Spielbank Wiesbaden: Turnier für Langatmige

Auch gestern, am Mittwoch, dem 29.12. ist das Casino nicht zum Lungenfachklinik geworden, aber die Langatmigkeit war Programm. Zwischen den Jahren wollte Jung und Alt noch einmal den Poker-Atem spüren – oder so ähnlich. Jedenfalls nahmen Familien, Gruppen und Singles gleichermaßen am Turnier teil. Nicht zu vergessen eine Gruppe Gehörloser, die sich alljährlich mindestens ein Turnier in Wiesbaden gönnt.

Die Cashgamer warteten auf Tische und Plätze, die Turnierspieler mit Geduld auf ihre Chance. Das hatte streckenweise nicht mehr viel damit zu tun, auf gute Hände zu warten, nein, es sollten nur noch die allerbesten Hände sein, mit denen man ins Spiel einstieg. Nun ja, das lässt sich eine gewisse Zeit aushalten, aber nach drei Stunden Final-Table wird man auch in Wiesbaden durch die Blinds ins Spiel gezwungen. An der Rail waren die üblichen Sprüche zu hören, allerdings auch eine Bemerkung, die die gestrige Spielweise hervorragend spiegelte: „Wenn ich bei 3000/6000er Blinds im Heads-Up mal König Dame wegwerfe, will ich bundesweit gesperrt werden!“ – denn genau das hatte man in diesem Moment beobachten können.

Schon mit noch fünf Finalisten bot Patrick Weber erstmals einen Deal an, der lächelnd abgelehnt wurde. Das Angebot wiederholte er noch zweimal im Laufe der nächsten Stunde – stets ohne Erfolg. Man sollte den Chipleader nicht so abtun. P.W. entschied sich im weiteren Verlauf zu diversen All-Ins, die ihm zunächst immer nur die Blinds einbrachten, bis den Kontrahenten langsam die Luft ausging. Mit einem guten Gefühl für die jeweilige Situation ließ er die Gegner sich zunächst gegenseitig eliminieren, bevor er massiv zum Angriff überging. Und im Heads-up ging dann alles ganz schnell. So hatte sich Daniel Gorus das wohl nicht vorgestellt. Erst nahm er den halben Finaltisch aus dem Spiel, dann lief er P.W. ins Messer – natürlich nur spielerisch. Die Geschichte mit K-D mucken, das war übrigens Patrick Weber.

Also gibt es im Wiesbadener Casino am heutigen Donnerstag das letzte Turnier in diesem Jahr. Plätze gibt’s schon ein paar Tage keine mehr, demnach wird es wohl wieder ein spannender Pokerabend. Bis nachher.

Spielbank Wiesbaden – mehr Poker geht nicht in Rhein-Main!

Die Gewinner des Turniers vom Mittwoch, dem 29.12.2010:

1. Patrick Weber (D)2.100,-
2. Daniel Gorus (D)1.320,-
3. Eric Hartmann (D)900,-
4. NN660,-
5. NN540,-
6. Heinz Zimmermann (D)480,-
Späte Sieger: Patrick Weber (1) und Daniel Gorus (2)
Späte Sieger: Patrick Weber (1) und Daniel Gorus (2)
In der Poker-Hochburg Wiesbaden wird natürlich nicht nur im Klassischen Spiel begeistert gepokert, sondern auch im Automatenspiel: An den beiden PokerPro-Tischen im Automatenspiel lief die Cash-Action bis kurz vor 4:00 Uhr morgens. Der Bad-Beat-Jackpot der beiden PokerPro-Tische steht derzeit bei über 42.335,60
Euro.

Turniere im Klassischen Spiel: Im Wiesbadener Casino findet im Klassischen Spiel von Sonntag bis Donnerstag täglich ein abgeschlossenes Turnier mit in der Regel maximal 60 Teilnehmern statt:

Wer dabei sein möchte, sollte sich rechtzeitig anmelden und das geht so: Jedes der wöchentlich fünf Turniere kann über www.spielbank-wiesbaden.de von zu Hause aus gebucht werden: Einfach auf der Startseite der Homepage den Button links unten neben der Jackpot-Anzeige anklicken, gewünschte(s) Turnier(e) auswählen und das Buy-In per Kreditkarte oder Giro-Pay bezahlen. Oder aber – sofern nicht ausgebucht – bis spätestens 20.00 Uhr des jeweiligen Turniertages direkt in der Spielbank. Mit beiden Anmeldeverfahren kann man sich, wenn gewünscht, auch schon Monate im Voraus einen Turnierplatz sichern. Kommt was dazwischen – auch kein Problem: Dann wird halt umgebucht – nur rechtzeitig Bescheid geben.

Cashgame: Im Klassischen Spiel wird in Wiesbaden an allen sieben Tagen der Woche „gecasht, wobei an den Turniertagen vier bis fünf Cashtables mittlerweile Standard sind, so auch gestern: An vier voll besetzten Tischen mit Blinds 2/4 (100) und 5/10 (250) wurde bis in die frühen Morgenstunden begeistert gepokert. Aber auch an den beiden turnierfreien Tagen Freitag und Samstag wird das Cashgame immer stärker, drei Tische sind auch hier mittlerweile die Regel. Dazu kommen noch zwei PokerPro-Tische im Automatenspiel mit Blinds 1/2 und 2/4.

Beim Cashgame im Klassischen Spiel wird (außer am Profi-Montag) in der Regel mit Blinds 2/4 gepokert, mit einem Minimum Buy-In von 100 Euro und nur 2 Euro Taxe pro Pot, die aber erst ab einem Pot von 50 Euro eingehalten werden. Und natürlich gilt auch hier wie bei höheren Blinds: „No flop, no drop“. Günstiger geht’s nicht!

Die Pokernacht in Zahlen:

€ 100 Texas Hold’em No-Limit, Freeze-Out
60 Turnierspieler
6 Turniertische
6.000 Preisgeldpool
4 Cash-Tables im Klassischen Spiel mit Blinds 2/4 (100) und 5/10 (250)
2 Cash-Tables (PokerPro) im Automatenspiel (Blinds 1/2 und 2/4)
Turnierleiterin: Kristin Molnar

Das, was beim Pokern in Wiesbaden immer gilt:

Keine Entry-Fee bei allen Turnieren, 100%ige Ausschüttung aller Buy-Ins !!!
Start der Turniere: Check-In: 19:30 Uhr, Start: 20:00 Uhr
Start der Cash-Games:
im Klassischen Spiel ab 17:00 Uhr, Fr + Sa ab 19:30 Uhr
im Automatenspiel täglich ab 12:00 Uhr
Die Blinds: 1/2 (nur PokerPro), 2/4, 5/10 und höher
Günstigste Taxe bei allen CashGames im Klassischen Spiel:
Blinds 2/4: Nur 2,- pro Pot, aber erst ab 50erPot + „no flop, no drop“
Blinds 5/10 & höher: Nur 5,- pro Pot, aber erst ab 100er Pot + „no flop, no drop“