an einem Full-Pay-Jacks-or-Better Gerät über 100.50%!!! Und es gibt sehr viele professionelle Zocker, die dies eiskalt in ihre Berechnungen einbeziehen und die Casinos für einen angenehmen Urlaub im Luxus bezahlen lassen.

„Stand Alone Progressive System“

The Wizzard of OddsDoch zurück zu den Freunden der Slotmaschinen. Wer regelmäßig und häufig an solchen Geräten spielt, wird den Trend sehr rasch bemerken. Kommt kein Hautgewinn oder Jackpot, sind düstere Wolken am Himmel. Je länger man an einem regulären Walzengerät verweilt, desto teurer kann es werden. Es ist also sinnvoll, dass man unbedingt sein Spielkapital genau einteilt und nicht grenzenlos weiterspielt, wenn man einfach einen schlechten Tag erwischt hat. Es ist ferner sinnvoll, dass man an Geräten spielt, die einem persönlich Freude bereiten und die nicht zu teuer zum Spielen sind. Das Spiel sollte letztendlich doch Spaß sein – und dieser Spaß hört dann auf, wenn das Spiel überhand nimmt auf den restlichen Teil des Lebens des Spielers.

Für jemanden, der bereit ist, ein hohes Risiko und eine hohe Fluktuation in Kauf zu nehmen, sind Spielautomaten, die an einen Jackpot angeschlossen sind, sehr zu empfehlen. Ebenfalls gilt dies für jemanden, der nur zwei- oder dreimal am Hebel ziehen möchte und sein Glück herausfordern möchte. Keiner weiß, wann der große Jackpot einschlägt, es kann jeden treffen. Wichtig ist einfach, dass Sie mit jedem Spiel, welches Sie an einem Gerät mit Jackpot spielen, diesen Jackpot mitfinanzieren. Und diese paar Cents, die von Ihrem Einsatz pro Spiel jeweils dem Jackpot zugeführt werden, das ist Geld, welches zulasten Ihrer Auszahlquote geht. Mit anderen Worten: gewinnen Sie diesen Jackpot nicht, haben sie einen unglaublichen Nachteil während Ihres Spieles. Die Auszahlquote an Geräten mit hohen Jackpots ist generell gesehen hoch, rechnet man den Jackpotgewinn mit ein, und relativ gesehen sehr niedrig, wenn Sie den Jackpot nicht gewinnen. Deshalb ist es manchmal sinnvoll, man spielt gar nicht auf Jackpot oder nur an Geräten mit einzelnen Jackpots. Dies nennt man in der Fachsprache auch ein „Stand Alone Progressive System“. Gelegentlich finden sich Spielautomaten, an denen ein Jackpot angeschlossen ist – und dieser Jackpot kann ab einer gewissen Höhe recht interessant werden.

Es finden sich viele Geräte mit so genannten integrierten Bonussen. Unter Bonus versteht sich eigentlich nichts anderes als ein eigener kleiner Jackpot, der während des Spieles auftreten kann. Da es ständig neue Geräte mit Bonussen jeglicher Art gibt, ist es an dieser Stelle nicht möglich, auf jeden einzelnen Bonus-Typ genauer einzugehen. Doch es steht fest, dass Sie sich bei Ihrem nächsten Casinobesuch auf Geräte mit Bonussen oder Bonusspielen konzentrieren sollten. Dies sind nämlich Geräte, an denen unter günstigen Situationen die Auszahlquote über 100% liegen kann und wo man effektiv sieht, dass dem so ist. Danach haben Sie eigentlich nur noch die Aufgabe, am Gerät solange zu spielen, bis der Bonus gewonnen wurde. Sie drücken dann einfach die Auszahltaste und gönnen sich einen Kaffee an der Bar. Viel Vergnügen bei Ihrem nächsten Casinobesuch

Für Sie als Spieler empfehlen wir folgendes:

Suchen Sie sich Ihr Lieblingsspielgerät, welches für Ihr Budget zugeschneidert ist. Spielen Sie also nicht mit weniger als 200 Einheiten, die Sie zur Verfügung haben. Wenn Sie an einer Slotmaschine sitzen, sollten Sie immer mit maximalem Einsatz spielen, weil die Jackpots nur mit maximalem Einsatz erzielbar sind und die Hauptgewinne mit Max Bet höher sind als mit Bet 1 usw.

Vermeiden Sie lange Spielsitzungen an Geräten mit extrem hohen Jackpots. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einen solchen Jackpot treffen, geht in Richtung Unendlichkeit zu Zero – und somit sind Ihre Chancen nur sehr gering, dass Sie erfolgreich sein werden. Außerdem wird ein Teil Ihres Einsatzes stets für den Jackpot abgezogen, welches einen direkten Einfluss auf die Auszahlquote für sämtliche anderen Gewinne hat. Wenn Sie an so einem Gerät mit einem Millionen-Euro-Jackpot spielen, sollten Sie ein klar begrenztes Spielkapital für dieses Experiment einsetzen, und nicht auf Alles-oder-Nichts gehen.

Und wie Sie sicher wissen, so gibt es nur zwei garantiert sichere Methoden, wie Sie mit Slotmaschinen gewinnen können: Erstens, Sie spielen gar nicht (dann verlieren Sie nichts und sind somit dem ganzen voraus), und zweitens, Sie besitzen diese Maschinen und bringen die Gewinne auf die Bank. Als Spieler sollten Sie beachten, dass man clever spielen kann und somit den maximalen Spielspaß erzielen, indem man seine Prozente so hoch wie möglich hält. Und man muss von vornherein wissen, dass man langfristig an den Geräten nicht gewinnen kann. Ihr Job ist es also, dass Sie Spaß haben am Spiel. Und um Spaß zu haben, sollten Sie Ihr Spielkapital einschränken, damit eventuelle Verluste keinen Einfluss haben können auf Ihr sonstiges Leben.
Viel Spaß bei Ihrem nächsten Besuch bei den einarmigen Banditen

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