Spielbank Hohensyburg: Comeback mit voller Wucht – ISA-GUIDE.de

Spielbank Hohensyburg: Comeback mit voller Wucht

Ulli Schmitt
ISA-GUIDE Inhaber
E-Mail: ulli@isa-guide.de


Erst kürzlich hatte ISA-GUIDE über die Veränderungen in der Spielbank Hohensyburg berichtet. Betreiber Westspiel fackelt seit Wochen ein Feuerwerk an Neuerungen ab. Jetzt eröffnete auch noch eine Diskothek am Standort. „Mit den zuletzt ruhigeren Jahren um dieses schöne Haus ist spätestens heute Abend Schluss“, verkündete PR-Chef Marco Lippert am Samstag zum Opening des Tanzlokals Fox. „Wir geben Dortmund sein Nachtleben zurück und feiern das Comeback der Hohensyburg.“ Dass bereits wenige Stunden später die Polizei anrücken musste, um das Verkehrschaos in den Griff zu bekommen, hat die Verantwortlichen dann aber doch überrascht.

„Der große Discofox-Dancefloor in NRW“, heißt das Konzept des Fox. Als Mastermind agiert ein Kenner der Szene, der in den letzten Jahren maßgeblich an den Erfolgen diverser Künstler und Konzertevents beteiligt war. Sein Name ist Frank Neuenfels. Er sagt: „Wir möchten den Gästen schöne Stunden bescheren und ihnen ein Wohnzimmer für gepflegtes Feiern sein.“ Moderne Architektur, gemütliche Sitzecken und spektakuläre Dekorationen machen den Aufenthalt im Fox zum Erlebnis. Hingucker sind persönliche Requisiten von Promis wie Semino Rossi, Michael Wendler und Chris Andrews. Direkt an der Tanzfläche befindet sich ein VIP-Bereich. Dort sitzen Gäste in unmittelbarer Nähe zum DJ auf einer Anhöhe und haben beste Sicht auf das Geschehen im Lokal.

Mit dem Fox eröffnete Westspiel bereits die dritte Neuheit in Dortmund. Erst kürzlich wurde das Restaurant Syght eingeweiht – zeitgleich mit dem generalüberholten Palmgarden. Dessen Küchenchef Michael Dyllong bekommt gerade viel zu tun. Mit seinem Team kocht er das Drei-Gänge-Menü für Bernhard Paul und seinen Circus Roncalli. Denn der gastiert gleich für zwei Monate mit einer neuen Dinnershow im Haus. „Wir verwandelt die Hohensyburg zum multifunktionalen Ausgehtempel und stärken unsere Angebote außerhalb des Spielbetriebs“, erklärt Lippert. Dass Westspiel damit eigentlich genau das Gegenteil macht, ist vielleicht die Erklärung für diese Dynamik. Besucher werden massenweise in das Gebäude gelockt und sind sie schon einmal da, ist der Abstecher an den Roulettetisch obligatorisch. Nicht umsonst wurden „ganz nebenbei“ die Spielflächen vergrößert, neue Automaten und Jackpotanlagen angeschafft sowie der komplette Eingangsbereich im Stile eines Grand Hotels renoviert. Im Grunde nichts Neues: Es ist das alte Las-Vegas-Konzept, womit Westspiel das Haus auf Vordermann bringt. Neu daran ist, dass man es selten mit einer solchen Wucht getan hat.

Westspiel hat turbulente Monate hinter sich. Ein Pressegewitter mit Skandalen und politischen Diskussionen prasselte auf das Unternehmen ein. Offensichtlich scheint man sich davon in der Duisburger Unternehmenszentrale gut erholt zu haben. Seit Oktober ist an der Seite von Steffen Stumpf mit Henning Thomas Graf von Schwerin ein neuer Geschäftsführer an Bord. Ein Hotelier aus dem Luxussegment, der weiß, was Gäste mögen und wie man sie umsorgt. In Dortmund dürfte er sich dieser Tage besonders wohlfühlen. Keine Frage: Westspiel startet mit der neuen Hohensyburg aktuell das wohl spannendste Spielbanken-Projekt im Lande.