Schweiz genehmigt Swisslos-Lotteriegeräte

(isa) Das ist eine gute Nachricht für Swisslos, aber eine schlechte für die Gegner von Glücksspielautomaten: Der schweizerische Volkswirtschaftsdirektor Ruedi Jeker (FDP) hat die Touchlot-Automaten von Swisslos, wenn auch mit Auflagen, genehmigt.

Touchlots sind Lotterieautomaten, bei denen der Spieler den Bildschirm berühren muss, um etwas auszuwählen. Am Bildschirm werden virtuelle Lose elektronisch freigerubbelt. Welches Los gewinnt und welches verliert, wird zentral von Swisslos gesteuert. Gewinnt das Los, erhält der Spieler einen Gutschein aus dem Automaten und kann den gegen Geld umtauschen.

Es gibt jedoch auch Menschen, die nicht begeistert sind von den Touchlot-Automaten: und zwar sind das diejenigen, die befürchten, dass Suchtgefährdete den Unterschied zwischen dem Lotterie-Automaten und einem Geldspielautomaten nicht erkennen. Die Gefahr sei zu groß, immense Geldsummen binnen kurzer Zeit an die Lotterie-Automaten zu verspielen. Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartment (EJPD) hat bereits eine Rüge ausgesprochen und auf die Gefahren hingewiesen. Eine parlamentarische Initiative für ein Verbot der Automaten wurde bereits durch ein Nationalrats-Mitglied eingereicht.

Erst einmal sind die Geräte aber jetzt erlaubt. Allerdings mit der Einschränkung, dass sie nicht in Spielsalons oder -casinos aufgestellt werden dürfen. Sie dürfen jedoch offensichtlich in Restaurants aufgestellt werden, was bei den Gegnern der Automaten die Befürchtung weckt, dass die zahl der Spielsüchtigen wieder ansteigen könnte, nachdem sie in den letzten Jahren stark zurückgegangen war (Im Kanton Zürich ist vor einigen Jahren per Volksentscheid das Aufstellen von Geldspielautomaten in Restaurants und Lokalen verboten worden).

Auch wenn zunächst eine Genehmigung vorliegt, so sind die Gegner (u.a. Vertreter aus den verschiedenen Parteien) zuversichtlich, dass ihre im Januar eingereichte Einzelinitiative für ein Verbot der Automaten zu einer Volkinitiative führen wird. Möglicherweise wird die Bewilligung des Swisslot-Gesuchs aber auch andere Konsequenzen haben: Kantonsvertreter nehmen Ruedi Jeker seinen Vorstoß übel und werfen ihm vor, sich nicht nur über die Kantone, sondern auch über den Willen der Bevölkerung hinwegzusetzen.