Neujahrsempfang der Stadt Bad Homburg setzt Maßstäbe

Reinhold Schmitt
ISA-GUIDE Chefredakteur (V.i.S.d.P.)
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Es sollte ein ganz besonderer Neujahrsempfang der Stadt Bad Homburg werden. Zum 1. Januar 2013 übernahm die städtische François-Blanc-Spielbank GmbH Bad Homburg v.d. Höhe den Betrieb der Spielbank und die Politik nahm dies zum Anlass, ihre Gäste erstmals in die Spielbank einzuladen. Eigentlich eine tolle Idee, doch schon im Vorfeld der Einladung zum Neujahrsempfang wurden Meinungsverschiedenheiten laut über die Wahl des Gastredners beim Empfang. Ehrengast und Hauptrednerin war Jan Jones, Ex-Bürgermeisterin von Las Vegas und Executive Vice President von Caesars Entertainment Corporation, Las Vegas. Sie sollte am Beispiel der Glücksspielmetropole Las Vegas zeigen, wie auch Bad Homburg seine Spielbank für eine erfolgreiche Vermarktungsstrategie der Stadt im Taunus nutzen kann. Während die Kritiker die hohen Kosten für den Ehrengast anmahnten, sahen die Befürworter die Chance auf eine hervorragende Publicity für die Spielbank und die Stadt Bad Homburg.

Die Veranstaltung gab zweifellos den Machern des Empfangs Recht: 400 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Sport und Gesellschaft erlebten einen gelungenen Jahresauftakt in der Spielbank, der in der deutschen Casinolandschaft Maßstäbe setzte. Nicht nur das musikalische Rahmenprogramm mit July Rumpf, Teilnehmerin bei der Casting-Show „The Voice of Germany“, sorgte für eine stimmungsvolle Atmosphäre, auch der Ehrengast erfüllte die Erwartungen. Jan Jones hielt einen launigen Vortrag und gab viele interessante Einblicke in die Welt der Glücksmetropole Las Vegas.

Axel Dierolf überreicht dem Ehrengast aus Las Vegas Jan Laverty Jones ein Blumenbouquet

Axel Dierolf überreicht dem Ehrengast aus Las Vegas Jan Laverty Jones ein Blumenbouquet

Sie gab zu, vor dem Anruf aus Bad Homburg noch nie von der kleinen Stadt im Taunus gehört zu haben. Jetzt, nach ihrem Besuch, sei sie begeistert von der Tradition und der Geschichte der Stadt, die sie sehr beindruckt hat. „You can feel the history“, sagte sie und versicherte, von nun an überall auf der Welt Fürsprecherin für Bad Homburg zu sein. Sehr anschaulich erzählt sie über die Entwicklung der Stadt Las Vegas von der Glücksspieloase für Spieler aus aller Welt hin zu einer Millionenstadt, die neben dem Spielen heute für internationale Messen und Kongresse steht und jährlich ca. 40 Millionen Gäste anzieht. Nur noch ein kleiner Teil der Milliarden-Umsätze in Las Vegas kämen aus dem Glücksspiel. Die echten Geldbringer seien die zahlreichen Unterhaltungs- und Shopping-Angebote: Bars, Clubs, exquisite Restaurants und Sterne-Köche, Boutiquen von internationalen Luxusmarken, Kongresse und Messen. Damit werde heute sehr viel Geld in Las Vegas gemacht. „You have to build a vision“, betonte sie immer wieder. Die Wüstenstadt Las Vegas mitten im Nirgendwo habe eine Vision entwickelt und sie konsequent verfolgt. Der Erfolg stehe heute außer Frage. Bad Homburg habe beste Voraussetzungen, ebenfalls eine Erfolgsgeschichte schreiben zu können: Wichtige Bausteine seien die beeindruckende Geschichte der Stadt, auf die es aufzubauen gelte. Das kulturelle Angebot und die lange Tradition als Bäderstadt seien weitere Puzzle-Steine, die die „Destination“ Bad Homburg ausmachten. Auch die Spielbank, als Mutter von Monte Carlo, spiele hierbei eine wichtige Rolle. „It’s all about entertainment“, so beschrieb sie die Strategie der Stadt Las Vegas. Hier müsse Bad Homburg ansetzen: Die Stadt habe so viel zu bieten, auch das Unterhaltungsangebot des Casinos sei hervorragend dafür geeignet, seinen Gästen einen netten Abend zu bieten und in guter Erinnerung zu bleiben.

Lutz Schenkel, Geschäftsführer der François-Blanc-Spielbank GmbH Bad Homburg v.d. , dürfte sich gefreut haben über die Anregungen und die motivierenden Worte von Jan Jones. Auf ihn warten viel Arbeit, aber auch spannende Aufgaben. In den kommenden Jahren sollen die Spielbank modernisiert und die Besucherzahlen gesteigert werden. „It’s all about entertainment“ sollte zum Leitsatz werden für künftige Überlegungen und Strategien der Verantwortlichen der Spielbank. Eine bessere Beraterin als Jan Jones aus Las Vegas konnte sich Bad Homburg nicht aussuchen: Niemand versteht besser, wie modernes und erfolgreiches „entertainment“ aussieht, als die Macher der Wüstenstadt in Nevada. In diesem Punkt können wir von den US-Amerikanern noch viel lernen.

Wir gratulieren dem Gastgeber, Stadtverordnetenvorsteher Axel Dierolf, zu seiner genialen Idee und seinem Weitblick. Der Erfolg der Veranstaltung gibt ihm Recht. Er scheint es ernst zu nehmen mit der „Vision“ für seine Stadt und er hat es richtig gemacht, sich Anregungen und Tipps von echten Profis zu holen. Die Reisekosten für Jan Jones waren Werbungskosten für die Spielbank Bad Homburg, die nicht besser hätten investiert werden können.
Kompliment an Bad Homburg: Es war ein perfekter Start ins neue Jahr 2013.

ISA-GUIDE wird am Ball bleiben und berichten, wie die neuen Macher der Spielbank Bad Homburg ihre vielversprechenden Ideen in die Tat umsetzen.

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