Ergebnis 2014 der Loterie Romande: 210 Millionen für das Gemeinwohl

Buchhalterisch gesehen stand das Jahr 2014 für die Loterie Romande im Zeichen der Stabilität. Zum Ende des Geschäftsjahres erreichte der Bruttospielertrag (BSE) CHF 388 Millionen, was einer leichten Steigerung entspricht. Der Nettogewinn bzw. der zugunsten des Gemeinwohls ausbezahlte Betrag blieb stabil und belief sich auf CHF 209,9 Millionen. Dieses gute Ergebnis erlaubt es, das hohe Unterstützungsniveau im Bereich von karitativen, kulturellen, sportlichen und umweltbezogenen Projekten beizubehalten. In einem Umfeld, in dem der Geldspielmarkt immer härter umkämpft wird, lässt sich das Ergebnis zu einem grossen Teil durch die Häufigkeit grosser Jackpots bei den Ziehungsspielen erklären, was wesentlich zur Verkaufssteigerung beigetragen hat.

Das neue Bundesgesetz über Geldspiele – dessen Entwurf 2014 in der Vernehmlassung war – wird bald im Parlament erörtert. Vor diesem Hintergrund erinnert die Loterie Romande an die Notwendigkeit, dass das neue Gesetz dem Auftrag und den Verantwortlichkeiten der Lotteriegesellschaften angemessen Rechnung trägt. Nur so können die langfristige Stabilität der zugunsten von gemeinnützigen Projekten und dem Sport verteilten Gewinne gesichert werden.

Die Loterie Romande hat am Dienstag im Haus des Internationalen Sports (MSI) in Lausanne ihre jährliche Presskonferenz abgehalten und unter der Leitung von Präsident Jean-Pierre Beuret sowie in Anwesenheit von Generaldirektor Jean-Luc Moner-Banet und der Präsidentin der Konferenz der Präsidenten der Verteilorgane (CPOR), Anne-Marie Maillefer, das Geschäftsergebnis 2014 bekannt gegeben.

Stabiles Ergebnis

2014 erreichte der Bruttospielertrag (BSE), d.h. die Einsätze abzüglich der an die Spielenden ausbezahlten Gewinne, CHF 388 Millionen, was gegenüber dem Vorjahr einen leichten Anstieg bedeutet (+2,6 %). Dieses Ergebnis ist vor allem auf die Häufigkeit grosser Jackpots bei den Ziehungsspielen Swiss Lotto und Euro Millions zurückzuführen, was wesentlich zur Verkaufssteigerung beigetragen hat.

Der Nettogewinn beläuft sich auf CHF 209,9 Millionen. Dieser Betrag, der den kantonalen Gewinnverteilungsorganen der Loterie Romande und dem Sport ausbezahlt wird, ist gegenüber dem Vorjahr auf stabilen CHF 206 Millionen geblieben. Die Bilanz ist angesichts der wachsenden Konkurrenz im Geldspielsektor, vor allem im Zusammenhang mit der Aktivität von illegalen Spielbetreibern im Internet, positiv.

Die Loterie Romande beschäftigt per 1. Januar 2015 280 Mitarbeitende und hat 2014 zuhanden der 2’650 Westschweizer Depositäre CHF 71,9 Millionen Kommissionen für den Vertrieb der Spiele ausbezahlt. Dadurch trägt sie wesentlich zur Geschäftstätigkeit von Nahversorgungsbetrieben (Kioske, Cafés und Restaurants) in den urbanen Zentren, Agglomerationen und Dörfern bei. Gewinnverteilung

Rund 3’000 Stiftungen und gemeinnützige Institutionen haben 2014 von der Unterstützung der Loterie Romande profitiert. Pro Tag wurden durchschnittlich über CHF 500’000.- an karitative, kulturelle und sportliche Westschweizer Werke ausbezahlt.

Nach Abzug eines Betrags von CHF 3,8 Millionen für die Association pour le développement de l’élevage et des courses (ADEC) verteilt sich der Nettogewinn 2014 wie folgt: 5/6 bzw. CHF 171,8 Millionen gehen an die kantonalen Verteilorgane zur Unterstützung von Projekten in den Bereichen Soziales, Kultur, Bildung, Forschung und Umwelt, 1/6 bzw. CHF 34,4 Millionen fliesst in den Sport.

Wie in der Vergangenheit bezahlte die Loterie Romande auch eine Abgabe von 0,5 % des BSE bzw. einen Betrag von CHF 1,94 Millionen für die Prävention und Bekämpfung der Spielsucht.

ISO-Zertifizierung und verantwortungsvolles Spiel

Die Loterie Romande ist seit 2009 mit der wichtigen Zertifizierung ISO 27001 ausgezeichnet. Diese garantiert gemäss den internationalen Kriterien, dass das Unternehmen im Bereich Sicherheit und Risikomanagement die bestmöglichen Verfahren anwendet. Nachdem die Zertifizierung 2012 für die Dauer von drei Jahren erneuert worden war, wurde die Loterie Romande im April 2015 erfolgreich rezertifiziert. Im Zusammenhang mit den Aktivitäten der Loterie Romande bestätigt die Zertifizierung ISO 27001 die Billigkeit und Qualität der angebotenen Spiele.

Die Loterie Romande verfügt auch über die höchsten Zertifizierungen im Bereich des verantwortungsvollen Spiels, die von der Dachorganisation der europäischen Lotteriegesellschaften (European Lotteries) und vom Weltlotterieverband (World Lottery Association) herausgegeben werden. Diese Zertifizierungen zeugen vom konstanten Engagement zugunsten der Prävention und Bekämpfung der Spielsucht. Die Loterie Romande organisiert in diesem Zusammenhang interaktive Schulungen, die für alle Depositäre und Mitarbeitenden des Unternehmens obligatorisch sind. 2014 wurden die Schulung aktualisiert, sodass die Loterie Romande ihre Mitarbeitenden und das Vertriebsnetz in Bezug auf das verantwortungsvolle Spiel rezertifizieren konnte.

Neues Geldspielgesetz

Am 30. April 2014 hat der Bundesrat den Entwurf des neuen Geldspielgesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Die Ergebnisse dieser Vernehmlassung werden im überarbeiteten Gesetzesentwurf berücksichtigt. Dieser wird im Herbst vom Bundesrat beraten, bevor er dem Parlament unterbreitet wird. Die Loterie Romande weist in diesem Zusammenhang erneut auf die Notwendigkeit hin, das Gleichgewicht und die Homogenität des Vernehmlassungsentwurfes, der von allen betroffenen Akteuren ausgearbeitet wurde und in Bezug auf sensible Bereiche zufriedenstellende Kompromisse bietet, nicht zu beeinträchtigen.

In einem immer härter umkämpften Markt muss das neue Geldspielgesetz den Lotteriegesellschaften erlauben, attraktive, innovative und sozial verantwortliche Spiele anzubieten, damit die Stabilität der an kulturelle, soziale und sportliche Institutionen und Projekte ausbezahlten Gewinne langfristig gewährleistet ist.

Kontakte: Jean-Pierre Beuret, Präsident, 079 332 01 00 Jean-Luc Moner-Banet, Generaldirektor, 079 310 78 69

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