Spielbank Wiesbaden: Aus dem Tagebuch des Turnier-Direktors: X-Mas Poker Festival, Tag 6 – das Chill-Out

Wenn man Chill-Out ins Deutsche übersetzt, bedeutet das soviel wie „abkühlen“… Naja – Abkühlung hatten wir ja genug die letzten Tage, allerdings versprach der Wetterbericht „mäßigen“ Schneefall… und was bitte bedeutet „mäßig“?

Beim Frühstück blieb mir am gestrigen Sonntag, dem 19.12., fast die Semmel im Hals stecken als ich aus dem Fenster schaute und die dicken Flocken aus dem Himmel fallen sah. Mein Alptraum „Petra“ hatte ihre eisigen Finger nach unserem Sonntagsevent ausgestreckt. Das Turnier war zwar seit Tagen ausgebucht, aber mit wie vielen Absagen musste ich rechnen? Am Besten mach’ ich mein Handy aus und halte es wie die drei Affen: nix sehen, nix hören, nix reden. Aber mit dieser Vogel-Strauß-Politik käme ich auch nicht weiter, also harrte ich der Dinge, die da kommen sollten.

Ab elf hatte mein Handy „zu tun“, aber keine Absage… weit gefehlt, Anfragen, ob noch „was geht“. Respekt, ich muss an dieser Stelle unseren Stammspielern für ihre Treue danken, denn ohne sie wäre dieser Event – „Nichts“.

Nachmittags waren alle Teilnehmer und solche, die es noch werden wollten, bis auf wenige Ausnahmen pünktlich. Es gab schon eine Warteliste von 14 Spielern. Also erweiterte ich kurzerhand auf 7 Tische, so dass letztendlich 69 Spieler am Turnier teilnahmen. Warum nur 69? Weiß ich auch nicht.

Dieses Sonntags-Deep-Stack… Das mach ich jetzt öfter mal, das setz’ ich ganz oben auf meine Neuerungsliste für 2011! Ein schöner langer Abend würde es werden, dass war mir klar. Zumindest der Final-Table mit einem Average von knapp 70.000 Chips.

Aber auch das „tiefste“ Turnier geht irgendwann zu Ende. Bemerkenswert war das Pech von A., dessen favorisierte Hände in der heißen Phase allesamt „abgekocht“ wurden. Das war bitter anzuschauen.

Die letzte drei einigten sich auf einen Deal, etwas überraschend, aber nicht unverdient war Professor Priese einer der Siegreichen Drei. Die Freude war ihm anzusehen, Glückwunsch von meiner Seite, ihre Studenten werden stolz auf sie sein.

So, die Schlacht ist geschlagen. Zeit dieses Tagebuch zu schließen. Als kleines Fazit: Vom Wetter gebeutelt sind wir trotzdem mit einem blauen Auge davon gekommen und ich denke, es war für alle es eine angenehme und spannende Woche. Mein Dank gilt nicht nur allen Teilnehmern, sondern auch meinem Pokerteam. Ich wünsche Allen ein friedvolles Weihnachtsfest und ein erfolgreiches 2011!

Und übrigens – mit „Petra“ hab’ ich Schluss gemacht.

Am heutigen Montag, dem 20.12. geht es sozusagen mit einem „normalen“ Montags-Turnier weiter. Angesagt ist ein 300,- Euro NL Hold’em. Noch sind Plätze frei, es schneit auch nicht mehr…

Spielbank Wiesbaden – mehr Poker geht nicht in Rhein-Main!

Die Gewinner des Turniers vom Sonntag, dem 19.12.2010:

1. Lutz Priese (D)8.290,- Deal
2. Heiko Beilhardt (D)8.290,- Deal
3. NN5.500,- Deal
4. Paul X. (D)3.110,-
5. NN2.410,-
6. Frank Fingerle (D)2.070,-
7. Simon Potens (D)1.730,-
8. Jens Weyerhäuser (D)1.380,-
9. NN1.030,-
10. Josef Spindler (D)690,-
Heiko Beilhardt (2) und Lutz Priese (1)
Heiko Beilhardt (2) und Lutz Priese (1)
In der Poker-Hochburg Wiesbaden wird natürlich nicht nur im Klassischen Spiel begeistert gepokert, sondern auch im Automatenspiel: An den beiden PokerPro-Tischen im Automatenspiel lief die Cash-Action bis kurz vor 4:00 Uhr morgens. Der Bad-Beat-Jackpot der beiden PokerPro-Tische steht derzeit bei 40.053,35 Euro.

Turniere im Klassischen Spiel: Im Wiesbadener Casino findet im Klassischen Spiel von Sonntag bis Donnerstag täglich ein abgeschlossenes Turnier mit in der Regel maximal 60 Teilnehmern statt:

Wer dabei sein möchte, sollte sich rechtzeitig anmelden und das geht so: Jedes der wöchentlich fünf Turniere kann über www.spielbank-wiesbaden.de von zu Hause aus gebucht werden: Einfach auf der Startseite der Homepage den Button links unten neben der Jackpot-Anzeige anklicken, gewünschte(s) Turnier(e) auswählen und das Buy-In per Kreditkarte oder Giro-Pay bezahlen. Oder aber – sofern nicht ausgebucht – bis spätestens 20.00 Uhr des jeweiligen Turniertages direkt in der Spielbank. Mit beiden Anmeldeverfahren kann man sich, wenn gewünscht, auch schon Monate im Voraus einen Turnierplatz sichern. Kommt was dazwischen – auch kein Problem: Dann wird halt umgebucht – nur rechtzeitig Bescheid geben.

Cashgame: Im Klassischen Spiel wird in Wiesbaden an allen sieben Tagen der Woche „gecasht, wobei an den Turniertagen vier bis fünf Cashtables mittlerweile Standard sind, so auch gestern: An drei voll besetzten Tischen mit Blinds 5/10 und 10/10 (250) wurde bis in die frühen Morgenstunden begeistert gepokert. Aber auch an den beiden turnierfreien Tagen Freitag und Samstag wird das Cashgame immer stärker, drei Tische sind auch hier mittlerweile die Regel. Dazu kommen noch zwei PokerPro-Tische im Automatenspiel mit Blinds 1/2 und 2/4.

Beim Cashgame im Klassischen Spiel wird (außer am Profi-Montag) in der Regel mit Blinds 2/4 gepokert, mit einem Minimum Buy-In von 100 Euro und nur 2 Euro Taxe pro Pot, die aber erst ab einem Pot von 50 Euro eingehalten werden. Und natürlich gilt auch hier wie bei höheren Blinds: „No flop, no drop“. Günstiger geht’s nicht!

Die Pokernacht in Zahlen:

€ 500 Texas Hold’em No-Limit, Freeze-Out
69 Turnierspieler
7 Turniertische
34.500 Preisgeldpool
3 Cash-Tables im Klassischen Spiel mit Blinds 5/10 (250)
2 Cash-Tables (PokerPro) im Automatenspiel (Blinds 1/2 und 2/4)
Turnierleiter: Sebastian Richter

Das, was beim Pokern in Wiesbaden immer gilt:

Keine Entry-Fee bei allen Turnieren, 100%ige Ausschüttung aller Buy-Ins !!!
Start der Turniere: Check-In: 19:30 Uhr, Start: 20:00 Uhr
Start der Cash-Games:
im Klassischen Spiel ab 17:00 Uhr, Fr + Sa ab 19:30 Uhr
im Automatenspiel täglich ab 12:00 Uhr
Die Blinds: 1/2 (nur PokerPro), 2/4, 5/10 und höher
Günstigste Taxe bei allen CashGames im Klassischen Spiel:
Blinds 2/4: Nur 2,- pro Pot, aber erst ab 50erPot + „no flop, no drop“
Blinds 5/10 & höher: Nur 5,- pro Pot, aber erst ab 100er Pot + „no flop, no drop“