Tourismus will Glückspielmonopol knacken

Fremdenverkehr fordert verfassungsrechtliche Überprüfung

Wien – Vertreter des Tourismus fordern, dass das Glückspielgesetz in Österreich überprüft wird. „Eine Liberalisierung durch die Abschaffung des Glückspielgesetzes muss verfassungsrechtlich überprüft werden“, sagte heute, Donnerstag, der Wiener Rechtsanwalt und Kartellexperte Norbert Gugerbauer bei einer Pressekonferenz in Wien. Gugerbauer vertritt Hoteliers, die selbst in das Glückspiel-Geschäft einsteigen wollen. „Wir wollen drei bis vier weitere Spielbanken errichten“, betonte Roland Haslauer, Geschäftsführer der GFB und Partner Unternehmensberatung bei einer Pressekonferenz.

Neben den zwölf Spielbanken der Casino Austria besteht in Österreich die gleiche Anzahl an ausländischen privaten Spielstätten. Ebenfalls haben sich zahlreiche Wettbüros und Internetspielbanken weiterentwickelt. „In Österreich wird durch das Glückspielmonopol eine volkswirtschaftliche Schwäche gezeigt, wie sie im Ausland nicht vorhanden ist“ sagte Wilfried Holleis, Hotelier aus Zell am See.

„Die gegenwärtige Regelung muss auf ihre marktwirtschaftliche Form vom Verfassungsgerichtshof überprüft werden, ob sich bei einer Änderung ein volkswirtschaftlicher Gewinn ergeben würde“, forderte Haslauer. „Wir wollen Qualität statt Massentourismus und weg von den Spielhöllen zu qualitativen Spielbanken. Am Besten wäre eine Partnerschaft mit der Casino Austria, um die Qualität der Spielbanken gewährleisten zu können“, erklärt Haslauer.

„Bis jetzt gibt es im Einzugsgebiet der Europasportregion Zell am See/Kaprun noch keine konzessionierte Spielbank, obwohl die Region mit vier Mio. Nächtigungen und mehr als 50 Hotels der Vier und Fünf Sterne Kategorie zu den größten Tourismus-Zentren der Welt zählt. In Salzburg wurden im vergangenen Jahr vier Mio. Nächtigungen registriert und in Bald Kleinkirchheim rund eine Mio. Nächtigungen. Zell am See und Bad Kleinkirchheim haben somit das Potenzial für Spielbanken entwickelt“, meinte Matthias Krenn, Bürgermeister von Bad Kleinkirchheim und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich.

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