Tiefrote Zahlen in der Wiesbadener Spielbank – Geschäftsmann räumt rund 1,5 Millionen Euro ab

Wiesbaden – Seit gut einer Woche sieht man die Spielbank-Geschäftsführer Klaus Gülker und Thomas von Stenglin mit sorgenvollen Mienen durchs Kurhaus gehen. Grund dafür ist ein Geschäftsmann aus dem Nahen Osten, der in den letzten Tagen sage und schreibe rund 1,5 Millionen Euro beim Roulette gewonnen hat.

In schöner Regelmäßigkeit räumt der 50-jährige hohe Summen ab. Dass er dabei auch mal das Maximum von 1.000 Euro auf seine Lieblingszahlen setzt, versteht sich von selbst. Ein Highlight natürlich auch für die umstehenden Gäste und die Croupiers, die solche Spielweise und die entsprechenden Gewinnauszahlungen auch nicht jeden Tag erleben.

Sogar Beifall wird geklatscht in den sonst so ruhigen, ehrwürdigen Hallen des Casinos. „Ich weiß nicht, ob ich mir wünschen soll, dass der Gast wieder kommt oder nicht. Einerseits hoffe ich natürlich, dass wir ein bisschen von dem Geld, was wir schon ausbezahlt haben, zurück bekommen. Andererseits – uns so ist das eben in unserer Branche – kann er ja auch weiter gewinnen.“

„Selbst beim Bargeldnachschub haben wir schon Probleme bekommen. Die ansässigen Banken sind leider nicht in der Lage, uns mit ausreichenden Beständen zu versorgen. Geschweige denn, uns mit großen Scheinen zu beliefern. Stellen Sie sich vor, er möchte seinen Gewinn beim nächsten Mal in Cash ausbezahlt bekommen und wir müssen ihm 10er- und 20er-Scheine geben!“, so der Kommentar von Casino-Chef Klaus Gülker. Bleibt abzuwarten, wie sich die Geschichte weiter entwickelt. Hoffen wir, dass es nicht eines Tages heißt: „Die Bank ist gesprengt!“

Kerstin Peterson, Marketing & Öffentlichkeitsarbeit