Glücksspielbranche: Das Geschäft boomt

Die Glücksspielbranche boomt. Dies geht aus dem aktuellen Branchenbericht der Deutschen Spielbanken Interessen- und Arbeitsgemeinschaft (Desia) hervor, wie die WirtschaftsWoche erfahren hat.

Danach verbuchte die gesamte deutsche Glücksspielbranche 2005 Spielerträge von 12,19 Milliarden Euro und damit fast 30 Prozent mehr als 2003 (9,435 Milliarden Euro). Für das rasante Wachstum sind laut Desia-Report vor allem private Sportwettenanbieter wie bwin verantwortlich. Ihre Spieleinnahmen hätten sich innerhalb von zwei Jahren auf 1,5 Milliarden Euro verzehnfacht.

Ob der Erfolg Bestand hat, ist jedoch fraglich. Am 13. Dezember wollen die Regierungschefs der Länder einen neuen Staatsvertrag unterzeichnen, der das staatliche Glücksspielmonopol festschreibt. Danach sollen grundsätzlich nur die Länder Lotterien, Wetten, Spielbanken und sonstiges Glücksspiel veranstalten dürfen. Laut Desia-Report vervierfachten sich seit 2003 auch die Einnahmen durch Gewinnspiele in den Medien.

So sollen die deutschen TV- und Radiosender im vergangenen Jahr über zwei Milliarden Euro an Spieleinsätzen von ihren Zuschauern und Zuhörern eingenommen haben. Die staatlichen Anbieter mussten dagegen Anteilsverluste hinnehmen. 43 Prozent aller Spielerträge, also rund 5,3 Milliarden Euro, entfielen auf die staatlichen Lotterien und den Sportwettenanbieter Oddset. Automaten in Spielhallen und Gaststätten spielten 2,2 Milliarden Euro ein, die 80 deutschen Spielbanken im vergangenen Jahr insgesamt 944 Millionen Euro.

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