Illegale Glücksspiele werden intensiver verfolgt

pf – (rs-isa) 169 Strafverfahren wurden beim Kampf um das illegale Glücksspiel durch die Spielbankenkommission im Jahre 2003 eröffnet. Die Bekämpfung ist fast aufwendiger und intensiver geworden als die übrigen Tätigkeiten, so der ESBK Präsident Benno Schneider.

Bei der Vorstellung des Jahresberichts 2003 am Freitag vor den Medien wies er darauf hin, dass die Geschäftslast in diesem Bereich noch steigen werde. Nicht die Zunahme der illegalen Glücksspiele wäre der ausschlaggebende Grund, vielmehr dass diese seit dem In-Kraft-Treten des Spielbankengesetzes viel intensiver bekämpft würden. Bis Ende des Jahres sind noch 363 Verfahren anhängig. Sie beziehen sich vor allem auf Geldspielautomaten, die in illegalen Spielklubs oder in Restaurants installiert sind. Genauso sind virtuelle Casinos, die im Ausland über das Internet zugänglich sind im Visier der Behörden.

Fast 100 Inspektionen wurden im Jahre 2003 in den Schweizer Casinos durchgeführt. Ganz besonders wurde dabei das Augenmerk auf die Geldwäscherei gerichtet. Neun Verfahren eröffnete die ESBK und hat in sieben Administrativsanktionen ausgesprochen. Sie überwies 2003 an Bußen, Ersatzforderungen und Beschlagnahmungen knapp 1,2 Millionen Franken an die Bundeskasse.

Die Schweizer Spielbanken befinden sich auf einem „Bemerkenswerten Niveau“. Bezüglich des Betriebes der Spielbanken und Spielbankenabgabe sei eine Konsolidierungsphase angelaufen. Innerhalb kurzer Zeit sei es den 21 Casinos gelungen ein Angebot zu platzieren und zu bestehen. 2003 erzielten sie einen Bruttospielertrag von rund 561 Millionen Franken, gegenüber 2002, wo er noch bei 260,8 Millionen Franken lag.

Die Spielbank Arosa konnte den wirtschaftlichen harten Bedingungen nicht standhalten und die ESBK entzog ihnen die Konzession. Aus ähnlichem Grund hat auch die Spielbank Zermatt geschlossen.