ISA-CASINOS Sportsponsoring – Das VfL-Märchen geht weiter

Pinneberg. Die Saison steckt zwar noch in ihren Kinderschuhen, und niemand im Lager der Basketball-Damen des VfL Pinneberg wird derzeit wohl ernsthaft vom Titelgewinn in der 1. Regionalliga träumen. Ein kleines Märchen aber haben die Korbjägerinnen aus der Kreisstadt inzwischen geschrieben: Die Tabellenführung – am ersten Spieltag mit dem Heimerfolg über Mitaufsteiger SC Alstertal-Langenhorn erobert – haben sie bis heute (25 Sonnenaufgänge später) verteidigt.

Der jüngste Coup: Am Sonnabend gewann der VfL bei der Braunschweiger BG mit 64:53 (25:27) – der dritte Sieg im dritten Spiel. Dabei hatten die Pinnebergerinnen einige „Handicaps“ zu überwinden: Erstens war der Aufsteiger ohne Topscorerin Maraike Nagel (schon 55 Punkte) angereist, zweitens hatte die dreistündige Fahrt „ein bisschen Kraft gekostet“ (VfL-Trainer Ergun Kirbiyikoglu), drittens war die BG – zuvor 2:4 Zähler – erstmals in Bestbesetzung angetreten.

„Das alles hat schon für eine gewisse Nervosität gesorgt, die wir erst spät abgelegt haben“, berichtet der VfL-Trainer. Das spiegelt sich besonders in der Freiwurfstatistik wider: Hatten die Gäste in den ersten drei Vierteln nicht mal auf Stadtliga-Niveau verwandelt (26 Prozent), so fand im Schlussabschnitt beinahe jeder Versuch sein Ziel (85 Prozent). Ähnlich – wenn auch nicht ganz so extrem – verhielt es sich bei Feldwürfen. „Wir haben zu viele einfache Chancen vergeben“, erklärt Kirbiyikoglu.

Immerhin aber hatte die BG ähnliche Probleme – weil Pinneberg gut verteidigte. Nur zu Beginn hatten die VfL-Damen Probleme mit Beate Ziener, die Braunschweigs 14:10-Viertelführung beinahe im Alleingang besorgte. Dann aber stellte Kirbiyikoglu um, und fortan legte Anna Diekmann die BG-Flügelspielerin „an die Kette“. Am Ende entschied dann die bessere Kondition zu Gunsten des VfL, der den letzten Spielabschnitt 30:17 gewann. Morgen (20.30 Uhr) geht es nun bei der Lübecker TS um den Einzug in die 2. DBBL-Pokalrunde.

VfL Pinneberg: Asmussen (15 Punkte), Paulsieg (12), Rennefeld (11), Kliewer (10), Diekmann (8), Haack, Drews, Paschelke, Remer (je 2), Funda Kirbiyikoglu (0).

Quelle: Bernd Schlüter / Pinneberger Tagblatt