Slotmachines – Tipps und Tricks Aus der Welt der Spielautomaten Teil 1

Reinhold Schmitt
ISA-GUIDE Chefredakteur (V.i.S.d.P.)
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(rs) Wer ein Spielcasino betritt, sei dies in Europa, Australien oder sonst irgendwo auf der Welt, der wird zweifellos rasch das Piepsen, Flimmern und Flackern der Geräte wahrnehmen, die im Casino reihenweise aufgestellt sind. Gemeint sind dabei die Slotmachines, die sogenannten „Einarmigen Banditen“, deren Ziel, Zweck und Aufgabe es ist, dem Spieler auf möglichst einfache und angenehme Weise ein Spielvergnügen zu bereiten und ihn gleichzeitig und diskret um sein Geld zu erleichtern. Dies geschieht mittlerweile mit sehr großem Erfolg. Die Casinos verdanken einen Großteil ihrer Einnahmen aus dem Geschäft mit Spielautomaten. Nur in wenigen Ländern, in denen entweder Automaten teilweise verboten oder die Anzahl der Geräte im Verhältnis zu den Spieltischen nach einer gewissen Formel beschränkt ist, weist die Statistik andere Tendenzen auf. Doch die Realität zeigt eindeutig: Die Casinos verdienen ihr Geld mit den Spielautomaten.

Die Bedeutung des „Live Games“ zum Automatenspiel

IGT’s Spin-til you-Win, hergestellt circa 1993 In einigen Ländern besteht das Lebendspiel zwar noch (Beispiel Frankreich), doch das Ganze hat eigentlich nur den Anschein eines Marionetten-Cabarets. In einem französischen Casino an der Grenze zur Schweiz beispielsweise befindet sich ein riesiger Automatensaal, der abends prall gefüllt mit Zockern ist, während sich im abgetrennten, und nur gegen Eintrittsgebühr zugänglichen Live Game, dem Grand Jeu, fast niemand befindet und sich die Croupiers an den leeren Tischen langweilen und sich Witze erzählen. Das Ganze hat politische Gründe. Um die Automaten betreiben zu können, müssen Tischspiele angeboten werden. Ähnlich verhält es sich auch in anderen Ländern. Ginge es nach dem Willen einiger Casinomanager, würde das Automatenspiel bis ins Grenzenlose ausgebaut und die Tischspiele auf ein Minimum reduziert werden. Der Roulettetisch bekommt allmählich den Stellenwert eines Museumsstücks, ist quasi ein Ziermittel, um das Casino zu dekorieren und zu etwas Stil zu verhelfen – die wahre Action geht aber an den Spielautomaten ab.
Der große Unterschied zwischen einem Automatenspieler und beispielsweise einem Freund des Black Jack ist der, dass der Spieler, der teilweise stundenlang an einem Gerät verweilt, seine Kommunikation interaktiv führt und keinen besonderen Wert darauf legt, mit den Spielern, die an den anderen Geräten sitzen, zu plaudern. Zum Zeitpunkt des Spielens befindet er sich quasi in einer anderen Welt – „nur er und sein Automat“. Die Geldscheine werden durch den modernen Banknotenprüfer eingeführt, der die Echtheit des Scheines checkt. Anschließend wird das entsprechende Guthaben auf dem Credit-Meter angezeigt. Auf Knopfdruck beginnen die Walzen sich zu drehen, egal ob es sich um Reel Slots oder Video Slots handelt, das Spiel hat begonnen. Viele Geräte verfügen heute über ein sehr vielfältiges Spielangebot, manche Maschinen haben sogar gleich verschiedene Spiele in einem einzigen Gerät integriert. So hat der Spieler die Möglichkeit, zwischen den Spielen zu wechseln, ohne dass er sein Gerät verlassen muss. Das bietet eine unglaubliche Erleichterung für ihn und für das Casino zugleich einen höheren Gewinn. Denn es verstreicht weniger Zeit, in welcher der Spieler nicht spielt und sich ein neues Gerät suchen müsste, welches frei ist. Stattdessen wechselt der Spieler im Menu auf Knopfdruck das Spiel und die Show geht gleich weiter.

Veränderter Auszahlungsmodus – ein Fortschritt der vieles änderte

Auch die Auszahlungen sind heute wesentlich einfacher und unkomplizierter als noch vor wenigen Jahren. Früher kannte der Spieler nur Coin-In-Coin-Out, was bedeutet, dass jeder Gewinn sofort in Form von Münzen ausgezahlt wurde, die in einen blechernen Behälter oder in eine Metallschale fielen. Das war natürlich so konzipiert, damit die Geräusche von klirrendem Geld stimulierend auf die anderen Spieler übertragen und deren Lust auf Gewinn gesteigert wurden. Heute jedoch ist eine Gewinnauszahlung in Münzform eher zur Seltenheit geworden. Man findet dies nur noch bei älteren oder antiken Gerätetypen in Spielhallen oder Imbissbuden, wo es wenig Gästeaufkommen und demnach keine Person gibt, die den Gewinn per Geräte-Reset mit einem Schlüssel abbucht und so den Gewinner auszahlt. Die meisten Spielcasinos bieten schon sehr fortschrittliche Methoden an, die auch für den Spieler einen zusätzlichen Komfort bieten. So muss dieser heute nicht mehr mit prall gefüllten Plastikkesseln voll Münzen bei einer Kasse anstehen und diese Münzen umtauschen. Stattdessen drückt der Spieler nach Beendigung seines Spieles auf Cash-Out und üblicherweise beginnt in diesem Moment eine Lampe zu blinken, die oben auf der Slotmaschine angebracht ist, welches dem Casino-Personal signalisiert, dass ein Jackpot ausgezahlt werden muss. Der Spieler wartet dann am Gerät, bis er von einer Casino-Assistentin seinen Gewinn bekommt. Andere Länder, andere Sitten: so kann es auch sein, dass der Gast gebeten wird, mit jemandem vom Casinopersonal an die Kasse zu kommen, wo ihm dann sein Gewinn ausgezahlt wird. In jedem Fall ist ein mühsames Herumschleppen von Münzen überflüssig geworden. Durch die elektronische Vernetzung der Geräte ist die Buchhaltung via Monitore jederzeit überschaubar und somit auch für Auszahlungen eine große Hilfe.
Dank der elektronischen Vernetzung wurde es auch möglich, dass in Casinos – oder gar übergreifend in Co-Operationen mit anderen Casinos – sogenannte Progressive Jackpots kreiert wurden. Üblicherweise hat jedes Casino einen oder mehrere Haus-interne Jackpots. Diese sind relativ einfach zu finden. Ein elektronisches Display, welches ständig den aktuellen Wert des Jackpots anzeigt, befindet sich normalerweise oberhalb oder in der Nähe der betreffenden Geräte. Einige Casinos haben den Super-Jackpot auch noch zusätzlich beim Casinoeingang im Display, damit der Gast sofort darauf aufmerksam wird.

Für Sie als Spieler gilt unbedingt folgendes zu beachten

IGT’s Spin-til you-Win, hergestellt circa 1993Um einen Jackpot gewinnen zu können, müssen für die meisten Spiele und Jackpot-Typen maximale Einsätze gebracht werden. Beim Progressive Videopoker Jackpot, den Sie dann gewinnen, wenn Sie einen Royal Flush bekommen, müssen Sie mit Max Coin Einsatz spielen. Achten Sie darauf, wie viele Münzen „eingeworfen“, also gespielt werden müssen. Wer sich etwas mit Videopoker auskennt, weiß sofort, dass ein Royal Flush an einem Gerät mit 5 Bet Einsatz 4.000 Münzen zahlen sollte. In den meisten Fällen ist dies so programmiert. Geräte mit einem Bet 10-Modus zahlen also für einen Royal Flush dann 8.000 Münzen. Achten Sie einmal auf die Gewinn-Tabelle, wenn Sie vor einem Videopokergerät sitzen. Mit einem Stück Einsatz bekommen Sie für einen Royal Flush an einem regulären Jacks-or-Better-Gerät 250 Stücke ausgezahlt. Spielen Sie hingegen mit 5 Stücken, dann zahlt der Royal Flush nicht etwa 5×250, also 1.250 Stücke, sondern gleich 4.000! Und dies ist der Grund, weshalb Sie stets und immer nur mit maximaler Stückzahl spielen sollten. Ist Ihnen der Einsatz mit maximaler Stückzahl zu hoch, dann suchen Sie sich ein Gerät, wo das Spiel mit niedrigerem Stücksatz (nominal) gespielt werden kann, und wählen Sie dann Max Bet. Bevor Sie also an einem 5-Euro Apparat mit Bet 1 spielen, wo Sie für den Royal Flush 250 Stück bekommen, also 1.250 Euro, ist es sinnvoller, Sie spielen an einem 1-Euro Automaten, aber mit Bet 5, wo der Royal Flush Ihnen 4.000 Stück zahlt, also 4.000 Euro!

Und dieselben Überlegungen müssen Sie anstellen, wenn Sie sich für andere Geräte entscheiden

IGT, weltweit einer der größten Hersteller von Spielgeräten, ist mit seiner S-Plus-Serie (5-Times Pay, 10x Pay, 100x Pay, Good Times usw.) derart erfolgreich, weil diese Geräte einfach zu spielen und im Display überaus übersichtlich gestaltet sind. Es handelt sich hierbei um 3-Walzen-Geräte mit einem sogenannten „Multiplier“. Gewinne in Kombination mit dem 5x-Symbol zahlen 5fach. Wer gleich 2 dieser begehrten 5x-Pay-Symbole auf der Pay-Line bekommt, in Kombination mit einem anderen Gewinnsymbol, erhält das 25fache des Gewinnes jenes Gewinnsymbols. Wer alle 3 dieser 5x-Pay Symbole auf der Gewinnlinie hat, gewinnt den Jackpot.

Dennoch gibt es auch hier wichtige Faktoren, die Sie beachten müssen

Am 5-Times Pay Gerät von IGT zahlt der Haupttreffer, also 3mal 5x-Pay, standardmäßig 2.000fach. Das Spiel kann maximal mit 3 Stück Einsatz gespielt werden. Wer nun mit 2 Stücken spielt, bekommt für 3× 5times-Pay aber nicht 4.000fach, sondern 5.000, und mit 3fachem Einsatz gewinnt man nicht 6.000 Stücke, sondern 15.000!!!

Diese Erklärung soll illustrieren, wie wichtig es ist, dass man sich vor Spielbeginn die Gewinntabelle anschaut und ebenfalls beachtet, wie hoch der Einsatz, also die Stückelung am betreffenden Gerät ist. Notfalls sucht man sich dann einfach ein Gerät mit niedrigerer Stückelung.

Die Auszahlquote

Einarmiger BanditIn diesem Zusammenhang haben Sie sich sicher schon gefragt, wie viel eigentlich die Auszahlquote eines Spielautomaten beträgt. Gemeint ist damit also, wie viel man durchschnittlich zurückbekommt, wenn man lange genug am Gerät spielt. Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da es verschiedene Faktoren gibt, die berücksichtigt werden müssen. Grundsätzlich gilt, dass davon ausgegangen werden kann, dass die auf dem Markt befindlichen Geräte eine Auszahlquote zwischen 92% und 96% haben. In Spielhallen ist diese Zahl bei weitem tiefer, das erklärt auch, warum sehr wenige Spieler auf Dauer an diesen Geräten erfolgreich sind.
Doch was heißt das im Klartext? Wenn ich 100 Euro einwerfe und 100 Spiele zu jeweils 1 Euro gespielt habe, bleiben mir dann 92 Euro Rest? Die Antwort ist ein klares „Nein“. Denn diese Werte beziehen sich auf ein Langzeitspiel mit Tausenden an Spielen. Ein Gerät kann somit über Tage, Wochen, ja gar teilweise über Monate hinaus mit einer Auszahlquote von weniger als 90% laufen – und dennoch ist das Gerät vollständig in Ordnung. Dann wird es wieder Phasen geben, in denen dasselbe Gerät Auszahlungen mit einer Quote von 140% bis 160% haben wird – und dies bei Tausenden von Spielen. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass man diese Auszahlprozente zwar für korrekt halten kann, dass diese sich jedoch auf einen sehr großen Zeitrahmen beziehen, womit es für den Touristen, der einen Abend pro Monat mit 300 Euro zum Zocken fährt, wohl relativ wenig Aussagekraft hat.

Wer sich genauer mit Spielautomaten beschäftigt, wird sehr rasch merken, dass es einige Gerätetypen gibt, an denen man auf pures Glück spielt, während man bei anderen Geräten unter idealen Bedingungen effektiv bares Geld herausziehen kann. Nichtsdestotrotz, die Anzahl solcher Geräte ist im Verhältnis zur Gesamtzahl an Spielautomaten eher bescheiden, doch wer genug Zeit und Energie hat, solche Geräte zu suchen, wird langfristig schöne Gewinne erwirtschaften können. In diesem Bericht werden wir Ihnen aufzeigen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie Ihr Geld an Spielautomaten riskieren wollen. Außerdem haben wir für Sie Informationen zusammengetragen, die aus Internationalen Casinos und anderen Ländern stammen. Wer also demnächst eine Reise ins Spielerparadies Las Vegas geplant hat, dem wird dieser Bericht hier bestimmt von großem Nutzen sein.

Lesen sie in Teil 2: Die neue Generation der Slotmaschinen