bwin-Aktien brechen nach Verhaftung von Sportingbet-Chef erneut ein

Die Aktien des heimischen Internet-Wettanbieters bwin sind im Mittagshandel an der Wiener Börse bei hohem Handelsvolumen erneut kräftig eingebrochen. Bis gegen 13:15 Uhr verloren die Titel mehr als zwölf Prozent auf 24,04 Euro abgerutscht. Um 12:05 Uhr wurde bei 22,02 Euro das bisherige Tagestief markiert.

Druck

Laut einem Marktteilnehmer stehen die Aktien der gesamten Wettanbieter-Branche unter Verkaufsdruck, nachdem publik geworden war, dass der Chef des Wettbewerbers Sportingbet in den USA verhaftet wurde. Es sei nicht auszuschließen, dass der Aktien-Kurs noch weiter sinkt. Er traue sich zu bwin derzeit keine „Empfehlung“ abzugeben.

Gangart verschärft

Die USA haben setzen ihre harte Gangart gegen die Branche der Internet-Wettanbieter fort. Der britische Online-Buchmacher Sportingbet teilte heute laut Nachrichtenagentur Reuters mit, sein Vorsitzender Peter Dicks sei am Dienstag von US-Behörden festgenommen worden. Die Mitteilung habe den gesamten Sektor in die Tiefe gezogen, die Aktien von PartyGames hätten am Vormittag 10,5 Prozent und Playtech 11,6 Prozent verloren. Sportingbet hat dagegen sofort die Handelsaussetzung beantragt und verloren bis dahin nur 1,8 Prozent. Zuvor gab Sportingbet noch bekannt, dass sie Gespräche zur Übernahme von World Gaming führen.

Verdacht

Die Festnahme von Dicks ähnelt jener des BetOnSports-Chefs David Carruthers im Juli dieses Jahres. Das Unternehmen hat von Costa Rica aus in den USA Sportwetten angeboten. Die US-Justiz hatte insgesamt elf Personen und 4 Unternehmen wegen Verdachts auf Verschwörung und Betrug im Zusammenhang mit der Annahme von Sportwetten von US-Bürgern angeklagt. (APA)

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