Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) lehnt die Schließung des Standortes Waren/Müritz entschieden ab

Aufforderung an die Spielbankgesellschaft, mit ver.di einen Sozialtarifvertrag für die Beschäftigten der Spielbankstandorte abzuschließen.

„Nun ist es raus, das Land und der Spielbankbetreiber wollen den Spielbankstandort Waren/Müritz schließen“, so Bernhard Stracke von der Bundeskoordinierung Spielbanken und Verhandlungsführer der Tarifkommission. Nach Information von ver.di soll das klassische Spiel bereits zum 30.09.2010 und das Automatenspiel zum 15.10. 2010 geschlossen werden. Der Rückbau des Standortes soll am 31.10.2010 abgeschlossen sein.
„Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) lehnt die Schließung des Standortes entschieden ab“, so Bernhard Stracke.

„ Wir hätten nicht nur Gespräche mit ver.di sondern auch eine rechtzeitige und umfassende Information des örtliche Betriebsrates in Waren und des Gesamtbetriebsrates erwartet“, so Klas Gartz, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der drei Spielbankstandorte in Warnemünde, Schwerin und Waren/Müritz.

Es ist nach Auffassung von ver.di der vollkommen falsche Ansatz und Zeitpunkt, da nach dem Urteil des europäischen Gerichtshofes zum Glücksspielmonopol in Deutschland über den Fortbestand des Monopols diskutiert wird.

„In Waren/Müritz würden nicht nur 11 qualifizierte und tarifgebundene Arbeitsplätze vernichtet, die Spieler würden vom Land auch in die Spielhallen ohne Ausweiskontrolle sowie weitgehend ohne Tarifbindung und Spielerschutz getrieben“, so Stracke.
Die Schließung wiederspricht nach Auffassung von ver.di dem Ansinnen des Glücksspielstaatsvertrages und des Spielbankgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern.

Ver.di fordert die Landesregierung und die Spielbankgesellschaft Mecklenburg auf, den

Standort Waren/Müritz zu erhalten.

Die Betriebsräte werden nun in die vom Betriebsverfassungsgesetz vorgesehenen Verhandlungen zu einem Interessenausgleich und Sozialplan eintreten.
Ver.di hat die Geschäftsleitung aufgefordert, in Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag für die Beschäftigten der Spielbankstandorte einzutreten.

V.i.S.d.P: Bernhard Stracke, ver.di Bezirk Rhein-Nahe-Hunsrück,
Münsterplatz 2-6, 55116 Mainz, bernhard.stracke@verdi.de

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