Spielbank Wiesbaden: Pokern am Limit: Sechs Turniertische, sieben (!) Cashtables, 180 Pokerbegeisterte

Am Sonntag, dem 2. Oktober, dem Tag vor dem Feiertag, wurden die Pokertische des Wiesbadener Casinos regelrecht überrollt. Die sechzig Plätze des € 75 Turniers waren seit Tagen ausgebucht und auch der Ansturm auf die Cashtables war rekordverdächtig. Bereits am Nachmittag waren die beiden PokerPro-Tische im neuen Automatenspiel gut bespielt und in der Pokerarena liefen vor dem Turnierstart um 20 Uhr schon zwei prallvolle Cashtables. Mit jedem aufgelösten Turniertisch erhöhte sich deren Anzahl und um 22 Uhr standen volle fünf Tische in der Pokerarena und zusätzlich die beiden PokerPro-Tische im Automatenspiel unter Starkstrom.

Aber auch an den beiden turnierfreien Tagen davor, dem Freitag und Samstag, war der Andrang aufs Cashgame wieder beachtlich gewesen. Im Klassischen Spiel hatten die Pokerbegeisterten jeweils vier Tische und im neuen Automatenspiel jeweils beide PokerPro-Tische bis 4 Uhr morgens in Beschlag genommen.

Am Finaltisch des Sonntagsturniers wurde dann das Drama „Aufstieg und Fall des Wolfgang Werft“ gegeben. Wolfgang Werft hatte den Finaltisch mit Müh’ und Not als Small Stack erreicht, konnte dort aber seinen späteren Heads-Up-Gegner, der namentlich nicht genannt werden möchte, in einem einzigen Spiel um eben mal 30.000 Chips erleichtern. Da ging’s ihm schon wieder deutlich besser. Und in einem der folgenden Spiele nahm er in einer Hand gleich zwei Spieler vom Tisch. Jetzt war kein Halten mehr und die Chips kannten nur noch eine Richtung. Nachdem sich Steffen Hornung auf dem dritten Platz verabschiedet hatte, saß Wolfgang Werft mit 160.000 Chips seinem Heads-Up-Gegner mit dessen gerade einmal lächerlichen 20.000 Chips gegenüber. Goliath gegen David, eigentlich eine klare Angelegenheit. Aber David ließ sich durch die Übermacht nicht entmutigen und kämpfte sich Chip für Chip in die Partie zurück. Nachdem er mit A-K Wolfgang Werft auf einen Schlag weitere 60.000 Chips abgenommen hatte, dämmerte diesem, dass sich der sicher geglaubte Sieg gerade von ihm verabschiedete und um 1:40 Uhr war Goliath tatsächlich von David besiegt.

Dass dann von den fünf Cashtables in der Arena noch satte vier bis 3 Uhr, drei bis 3:30 Uhr und die beiden PokerPros im neuen Automatenspiel sogar bis 4 Uhr liefen, ist selbst für Wiesbadener Verhältnisse bemerkenswert.

Spielbank Wiesbaden – mehr Poker geht nicht in Rhein-Main!

Die Gewinner des Turniers am Sonntag, dem 02.10.2011:

1. NN1.570,-
2. Wolfgang Werft (D)990,-
3. Steffen Hornung (D)680,-
4. Hans Krüger (D)500,-
5. Achim Bund (D)400,-
6. Thomas Fieger (D)360,-
Der Zweitplatzierte Wolfgang Werft
Der Zweitplatzierte Wolfgang Werft
Die Pokernacht in Zahlen:
  • 150 Pokergäste im Klassischen Spiel,
  • 30 Pokergäste im neuen Automatenspiel
  • 60 Turnierspieler
  • 6 Turniertische
  • 20:00 Uhr Turnierstart
  • 75 € Texas Hold’em, Freeze-Out
  • 4.500 Preisgeldpool
  • 5 Cash-Tables im Klassischen Spiel mit Blinds 2/4
  • 2 PokerPro-Tische im neuen Automatenspiel
Turnierleiterin: Stella Bette