Casino Hohensyburg informiert: Daniel Kleber aus Köln gewinnt WestSpiel Poker Tour 2010

176 Teilnehmer beim Finale in Dortmund

Dortmund, 20. Dezember 2010. Seit Freitag hatten 176 Teilnehmer in dramatischen Partien um Sieg und Preise der WPT gekämpft. Gegen 21:00 Uhr am gestrigen Sonntag saßen sich nur noch zwei Duellanten am Pokertisch gegenüber: der Kölner Daniel Kleber und der Dortmunder „Mr. Bond“. Klebers Chipstack türmte sich doppelt so hoch wie der seines Gegners. Zum finalen Heads-up sollte es dabei nicht mehr kommen – die beiden einigten sich und zeigten sich hochzufrieden.

WPT-Projektleiter Jochen Braun (rechts) wünscht dem diesjährigen Turniersieger Daniel Kleber allzeit gute Fahrt mit seinem neuen Porsche Boxster Spyder.
WPT-Projektleiter Jochen Braun (rechts) wünscht dem diesjährigen Turniersieger Daniel Kleber allzeit gute Fahrt mit seinem neuen Porsche Boxster Spyder.
Stolzer Besitzer des nagelneuen Porsche Boxter Spyder ist nach dem dreitägigen, äußerst intensiven Turniermarathon verdientermaßen der 34-Jährige Daniel Kleber. „Jetzt habe ich ein Luxusproblem“, schmunzelte der Sieger, „ich muss in der Nähe meiner Wohnung eine Garage suchen“. Der junge Versicherungsmakler hat es im dritten Anlauf aufs Siegertreppchen der WPT geschafft. 2007 belegte er bei der Tour einen respektablen achten Platz, 2008 dagegen schied er beim Finale als erster aus – „mit Pocket-Assen“, seufzt Kleber noch heute. Und dieses Jahr sollte es am ersten Finaltag ein Deja-vu-Erlebnis geben, wieder mit Pocket-Assen in einer der ersten Hände. „Doch diesmal hielten die Asse, von da an konnte ich befreit aufspielen.“

Der Zweitplatzierte „Mr. Bond“, der am Tisch nur auf seinen Künstlernamen hörte, zeigte sich am Ende genauso strahlend wie der Turniersieger. „Mit diesem Triumph habe ich nicht gerechnet“, so der Ingenieur der Luft- und Raumfahrttechnik. „Am zweiten Tag wäre ich fast nicht mehr erschienen, so aussichtslos lag ich mit meinem Stack hinten“. Gut, dass er dennoch kam: „Mr. Bond“ konnte seine Erfahrung aus vielen Live-Turnieren geschickt ausspielen und nach und nach Boden gutmachen. Der extrovertierte Dortmunder hat nur noch eine größere Leidenschaft als Poker, nämlich Baccara.

Der dritte Hauptpreis, eine 91-PS-starke Harley Davidson XR 1200, ging an den Essener Dirk Koch. Der 47-jährige Straßenbaumeister hat zwar einen Motorradführerschein, aber seit Jahren keine Maschine mehr. „Jetzt geht’s natürlich wieder auf die Straße“, freute sich Koch, „das Auto hätte ich vielleicht verkauft, aber die Harley niemals.“ Koch hatte sich mit intensiver Fachlektüre auf das Turnier vorbereitet. „Es bringt eine Menge, sich mit der Theorie des Spiels zu beschäftigen, gerade bei einem so gut besetzten Turnier.“
Alle drei Sieger lobten die hohe Spielqualität an den Tischen, „es wurde kaum gegambelt.“
Das konnte auch der Rendsburger Sebastian Dibwoski bestätigen, der als Vierter knapp das Treppchen verpasste, aber mit einer schicken Rolex Daytona am Handgelenk hochzufrieden aus dem Turnier ging: „Meine allererste WPT-Teilnahme – und gleich vorne dabei!“

Zusätzlich zu den vier Hauptpreisen gab es für die Platzierungen 5 bis 18 noch Geldpreise.

Die Platzierungen der ersten neun lauten wie folgt:

Daniel Kleber, Porsche Boxster Spyder
„Mr. Bond“, Can-Am Spyder
Dirk Koch, Harley Davidson XR 1200
Sebastian Dibowski, Rolex Daytona Stahl
Jan George, 5.000 Euro
Markus Vermaat, 4.500 Euro
Murat Özkurt, 4.200 Euro
Jörg Schiffer, 4.000 Euro
Klaus Kessing, 3.800 Euro

„Wir sind sehr zufrieden“, zog WPT-Projektleiter Jochen Braun Bilanz. „Wir hatten beim Finale fast genauso viele Teilnehmer wie im Vorjahr, trotz extrem schlechter Wetterbedingungen und schwieriger Anreise für viele Spieler. Die Struktur des Turniers und die Preise kamen prima an; das Spiel-Niveau der Teilnehmer war dieses Jahr sehr hoch. Eine besondere Anerkennung gebührt allen Beteiligten vor Ort. Die Gastronomie wurde wieder einmal ihrem hervorragenden Ruf gerecht, und das Projekt-Team sorgte für eine reibungslose Organisation, von den Hotelbuchungen bis zur Betreuung vor Ort.“