Bilanz 2002: Rekordjahr für Bayerns Spielbanken

Bilanz 2002: Rekordjahr für Bayerns Spielbanken

2002 war für die Bayerischen Spielbanken ein insgesamt erfolgreiches Jahr: „Unsere Spielbanken haben sich bei schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich gut behauptet“, so das Resümee des Präsidenten der Staatlichen Lotterieverwaltung, Erwin Horak, heute (02. Januar 2003) in seinem Jahresbericht über das abgelaufene Geschäftsjahr der Bayerischen Spielbanken. Er zeigte sich mit den Ergebnissen, die leicht über dem des Rekordjahres 2001 liegen, sehr zufrieden.

Die neun Spielbanken in Garmisch-Partenkirchen, Bad Kissingen, Lindau, Bad Reichenhall, Bad Wiessee, Bad Füssing, Kötzting, Feuchtwangen und Bad Steben erzielten zusammen einen Bruttospielertrag (Summe aller Einzahlungen abzüglich der Auszahlungen) von über 133 Millionen EURO. Zwar seien mit knapp 1,3 Millionen Gästen etwa 5 Prozent weniger Besuche registriert worden. Trotzdem bedeuten 133 Millionen Bruttospielertrag eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um fast 3 Millionen EURO oder 2,2 Prozent (bei Berücksichtigung der erst im März 2001 eröffneten Spielbank Bad Steben errechnet sich eine Steigerung von 1,7 Prozent). Damit konnten sich die Bayerischen Spielbanken gegen den rückläufigen Trend in der deutschen Casino-Landschaft gut behaupten. Dieses Ergebnis zeige deutlich, daß die Spielgäste vom „Angebot der Bayerischen Spielbanken, spannende Unterhaltung auf einem modernen, attraktiven und zeitgemäßen Niveau mit einem gehobenen Ambiente und einem bunten Veranstaltungskalender zu bieten“, gerne Gebrauch machen, freute sich Horak.

Während die vier neuen Spielbanken (Bad Füssing, Kötzting, Feuchtwangen und Bad Steben) eine Ertragssteigerung von über 8 Prozent verzeichnen konnten, spielten die „Altbanken“ ein leichtes Minus von knapp 2 Prozent ein. Nach Meinung Horaks sei dieses Ergebnis vorwiegend auf die Spielbank Bad Wiessee (- 12,7 Prozent) zurückzuführen: „Die münchennahe Spielbank entspricht sowohl vom räumlich möglichen Spielangebot als auch von der Ausstattung schon länger nicht mehr den gehobenen Ansprüchen an eine moderne Spielbank. Aber für Abhilfe ist gesorgt, denn für Ende 2004 ist die Eröffnung der neuen Bad Wiesseer Spielbank am ehemaligen Gelände des „Winner-Hofs“ geplant“, sagte Horak. Auch der Rückgang des Bruttospielertrags in Lindau von 12 Prozent müsse nach Meinung Horaks relativiert und vor dem Hintergrund der knapp 38-prozentigen Steigerung in 2001 nach dem Neubau gesehen werden. Trotz des diesjährigen Rückgangs des Bruttospielertrags liege dieser noch um etwa 2,4 Millionen Euro oder 21 Prozent über den erzielten Ergebnissen im alten Haus und habe sich somit auf einem erfreulich hohen Niveau stabilisiert. „Der Neubau der Spielbank Lindau war und ist ein GIücksfall für die Staatliche Lotterieverwaltung, die Stadt und die gesamte Region“, so Horak.

Die Nummer 1 in Bayern bleibt nach wie vor die Spielbank Feuchtwangen: Mit einem Bruttospielertag von über 31,6 Millionen EURO und 243.000 Besuchern liege die mittelfränkische Autobahn-Spielbank unangefochten an der Spitze der Bayerischen Spielbanken, gefolgt vom Alpencasino in Garmisch-Partenkirchen mit einem Bruttospielertrag von über 27,7 Millionen EURO.

Der Aufwärtstrend des Automatenspiels fand auch im vergangenen Jahr eine Fortsetzung: Der Bruttospielertrag stieg hier mit über 6 Prozent nochmals weiter an. Beim Großen Spiel, also bei Roulette und Kartenspielen, mußten dagegen leichte Rückgänge hingenommen werden.

Für das neue Jahr kündigte Horak an, daß die Bayerischen Spielbanken ihrer Linie treu bleiben werden. „Der Erfolg gibt uns recht. Wir werden deshalb alles unternehmen, um durch den Ausbau der bestehenden Standorte und die konsequente Umsetzung unserer Entertainment- und Eventschiene den Spielgästen noch mehr Flair, Ambiente und beste Unterhaltung zu bieten“. In allen Bayerischen Spielbanken finden regelmäßig vielfältige Aktionen und Veranstaltungen statt. Für die Jahre 2003/2004 sind größere Umbaumaßnahmen in den Spielbanken Bad Kissingen und Bad Reichenhall vorgesehen.

Quelle: Infofax/Staatliche Lotterieverwaltung – Zentralverwaltung / Abteilung Spielbanken