Spielbank Wiesbaden: Aus dem Tagebuch des Turnier-Direktors: X-Mas Poker Festival, Tag 3 – Something different

Nachdem meine Pokercrew das „Warming-Up“ an den ersten beiden Festival-Tagen erfolgreich und ohne nennenswerte Zwischenfälle absolviert hat, schaue ich mit etwas Sorgen auf den Rest der Woche. Gestern, am Mittwoch, dem 15. Dezember stand ja mein Sorgenkind auf dem Turnierplan „Round-Per-Round“…, eine Mischung aus Texas Hold’em und Omaha Hold’em. Den Nachmittag hatte ich zur freien Verfügung, kein Pokergast rief an, was meine Erwartungen für den Abend weiter dämpfte. Um 19 Uhr im Casino angekommen, schwante mir Fürchterliches.

Und so kam es dann auch, nur 33 Spieler wollten das Mixed-Game spielen. An was lag’s? Nun, die Straßenverhältnisse sind natürlich nicht gerade berauschend, aber daran kann es wohl nicht liegen, die beiden Vortage waren ja auch restlos ausgebucht. Hatte ich die Struktur schlecht gewählt? Zuwenig Chips? Ist Omaha raus aus den Köpfen der Turnierspieler? Wie auch immer, ich denke mal, das muss ich mir an meine Fahne heften und werde mir für’s nächste Jahr etwas einfallen lassen.

Wie bereits gestern angedeutet und nach Rücksprache mit dem Turnierleiter Sebastian Richter haben wir dann den Starting-Stack auf 7.500 Chips erhöht und die Anzahl der Plätze im Geld auf fünf festgelegt. Interessant war, zu beobachten, wie die reinen „Texas-Holdem“-Spieler mit der doch sehr anderen Dynamik des Omaha Spiels umgingen, das versprach trotz der geringen Beteiligung ein interessanter (Poker-)Abend zu werden!

Als ich mich gedanklich schon wieder mit einem frühen Feierabend anfreundet hatte, belehrten mich die Wiesbadener Turniercracks aber mal wieder eines Besseren. Um 1:30 Uhr tobte der Kampf am Final-Table noch zwischen sechs Spielern hin und her (man hatte sich auf einen Bubble-Boy geeinigt’), alle waren im Geld, aber keiner wollte seinen Platz räumen. Na Prima!

Michael Ott auf seinem Weg zum Final-Table und dort zu beobachten war eine Offenbarung. Im BB mit einem komfortablen Stack von 2.500 Chips (bei Blinds 1.000/2.000) ausgestattet, ging er „gewagt“ gegen drei Spieler mit 10[key:card_spades]-4[key:card_spades] All-In gegen 10-10, 9-9 und A-D. Flop 4-8-4, dabei zwei [key:card_spades], Turn B [key:card_spades], River Blank! Michael, warst du gestern in der Kirche? Mit soviel Glück ausgestattet, kam es für niemand überraschend, dass er am Ende auf dem dritten Platz landete. Der Sieg ging an Norbert Hofmann, der ebenfalls „crippeled“ an den Final-Table gekommen war und sich im Heads-Up um kurz nach zwei gegen Sylejmon Jusaj durchsetzte. Glückwunsch und ein Gruß an die Oma! So, und jetzt ab nach Hause. Morgen, am Donnerstag, geht’s mit einem 500er TH NL mit 7.500 Chips weiter, hoffentlich kommen alle gut durch!

Spielbank Wiesbaden – mehr Poker geht nicht in Rhein-Main!

Die Gewinner des Turniers vom Mittwoch, dem 15.12.2010:

1. Norbert Hofmann (D)2.970,- Deal
2. Sylejmon Jusaj (D)2.970,- Deal
3. Michael Ott (D)1.780,-
4. Davood Mehrmand (IRN)1.290,-
5. NN890,-
Michael Ott (3) – Sylejmon Jusaj (2) – Norbert Hofmann (1)
Michael Ott (3) – Sylejmon Jusaj (2) – Norbert Hofmann (1)
In der Poker-Hochburg Wiesbaden wird natürlich nicht nur im Klassischen Spiel begeistert gepokert, sondern auch im Automatenspiel: An den beiden PokerPro-Tischen im Automatenspiel lief die Cash-Action bis kurz vor 4:00 Uhr morgens. Der Bad-Beat-Jackpot der beiden PokerPro-Tische steht derzeit bei 39.258,35 Euro.

Turniere im Klassischen Spiel: Im Wiesbadener Casino findet im Klassischen Spiel von Sonntag bis Donnerstag täglich ein abgeschlossenes Turnier mit in der Regel maximal 60 Teilnehmern statt:

Wer dabei sein möchte, sollte sich rechtzeitig anmelden und das geht so: Jedes der wöchentlich fünf Turniere kann über www.spielbank-wiesbaden.de von zu Hause aus gebucht werden: Einfach auf der Startseite der Homepage den Button links unten neben der Jackpot-Anzeige anklicken, gewünschte(s) Turnier(e) auswählen und das Buy-In per Kreditkarte oder Giro-Pay bezahlen. Oder aber – sofern nicht ausgebucht – bis spätestens 20.00 Uhr des jeweiligen Turniertages direkt in der Spielbank. Mit beiden Anmeldeverfahren kann man sich, wenn gewünscht, auch schon Monate im Voraus einen Turnierplatz sichern. Kommt was dazwischen – auch kein Problem: Dann wird halt umgebucht – nur rechtzeitig Bescheid geben.

Cashgame: Im Klassischen Spiel wird in Wiesbaden an allen sieben Tagen der Woche „gecasht, wobei an den Turniertagen vier bis fünf Cashtables mittlerweile Standard sind, so auch gestern: An drei voll besetzten Tischen mit Blinds 5/10 (250) wurde bis in die frühen Morgenstunden begeistert gepokert. Aber auch an den beiden turnierfreien Tagen Freitag und Samstag wird das Cashgame immer stärker, drei Tische sind auch hier mittlerweile die Regel. Dazu kommen noch zwei PokerPro-Tische im Automatenspiel mit Blinds 1/2 und 2/4.

Beim Cashgame im Klassischen Spiel wird (außer am Profi-Montag) in der Regel mit Blinds 2/4 gepokert, mit einem Minimum Buy-In von 100 Euro und nur 2 Euro Taxe pro Pot, die aber erst ab einem Pot von 50 Euro eingehalten werden. Und natürlich gilt auch hier wie bei höheren Blinds: „No flop, no drop“. Günstiger geht’s nicht!

Die Pokernacht in Zahlen:

€ 300 Round-Per-Round, Texas und Omaha Hold’em No-Limit, Freeze-Out
33 Turnierspieler
4 Turniertische
9.900 Preisgeldpool
3 Cash-Tables im Klassischen Spiel mit Blinds 5/10 (250)
2 Cash-Tables (PokerPro) im Automatenspiel (Blinds 1/2 und 2/4)
Turnierleiter: Sebastian Richter

Das, was beim Pokern in Wiesbaden immer gilt:

Keine Entry-Fee bei allen Turnieren, 100%ige Ausschüttung aller Buy-Ins !!!
Start der Turniere: Check-In: 19:30 Uhr, Start: 20:00 Uhr
Start der Cash-Games:
im Klassischen Spiel ab 17:00 Uhr, Fr + Sa ab 19:30 Uhr
im Automatenspiel täglich ab 12:00 Uhr
Die Blinds: 1/2 (nur PokerPro), 2/4, 5/10 und höher
Günstigste Taxe bei allen CashGames im Klassischen Spiel:
Blinds 2/4: Nur 2,- pro Pot, aber erst ab 50erPot + „no flop, no drop“
Blinds 5/10 & höher: Nur 5,- pro Pot, aber erst ab 100er Pot + „no flop, no drop“