Ausschuss UNI-Europa Gaming tagte in San Remo

„Die Jahrestagung 2015 der UNI-Europa Spiele und Wetten der globalen Gewerkschaft Union Network fand in San Remo statt“, so Bernhard Stracke, Delegierter des Bundesarbeitskreises Spielbanken von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in diesem Ausschuss.
Union Network ist der globale Gewerkschaftsverband für Fach- und Dienstleistungsberufe. Der UNI gehören weltweit 900 Gewerkschaften in 140 Ländern an.
An der Sitzung in San Remo nahmen 40 Delegierte aus neun europäischen Ländern teil.

Das Treffen begann mit der Begrüßung des Bürgermeisters von San Remo, Herrn Alberto Biancherie, der die Stadt San Remo vorstellte und die Bedeutung der Spielbank für die Region hervorhob. Anschließend gingen der Direktor der Spielbank und der Generalsekretär der italienischen Gewerkschaft FISCAT, auf die Situation der fünf Spielbanken in Italien und insbesondere auf die Situation der Spielbank San Remo ein.

Die Vorsitzende, Pilar Rato aus Spanien, berichtete über ein erstes Gespräch zum sozialen Dialog mit Vertretern der Europäischen Spielbankenvereinigung zur Situation der Beschäftigten in dieses Sektor. Dieser Gedankenaustausch soll fortgeführt und zu einer schriftlichen Vereinbarung zum sozialen Dialog in der Spielbankenbranche führen. Als positives Beispiel wurde von Rafael Lopet-Enriquez von dem Unternehmen Codere die Vereinbarung zum sozialen Dialog mit den Gewerkschaften in Spanien in einem Vortrag vorgestellt und erläutert.

Im Anschluss folgten Berichte der Gewerkschaftsvertreter aus ihren jeweiligen Ländern. Schwerpunkt dabei war die Darstellung der Situation der Arbeitnehmer in den verschiedenen Bereichen des Glücksspieles wie Casinos, Spielhallen, Wetten und Lotterien.

Die Ausschussmitglieder beschlossen, einen Antrag zur Situation in der Glücksspielbranche an den UNI-Europa-Kongress zu stellen. Ein erster Entwurf wird in den nächsten Wochen ausgetauscht. Dabei geht es insbesondere um die Folgen des Online-Glücksspieles auf die Ertragssituation der Casinos sowie auch auf die Auswirkungen für die Beschäftigten. Die unterschiedlichen Regelungen in den europäischen Ländern machen eine gemeinsame Beschlusslage schwierig. Teilnehmer sprachen sich für ein staatlich geregeltes Onlineglücksspiel mit den notwendigen Überwachungen aus. Für Deutschland gilt immer noch, so Bernhard Stracke, ein Verbot von Glücksspielen nach dem Glücksspielstaatsvertrag, dies soll auch nach Auffassung von ver.di so bleiben. Weiterhin muss in den Spielbanken das klassische Spiel aufgewertet werden.


Im Rahmen der Konferenz hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch die Möglichkeit, sich bei einem Besuch in der Spielbank einen Einblick über das Spielangebot zu verschaffen.

V.i.S.d.P: Bernhard Stracke, ver.di Bezirk Rhein-Nahe-Hunsrück, Münsterplatz 2-6, 55116 Mainz

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