SpoBiS 2013: Vertreter aus Industrie, Lotto, Politik und DFL sprechen sich einstimmig für Marktöffnung bei Sportwetten aus

Düsseldorf (ots)
Auf dem SpoBiS 2013, Europas größtem Sportwirtschafts-Kongress, haben heute Vertreter aus Industrie, Lotto, Politik und DFL die aktuelle Situation der Glücksspielregulierung in Deutschland diskutiert. Es bestand Einigkeit, dass eine marktkonforme Öffnung des Sportwettenmarktes die einzige Lösung sein wird, die Regulierungsziele der Länder, den Schwarzmarkt einzudämmen und die Einsätze hin zu legalen Anbietern zu lenken, zu erreichen. Nach aktuellen Zahlen wurden in Deutschland im letzten halben Jahr rund 80 Mio. Abgaben von Sportwettenanbietern an die Länder gezahlt. Da die Abgabe 5 Prozent beträgt, bedeutet dies, dass für rund 3,2 Milliarden Umsätze Abgaben abgeführt wurden. Der Gesamtmarkt wird jedoch auf einen mehr als doppelt so hohen Umsatz geschätzt. Nach neuer Rechtslage seit Juli 2012 müssen alle Anbieter, unabhängig davon, ob sie eine Zulassung haben, 5 Prozent Abgabe auf ihre Sportwettenumsätze zahlen.

Hans-Jörn Arp, CDU-Landtagsabgeordneter in Kiel und einer der Mitinitiatoren des Schleswig-Holsteinischen Glücksspielgesetzes, schätzte das jährliche Abgabepotenzial der Länder aus der Sportwette auf 200 Mio. Euro. Weitere jährliche Abgaben in ähnliche Höhe könnten aus der Casino- und Pokerregulierung erzielt werden, wenn die übrigen Länder dem Modell des Schleswig-Holsteinischen Glücksspielgesetzes folgen würden. Dieses Potenzial würde durch den neuen E-15-Staatsvertrag nicht gehoben. Danach würde dem Sport weniger Mittel zufließen und würden große Teiles des Glücksspielmarktes im unregulierten Schwarzmarkt verbleiben. Arp zeigt sich daher zuversichtlich, dass sich auf Strecke letztlich das ursprüngliche Schleswig-Holsteinische Regulierungsmodell in Deutschland durchsetzen werde.

Jörg Wacker, Direktor bwin e.K. unterstrich, dass die Veranstalter keinerlei Planungssicherheit in Deutschland bekommen hätten. Der neue Staatsvertrag liege bereits zur Überprüfung beim Europäischen Gerichtshof, Regulierungsanforderungen aus europäischen Lizenzen, Schleswig-Holstein und dem neuen E-15-Staatsvertrag wären höchst unterschiedlich. Wacker machte klar, dass Veranstalter, die nach dem neuen Glücksspielstaatsvertrag zukünftig Konzessionen in Deutschland bekommen werden, auf Grundlage des Glücksspielstaatsvertrags nicht wettbewerbsfähig im Markt sein werden. Dem ständen zu hohe Abgaben, Limits oder etwa Einschränkungen bei der Livewette entgegen. Als Folge würden die Konzessionsnehmer Kunden an Schwarzmarktanbieter verlieren, die ohne diese Restriktionen attraktivere Quoten und Produkte anbieten könnten. Mit diesem Regulierungsmodell werde der Staat den Schwarzmarkt nicht in den Griff bekommen.

Theo Gossner, Geschäftsführer von Westlotto, sprach sich ebenfalls für eine Marktöffnung bei der Sportwette aus und räumte ein, dass in der bisherigen Regulierung der Schwarzmarkt überhand genommen hätte. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit, im Lotteriebereich das staatliche Monopol aufrechtzuerhalten.

Dr. Holger Blask, Leitender Justiziar der DFL, zeigte sich mit dem Umstand, dass zur Zeit Abgaben gezahlt würden und für den E-15-Staatsvertrag zahlreiche Konzessionsanträge vorliegen, schon sehr zufrieden. Es beginne, ein Markt zu entstehen, das sei weit mehr, als noch vor kurzem vermutet worden sei. Er erwarte, dass rechtliche Auseinandersetzungen den Markt weiter entwickeln würden.

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