betandwin als Mitbegründer der European Betting Association (EBA)

Wie bereits im Rahmen der Regelpublizität im November vergangenen Jahres kommuniziert befindet sich die europäische Sportwett- und Glücksspielbranche im Umbruch. Ausgehend vom bahnbrechenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs im Fall Gambelli kann mittelfristig mit der verstärkten Öffnung der einzelnen nationalen Märkte für private Anbieter aus dem europäischen Binnenmarkt gerechnet werden.

Gemäß der am 6. November 2003 verkündeten EuGH Entscheidung müssen zukünftig die EU-Mitgliedstaaten gewährleisten, dass es jedem Dienstleister möglich ist, seine im Herkunftsland zugelassene Dienstleistung in anderen EU-Ländern zu erbringen, soweit die innerstaatlichen Beschränkungen nicht aus Gründen des Allgemeininteresses gerechtfertigt sind. Der Gerichtshof stellte fest, dass sich ein Mitgliedstaat nicht auf die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sozialordnung berufen kann, um einschränkende Maßnahmen zu rechtfertigen, wenn er – damit der Staatskasse Einnahmen zufließen – gleichzeitig zur Teilnahme an Lotterien, Glücksspielen oder Wetten ermuntert.

Vor diesem Hintergrund haben die Vorstände der betandwin, Norbert Teufelberger und Manfred Bodner, aktiv den Zusammenschluss von Europas führenden Online-Gaming-Anbietern in Form einer Non-Profit Organisation vorangetrieben. Für die in Brüssel ansässige Organisation fungiert Stig M. Herbern interimistisch als Generalsekretär, die Funktion des Lobbyisten übernimmt der ehemals für Ericsson tätige, in EU-Insiderkreisen hoch angesehene Torbjörn Ihre.

Diese sollen gleichermaßen die Wahrung der Interessen sowohl kunden- als auch anbieterseitig vor Ort in Brüssel vorantreiben. Zu den initialen Gründungsmitgliedern zählten neben der in Wien ansässigen BETandWIN.com Interactive Entertainment AG drei weitere führende Online-Gaming-Anbieter.

Die European Betting Association (EBA) wird aktiv

Die European Betting Association (EBA) besteht aus einem Netzwerk führender, auf privatrechtlicher Basis agierender und in Europa ansässiger Anbieter von Sportwetten und Glücksspielen über das Internet. Die EBA hat es sich zum Ziel gesetzt, unter Wahrung selbst auferlegter, hoher Qualitätsstandards für faire und einheitliche Marktzugangsbestimmungen innerhalb des Europäischen Binnenmarktes einzutreten.

Die EBA möchte einen kontinuierlichen Prozess in Gang setzen, der im Geiste der Prinzipien der Union sowohl den freien Wettbewerb und somit aus Konsumentensicht faire Preise fördert, als auch auf aktuelle rechtliche, wirtschaftliche und politische Bedürfnisse der EU eingeht. Auf dem Weg der Beratung hinsichtlich der Ausgestaltung eines entsprechenden nationalen wie EU-weit gültigen Regelwerks möchte die EBA die Verantwortung für einen gesellschaftspolitisch korrekten Umgang mit dem Thema „I-Gaming“ (dem Anbieten von Sportwett- und Glücksspielprodukten über das Internet) in Europa mit übernehmen.

Während der ungehinderte Warentransport innerhalb der EU-Binnengrenzen heute ebenso selbstverständlich geworden ist wie die Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit für EU-Bürger, sind die Sportwett- und Glücksspielmärkte in den einzelnen Mitgliedsstaaten oftmals noch so organisiert, als gäbe es kein vereintes Europa. Die geringen Gewinnausschüttungsquoten staatlicher Glücksspielmonopolbetriebe, die mit der Schutzbedürftigkeit der Bürger gerechtfertigt werden, stellen de facto eine Erhöhung der Steuerbelastung jedes Spielteilnehmers dar. Diese Art von Protektionismus hält die EBA – in Übereinstimmung mit dem Europäischen Gerichtshof – für weder zeitgemäß noch gerechtfertigt.

EBA steht für die Einhaltung ethisch-moralischer Grundsätze im Bereich I-Gaming

Die Mitglieder der EBA verpflichten sich mit ihrem Beitritt zur Einhaltung moralisch-ethischer Richtlinien hinsichtlich sämtlicher Aspekte von I-Gaming. Mittelfristig möchte die EBA diese Richtlinien als verpflichtend einzuhaltenden Industriestandard einführen. Anhand eines Qualitätssiegels soll für die Online-Konsumenten zukünftig auf den ersten Blick erkennbar sein, ob hinter der gewählten Website ein seriöser, vertrauenswürdiger I-Gaming-Anbieter steht, dessen Services in Übereinstimmung mit den EBA-Richtlinien offeriert werden.

Den verantwortungsvollen Umgang mit sogenannten „Problemspielern“ sieht die EBA ebenso als einen ihrer Zuständigkeitsbereiche an: Als Teil eines umfassenden Angebots für potenzielle Problemspieler wird unter anderem in Zusammenarbeit mit anerkannten Universitäten an der Entwicklung von Softwareprodukten zur Früherkennung von Problemspielern sowie deren nachfolgende Betreuung gearbeitet.