DAW–Vorstandssprecher Georg Stecker: „Qualitätskriterien müssen auch bei Spielhallen gelten.“

Von rechts nach links: Georg Stecker, Sprecher des Vorstands Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V., Dr. Andreas Spengel, Mitglied der Geschäftsleitung Mastercard Deutschland, Max Müller, Chief Strategy Officer DocMorris, Dr. Alexander Bode, Bundesvorsitzender Junger Wirtschaftsrat, Fabien Nestmann, General Manager Uber Germany, Christian Struwe, Policy Lead Europe DJI Innovations, Dr. Christoph Löwer, Hauptgeschäftsführer Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V. (Foto: Wirtschaftsrat der CDU e. V.)

Von rechts nach links: Georg Stecker, Sprecher des Vorstands Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V., Dr. Andreas Spengel, Mitglied der Geschäftsleitung Mastercard Deutschland, Max Müller, Chief Strategy Officer DocMorris, Dr. Alexander Bode, Bundesvorsitzender Junger Wirtschaftsrat, Fabien Nestmann, General Manager Uber Germany, Christian Struwe, Policy Lead Europe DJI Innovations, Dr. Christoph Löwer, Hauptgeschäftsführer Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V. (Foto: Wirtschaftsrat der CDU e. V.)

Georg Stecker, Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft (DAW), begrüßt die Entscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz, Sportwettkonzessionen künftig anhand qualitativer statt quantitativer Kriterien zu vergeben. „Die Entscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz ist ein Paradigmenwechsel hin zur Qualität als Maßstab für Glücksspielregulierung“, sagt Stecker. „Umso unverständlicher ist es, dass die Länder weiterhin an den unsinnigen Mindestabständen und dem Verbot von Mehrfachkonzessionen bei Spielhallen festhalten.“ Die Länderchefs hatten auf ihrer Konferenz am 27. und 28. Oktober in Warnemünde beschlossen, die mengenmäßige Begrenzung der Konzessionen für Sportwetten aufzuheben und stattdessen qualitative Kriterien anzuwenden.

Ab dem 31. Juli 2017 dürfen Spielhallen nur noch betrieben werden, wenn sie einen Mindestabstand von bis zu 500 Metern zueinander einhalten, ungeachtet jeglicher Qualitätskriterien. „Die Absurdität der Mindestabstandsregelungen wird dadurch deutlich, dass einige Länder bei Unterschreitung des Mindestabstandes von Bestandsspielhallen sogar auslosen, welcher Betrieb schließen muss und wer überleben darf. Für die Unternehmer und deren Mitarbeiter sind diese Kündigungen aus der Lostrommel an Willkür nicht zu überbieten.“

Georg Stecker, Sprecher des Vorstands Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (Foto: Wirtschaftsrat der CDU e. V.)

Georg Stecker, Sprecher des Vorstands Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (Foto: Wirtschaftsrat der CDU e. V.)

Stecker fordert, dass auch bei den Spielhallen nicht mehr Größe und Abstand zueinander entscheiden sollten, sondern ebenfalls Qualitätskriterien: „Viele Spielhallen lassen sich heute schon freiwillig von unabhängigen TÜV-Organisationen zertifizieren“, so der Sprecher der Automatenwirtschaft weiter. „Wer das legale und spielerschützende Spiel gegenüber den zunehmenden illegalen Angeboten stärken will, sollte den richtigen Qualitätsgedanken der Sportwettregulierung auch auf die Automatenwirtschaft anwenden. Alles andere wäre systemwidrig und kontraproduktiv.“

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Ein Kommentar zu diesem Artikel

  1. Torsten Stegner
    Geschrieben am 03.11.2016 um 12:22 Uhr

    „Das spielerschützende Spiel“ – diese Formulierung von Herrn Stecker ist ja gerade zu grotesk vor dem Hintergrund, dass so wie gut jede Erhebung immer wieder dasselbe bestätigt, nämlich dass es sich bei 80-90% aller pathologischen Spieler um Automatenspieler handelt.

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