Harrah’s will zum weltgrößten Casinobetreiber aufsteigen

Reinhold Schmitt
ISA-GUIDE Chefredakteur (V.i.S.d.P.)
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(rs) 9,4 Milliarden Dollar gibt der Casinogigant Harrah’s aus, um den Konkurrenten Caesars zu kaufen. Die gesamte Branche ist in Aufruhr. Beide Konzerne hätten sich bereits auf die Fusion verständigt, teilte Harrah’s am Donnerstag mit.

Das in Las Vegas Geld gemacht wird ist bekannt. Täglich wechseln Millionenbeträge die Besitzer und das nicht nur unter den Spielern. Aber Summen wie 9,4 Milliarden Dollar sind auch dort ungewöhnlich.


Der US-Unterhaltungskonzern Harrah’s ist mit seinen 26 Kasinos die in 13 Staaten verteilt sind und 41.000 Beschäftigten schon heute ein Riese in der Glücksspielindustrie. Dagegen ist das Unternehmen noch in Las Vegas eher bescheiden. Durch die Übernahme von Caesars Entertainment Inc. Will das Gigant nun zum weltgrößten Casinobetreiber aufsteigen.

Am Donnerstag den 15.07.2004 teilte Harrah’s ,it, dass beide Unternehmen sich auf die Fusion verständigt haben.

Harrah’s werde Caesars für 1,8 Milliarden Dollar in bar und Aktien im Wert von etwa 3,4 Milliarden Dollar übernehmen. Wenn noch berücksichtigt wird, dass Harrah’s Schulden von Caesars übernimmt, hat der Zusammenschluss einen Umfang von etwa 9,4 Milliarden Dollar.

Zusammen würden beide Firmen über 54 Kasinos verfügen und ihre Position vor allem in Las Vegas stärken. Caesar’s Palace ist dort eine der bekanntesten Marken. Harrah’s verfügt über viele River-Boat-Kasinos und Spielpaläste in Indianerreservaten. Caesars besitzt in Las Vegas neben Caesar’s Palace noch das Paris Las Vegas und das Flamingo.

Die Caesars – Aktien waren aufgrund der Übernahmespekulationen am Mittwoch um 14,9 Prozent auf 16 Dollar gestiegen, während Harrah’s einen Kursverlust von einem Dollar auf 50,98 Dollar verbuchte.

Das wäre nun die zweite Fusion in Las Vegas innerhalb eines Monats. Kirk Kerkorian der den Spielkasino-Konzern MGM Mirage kontrollierte bot vor kurzem 4,8 Milliarden Dollar in bar für die Mandalay Resort Group. Zusätzlich will sie die Mandalay-Schulden von 2,5 Milliarden Dollar sowie 600 Millionen Dollar an Wandelschuldverschreibungen übernehmen. Der Gesamtwert hat damit die Größenordnung von 7,9 Milliarden Dollar erreicht.
Zu den wichtigsten Spielkasinos des zusammengeschlossenen Unternehmens gehören Bellagio, MGM Grand Las Vegas, The Mirage, Mandalay Bay und Circus Circus. (ISA CASINOS berichtete) Insgesamt würde die NGM Mirage nach der Übernahme es auf einen Umsatz von 6,4 Milliarden Dollar und 28 Spielkasinos bringen die dann über 64.000 Beschäftigte verfügen. Durch den Kauf würden sie über die Hälfte aller Hotelzimmer auf dem „Strip“ verfügen.

Bei Abschluss beider Transaktionen würden die zwei neuen Spielkasinounternehmen den Markt unter sich aufteilen. Noch müssen aber die Kartellbehörden ihre Zustimmung zu den Fusionsplänen erteilen.