Spielbank Wiesbaden: Aus dem Tagebuch des Turnier-Direktors: X-Mas Poker Festival, Tag 2

Die Erfahrungen der letzten Jahre als Turnierdirektor des Wiesbadener X-Mas Poker Festivals hatten mich gelehrt, dass die Nachmittage dieser Turniertage praktisch nicht zu meiner freien Verfügung stehen. Lange vor meinem eigentlichen Dienstbeginn waren viele Telefonate mit Spätentschlossenen zu führen, pausenlos musste ich noch etwas „organisieren“ und nebenbei noch die eine oder andere Cashgame-Partie zusammenstellen. Bis zum Abend hatte ich so immer schon einen halben „Arbeitstag“ hinter mir.

Am gestrigen Dienstag aber, dem 14. Dezember und Tag 2 des X-Mas Poker Festivals 2010, war Funkstille. Eine einzige krankheitsbedingte Absage, und diesen Platz hatte ich schnell wieder weiterverkauft, sonst nichts, absolut nichts! Als säße ich in einem Funkloch. Bei unserer Marketingabteilung dagegen liefen die Telefone heiß. Das Turnier war bereits frühzeitig ausgebucht und viele wollten noch einen Platz ergattern, mussten sich aber leider auf die Folgetage vertröstet lassen. Mal wieder zu lange gepokert und nicht bedacht, dass sich die Buchungslage innerhalb von wenigen Stunden dramatisch verändern kann. Naja, mir sollte mein unerwartetes „dolce far niente“ recht sein! Also gönnte ich mir einen etwas späteren „Dienstbeginn“ und nutzte den Leerlauf, um im Casino einige frühe Gäste zu begrüßen, die ich schon länger nicht gesehen hatte. So ein Schwätzchen ist ja auch mal nett.

Zu organisieren gab es so gut wie nichts mehr, die Mannschaft war aufgestellt und Sebastian Richter, der die ganze Festival-Woche als Turnierleiter fungiert, begrüßte mich mit einem saloppen „das kriegen wir schon hin“. Dein Wort in Gottes Ohr, Sepp! Um die Abwicklung mache ich mir ja keine Sorgen mehr, bei den unzähligen Turnieren, die die Wiesbaden Pokercrew über all die Jahre schon souverän absolviert hat. Mich beschäftigen eher die Unwägbarkeiten. Wird das Wetter halten? Kriegen wir unter diesen erschwerten Bedingungen auch die restlichen Turniere voll? Aber diese Dinge haben mich die letzten Jahre schon beschäftigt und wenn ich Eines daraus gelernt habe … ich kann ja sowieso nichts dran ändern!

Während sich draußen eisige Kälte über Deutschland legte, wurde in unserer Pokerarena ein Turnier mit gutem Poker, aber wenig spektakulären Händen gespielt. Zu sehen gab es daher gestern nicht so viel für mich, schade eigentlich.

Also habe ich hier noch ein wenig Akquise für die kommenden Turnier betrieben, da noch einige Anregungen aufgenommen – ja Thomas, wir werden den Starting-Stack für das morgige 300er Turnier nochmals erhöhen!

Als ich zu vorgerückter Stunde nach einem kurzen Mitternachtssnack den Spielsaal wieder betrete, werden gerade die Plätze des Final-Tables ausgelost. Hm, das verspricht ja heute einen frühen Feierabend …, dachte ich. Aber weit gefehlt! Mann, was haben die Jungs nur für eine Ausdauer, da will wohl keiner raus in die Kälte? Während sich die Lokalmatadore wie Volker Buchholz und Tino Gentile früh an die Reling verabschieden, dominiert Michael Ott für lange Zeit den Final-Tisch. Aber es waren halt noch andere sehr ernstzunehmende Gegner am Tisch! Und so musste Michael Ott als Fünfter den Tisch verlassen, trotzdem… starke Leistung!

Nach einer schier endlos währenden All-In Schlacht, der noch Jens Weyerhäuser und Thomas Kiessler zum Opfer fielen, setzte sich um halb vier Uhr morgens „Baba“ mit Glück und Geschick gegen Michiel Ros durch. Gut, dass ich ihm noch einen Platz besorgt hatte! Dann schaun mer mal, was der heutige Tag so bringt mit seinem 300er „Round per Round“, bei dem Hold’em und Omaha im Mix gespielt werden.

Spielbank Wiesbaden – mehr Poker geht nicht in Rhein-Main!

Die Gewinner des Turniers vom Dienstag, dem 14.12.2010:

1. „Baba“4.880,-
2. Michiel Ros (D)2.900,-
3. Thomas Kiessler (D)1.980,-
4. Jens Weyerhäuser (D)1.370,-
5. Michael Ott (D)1.070,-
6. Albert Ushky (D)920,-
7. NN760,-
8. Manuel Fuchs (D)610,-
9. Tino Gentile (I)450,-
10. Volker Buchholz (D)310,-
Michiel Ros (2) und „Baba“ (1)
Michiel Ros (2) und „Baba“ (1)
In der Poker-Hochburg Wiesbaden wird natürlich nicht nur im Klassischen Spiel begeistert gepokert, sondern auch im Automatenspiel: An den beiden PokerPro-Tischen im Automatenspiel lief die Cash-Action bis kurz vor 4:00 Uhr morgens. Der Bad-Beat-Jackpot der beiden PokerPro-Tische steht derzeit bei 38.936,- Euro.

Turniere im Klassischen Spiel: Im Wiesbadener Casino findet im Klassischen Spiel von Sonntag bis Donnerstag täglich ein abgeschlossenes Turnier mit in der Regel maximal 60 Teilnehmern statt:
Wer dabei sein möchte, sollte sich rechtzeitig anmelden und das geht so: Jedes der wöchentlich fünf Turniere kann über www.spielbank-wiesbaden.de von zu Hause aus gebucht werden: Einfach auf der Startseite der Homepage den Button links unten neben der Jackpot-Anzeige anklicken, gewünschte(s) Turnier(e) auswählen und das Buy-In per Kreditkarte oder Giro-Pay bezahlen. Oder aber – sofern nicht ausgebucht – bis spätestens 20.00 Uhr des jeweiligen Turniertages direkt in der Spielbank. Mit beiden Anmeldeverfahren kann man sich, wenn gewünscht, auch schon Monate im Voraus einen Turnierplatz sichern. Kommt was dazwischen – auch kein Problem: Dann wird halt umgebucht – nur rechtzeitig Bescheid geben.

Cashgame: Im Klassischen Spiel wird in Wiesbaden an allen sieben Tagen der Woche „gecasht, wobei an den Turniertagen vier bis fünf Cashtables mittlerweile Standard sind, so auch gestern: An vier voll besetzten Tischen mit Blinds 5/10 (250) und 10/10 (500) wurde bis in die frühen Morgenstunden begeistert gepokert. Aber auch an den beiden turnierfreien Tagen Freitag und Samstag wird das Cashgame immer stärker, drei Tische sind auch hier mittlerweile die Regel. Dazu kommen noch zwei PokerPro-Tische im Automatenspiel mit Blinds 1/2 und 2/4.

Beim Cashgame im Klassischen Spiel wird (außer am Profi-Montag) in der Regel mit Blinds 2/4 gepokert, mit einem Minimum Buy-In von 100 Euro und nur 2 Euro Taxe pro Pot, die aber erst ab einem Pot von 50 Euro eingehalten werden. Und natürlich gilt auch hier wie bei höheren Blinds: „No flop, no drop“. Günstiger geht’s nicht!

Die Pokernacht in Zahlen:

€ 250 Texas Hold’em No-Limit, Freeze-Out
61 Turnierspieler
6 Turniertische
15.250 Preisgeldpool
4 Cash-Tables im Klassischen Spiel mit Blinds 5/10 (250) und 10/10 (500)
2 Cash-Tables (PokerPro) im Automatenspiel (Blinds 1/2 und 2/4)
Turnierleiter: Sebastian Richter

Das, was beim Pokern in Wiesbaden immer gilt:

Keine Entry-Fee bei allen Turnieren, 100%ige Ausschüttung aller Buy-Ins !!!
Start der Turniere: Check-In: 19:30 Uhr, Start: 20:00 Uhr
Start der Cash-Games:
im Klassischen Spiel ab 17:00 Uhr, Fr + Sa ab 19:30 Uhr
im Automatenspiel täglich ab 12:00 Uhr
Die Blinds: 1/2 (nur PokerPro), 2/4, 5/10 und höher
Günstigste Taxe bei allen CashGames im Klassischen Spiel:
Blinds 2/4: Nur 2,- pro Pot, aber erst ab 50erPot + „no flop, no drop“
Blinds 5/10 & höher: Nur 5,- pro Pot, aber erst ab 100er Pot + „no flop, no drop“