Ocean’s Eleven – kitschiges Remake einer Legende

Reinhold Schmitt
ISA-GUIDE Chefredakteur (V.i.S.d.P.)
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(rs) Licht aus. Film an. Erwartungsvolle Stille senkt sich über den überfüllten Kinosaal und dann flimmern sie über die Leinwand, das Beste was Hollywood gerade an Glamour zu bieten hat in einem Film vereint. Julia Roberts, George Clooney, Brad Pitt und Andy Garcia. Alleine dieses Staraufgebot müsste doch reichen, um den Film genialer als das Original werden zu lassen. Falsch gedacht.


Die Story ist eher seicht und schnell zusammengefasst. Der abgehalfterte Dieb und Betrüger Danny Ocean (George Clooney) wird nach 4 Jahren Gefängnis nun endlich entlassen und will noch einmal den ganz großen Coup landen. Und so sucht er sich gemeinsam mit seinem Freund (Brad Pitt) ein 11-köpfiges Spezialistenteam um drei der größten und bestbewachtesten Casinos in Las Vegas auszurauben. Dass der Besitzer (Andy Garcia) zufällig auch noch mit Oceans Ex-Frau (Julia Roberts) zusammen ist sorgt für die obligatorische Hollywood-Love-Story. Ocean ist nun gezwungen nicht nur das Sicherheitssystem zu überlisten sondern auch seine große Liebe zurückzugewinnen. Das Ende ist schon in den ersten 10 Minuten voraussehbar und lässt somit die verbleibenden 1 ½ Stunden zur Qual werden, kurz unterbrochen von wenigen Lichtblicken und dem zugegeben gut gemachten Ende.


Steven Soderberghs Remake von dem Frank Sinatra Kassenschlager ist trotz hochwertiger Starbesetzung eine Enttäuschung Natürlich sind Brad Pitt und George Clooney noch immer cool, dass man sich fragt wann sie nun am Boden festfrieren und die Herzen der Frauen stehen bleiben und Julia Roberts ist und bleibt, trotz einiger modischer Ausrutscher , der Traum aller Männer. Aber alleine davon kann ein Film nicht leben.

Jeder der den Originalfilm gesehen hat, und nun die moderne Version ansehen will empfehle ich, sich den Trailer aus dem Internet zu laden, der kostet nichts und ist bei weitem das Beste an dem Film. Am treffensten fasst wohl John Travolta in „Password:Swordfish“ den Film zusammen: „Hollywood Bosse produzieren Scheiße, absolut banale und unbrauchbare Scheiße…Nein, ich rede über miserable Schauspieler, kurzsichtige Regisseure, grauenvolle Drehbücher und oberflächliches Geschwätz, was die meisten Studios Prosa nennen.“