Smart im Netz – zocken, liken, APPen

Im Rahmen des diesjährigen, weltweiten Safer Internet Day am 11. Februar veranstaltet die Fachstelle für Suchtprävention die Fachtagung „Smart im Netz – zocken, liken, APPen“. Rund 200 Fachleute versammeln sich am heutigen Dienstag im Rathaus Charlottenburg, um gemeinsam die Mediennutzung Heranwachsender und die damit verbundenen Risiken zu diskutieren. Neben Sozialen Netzwerken und Online-Glücksspielen liegt ein besonderes Augenmerk auf Smartphones.

Mit der Fachtagung reagiert die Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH auf aktuelle Entwicklungen (u.a. JIM-Studie 2013):

  • Mit der massiven Verbreitung von Smartphones bekommen die Bereiche Kommunikation, Information und Unterhaltung, aber auch die Mediennutzung selbst, eine neue Bedeutung
  • Die Generation der 12- bis 19-Jährigen zeichnet sich durch wenig Berührungsängste im Hinblick auf neue Medien aus
  • Auf Grundlage der sich schnell entwickelnden technischen Möglichkeiten müssen Risiken immer wieder neu beleuchtet werden – Kinder und Jugendliche sind dabei besonders schutzbedürftig

Schaut man auf die Onlinenutzung, wird deutlich, dass digitale Medien aus dem Alltag der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken und vollkommen normal sind. Einerseits sind solide Kenntnisse von z.B. Office-Programmen in der Regel Voraussetzung für berufliche Karrieren, und in Beruf und Freizeit gehört es dazu, online zu sein. Laut JIM-Studie (2013) loggen sich 77% der 12- bis 19-Jährigen täglich bzw. mehrmals pro Woche in ihren Profilen auf Sozialen Netzwerken ein. Andererseits steckt in der Möglichkeit, technisch hoch entwickelte mobile Medien immer nutzen zu können, auch ein Risiko: wann schalten wir ab? Und zwar sowohl im wörtlichen als auch im übertragene Sinn?
Durch Smartphones verstärkt sich das Phänomen „immer und überall online zu sein“. Für fast drei Viertel aller Jugendlichen ist das Smartphone ein ständiger Begleiter. Die Folge: Eltern können diese Internetnutzung ihrer Kinder nicht kontrollieren.
Die alltägliche Beratungspraxis und wissenschaftliche Studien zeigen zudem eine enge Verknüpfung von riskanter Online-Nutzung und Online-Glücksspielen, wie z.B. Online-Poker.
Während das Augenmerk der Öffentlichkeit oftmals auf Abhängigkeit und Sucht liegt, stehen Eltern und pädagogische Fachkräfte vor der Herausforderung, Kinder und Jugendliche einerseits mit digitalen Medien vertraut zu machen und Risikokompetenz zu vermitteln; andererseits die Anzeichen problematischen Konsums erkennen und darauf reagieren zu können.
Kerstin Jüngling, Geschäftsführerin der Fachstelle für Suchtprävention Berlin, betont: „Die Verunsicherung der Fachwelt darüber, ab wann wir ein Problem haben, ist inzwischen sowohl bei Eltern und Bezugspersonen als auch bei den Jugendlichen selbst angekommen. Und dabei heißt die Frage der Stunde: Was können wir tun, um kein Problem zu bekommen?“
Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales und dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin.

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