Wett-Streit: Bwin stoppt sämtliche TV-Werbung

Nachdem die Rechtmäßigkeit privater Wettanbieter nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts weiter fraglich bleibt, macht der größte Anbieter bwin nun einen Schnitt und stoppt sämtliche TV-Werbekampagnen

Keine guten Nachrichten gibt es für die deutschsprachigen hauptsächlich im Sportbereich tätigen Sender. Bwin, privater Anbieter von Sportwetten im Internet und bislang einer der größten Werbekunden in diesem Bereich, hat sämtliche Werbeaktivitäten im Fernsehen vorerst gestoppt.

Gegenüber „werben & verkaufen“ sagte der deutsche Bwin-Direktor Jörg Wacker: „Um die aktuelle Diskussion zu versachlichen, haben wir uns in Abstimmung mit unseren Werbepartnern im TV-Bereich dazu entschlossen, bis auf Weiteres keine Werbespots für Bwin im deutschen Fernsehen mehr auszustrahlen.“

Mit diesem Rückzug wolle er den „aktuell konstruktiven Dialog mit der Politik über eine Neugestaltung eines regulierten Wettbewerbs weiter fördern.“ Das Ziel sei ein Markt „mit gleichen Rahmenbedingungen für die staatlichen und privaten Sportwettenanbieter“, so Wacker.

Betroffen sind von der Entscheidung in erster Linie die Sender DSF, Eurosport, Premiere und Arena. Eine Sprecherin Arenas bedauerte gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de, mit Bwin einen guten Werbekunden zu verlieren. Negative wirtschaftliche Auswirkungen habe die Entscheidung für Arena aber nicht. Der Sender könne derzeit ohnehin mehr Werbung verkaufen, als Arena seinen Zuschauern zumuten wolle.

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