AVN und AWI informieren Behörden in Hannover

Interessiert verfolgen die Teilnehmer den Vortrag über Manipulationsvorfälle an Geldspielgeräten
Interessiert verfolgen die Teilnehmer den Vortrag über Manipulationsvorfälle an Geldspielgeräten
Berlin/Stuttgart. Die AWI informierte in Zusammenarbeit mit dem AVN (Automaten Verband Niedersachsen e.V.) am 24. Oktober 2008 mehr als 40 Mitarbeiter von Gemeinden, Ordnungsämtern, Polizeibehörden, Kommunalverwaltungen und Landkreisen sowie aus dem niedersächsiischen Wirtschaftsministerium über den neuesten Stand der Spielverordnung und deren Umsetzung.

Schwerpunkte der Veranstaltung waren – wie schon zuvor in anderen Bundesländern – Informationen über die aktuelle Gesetzeslage, Manipulationen an Unterhaltungsgeräten mit Geldgewinnmöglichkeit durch Dritte sowie die Erläuterung der Unterschiede zwischen am Markt befindlichen reinen Unterhaltungsgeräten, nicht mehr zulässigen, so genannten „Fun-Games“ und zulässigen Unterhaltungsgeräten mit Geldgewinnmöglichkeit für den gewerblichen Bereich sowie für Gaststätten. Zu Beginn stellte der Vorsitzende des AVN, Uwe Lücker, die besondere Situation im niedersächsischen Raum dar.

Der Sicherheitsbeauftragte des Arbeitsausschuss Münzautomaten (AMA), Frank-Peter Rösner, ging in seiner Darstellung auf die praktischen Ergebnisse der Aktion „Roter Brief“ ein, indem er schilderte, wie die Branche gegen so genannte „schwarze Schafe“ vorgeht. Lutz Albrecht, von der IHK Berlin vereidigter Sachverständiger, erläuterte die Unterschiede bei Geräten nach § 6a Spielverordnung.

Fachliche Erläuterungen im Dialog - direkt am Gerät
Fachliche Erläuterungen im Dialog – direkt am Gerät
Für Einblicke der anderen Art sorgte der Sicherheitsbeauftragte eines Herstellerunternehmens, welcher anschaulich darlegte, mit welchen Problemen Automatenaufstellunternehmen in der Praxis zu kämpfen haben, wenn durch Dritte mit krimineller Energie versucht wird, Unterhaltungsautomaten mit Geldgewinnmöglichkeit „anzuzapfen“. An Fallbeispielen wurde demonstriert, auf welchen Wegen manipuliert und versucht wird, sich unrechtmäßig Kasseninhalte „anzueignen“.

Im Anschluss an den theoretischen Teil verschafften sich die Teilnehmer in der „Merkur-Spielothek“ im Zentrum von Hannover unter fachkundiger Anleitung einen Überblick über die Abläufe und Gegebenheiten vor Ort. Claudia Hecke von der Kommunikationsabteilung der Gauselmann AG stand den Fragen der Teilnehmer Rede und Antwort und trug wie alle anderen Referenten dazu bei, Vorurteile abzubauen und Fakten zu vermitteln.