Boom von online-Glückspielen steigert Spielsuchtgefahr – Fehlende Regulierung verhindert auch effiziente Präventionsmaßnahmen

Deutschland sieht sich einem neuen Suchtproblem ausgesetzt – der online-Spielsucht, heißt es in der aktuellen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung http://www.faz.net. In dem Beitrag „Klick um Klick ins Unglück“ wird das Schicksal einer 38jährigen Frau geschildert, die sich mit ihrer Sucht nach online-Glücksspielen in den finanziellen und sozialen Ruin gezockt hat – und damit bei weitem kein Einzelfall mehr ist: Das Jahrbuch Sucht 2005 zum Beispiel geht von bis zu 140000 Spielsuchtgefährdeten in Deutschland aus, die zurzeit wohl meist noch nach den konventionellen Formen des Glücksspiels süchtig sind. Doch die im Internet lauernde Gefahr ist nicht zu unterschätzen: „Der Boom kommt erst noch. Denn das Stimulations- und Suchtpotential in diesen Online-Casinos ist enorm“, warnt Jürgen Trümper vom Arbeitskreis gegen Spielsucht in Unna.

Das liegt vor allem daran, das online-Gambling, wie das Zocken im Web bezeichnet wird, ein sehr dynamisch wachsender Markt speziell in Deutschland ist. Die Umsätze werden in Europa von heute rund 220 Millionen Dollar auf über sieben Milliarden Euro Umsatz in 2009 wachsen, so die britischen Marktforscher von Juniper Research http://www.juniperresearch.com in einer aktuellen Studie.

Jens Leinert http://www.leinert.com, Unternehmensberater und Autor des „Marktreport online Gambling 2005“, der für eine Spende an den Fachverband Glückspielsucht http://www.gluecksspielsucht.de/ bei Leinert downloadbar ist, prognostiziert für Deutschland in den kommenden Jahren ein jährliches Marktwachstum von 30 – 40 Prozent.

Im Zuge dieses Trends werden auch Menschen zum Glückspiel finden, die den Weg ins Kasino oder in die Daddelbude ansonsten scheuen, aber ihren Spaß daran haben, aus dem trauten Heim heraus sich der Spielleidenschaft hinzugeben. Ausserdem fällt vielen Spielern beim online-Zocken die Höhe der verspielten Einsätze nicht auf, weil diese einfach von der Kreditkarte abgebucht werden – und nicht dem sich leerenden Portemonnaie entnommen werden müssen. Auch gibt es online keine „schwarzen Listen“ von Süchtigen, die in deutschen Kasinos dank Ausweiskontrolle längst nicht mehr spielen dürften. Aus dem anfänglichen Vergnügen kann so schnell eine Sucht werden.

Glückspiel-Berater Jens Leinert schlägt daher eine systematische Regulierung des online-Spielmarktes vor: „Das Thema Spielsucht ist ein sehr kritisches Thema und sollte mit größter Sorgfalt in eine Regelung des Spielbetriebs eingebunden werden. Der Staat kann nicht der einzige Bewahrer vor der Spielsucht sein. Besser wäre eine verbindliche Regelung für alle Marktteilnehmer unter eindeutiger Berücksichtung des Spielsuchtproblems. Ein wichtiger Punkt könnte dabei die Beschränkung der Spieleinsätze auf einen Höchstbetrag sein. Aber auch ein gemeinsames Eintreten aller Wettanbieter gegen diese Spielsucht durch Aufklärung („Sind Sie spielsüchtig?“) oder entsprechende Warnhinweise auf den Spielscheinen bzw. Werbeverbote bei gefährdeten oder jugendlichen Zielgruppen könnten helfen, die Spielsucht einzudämmen.“

Leinert Consult beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit dem Internet und besitzt seine Kompetenzschwerpunkte in den Bereichen e-Payment, e-Commerce, e-Business, e-Betting und e-Marketing

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