Gewerbliches Geldspiel mit eingebautem Spielerschutz – ISA-GUIDE.de

Gewerbliches Geldspiel mit eingebautem Spielerschutz

Im Vergleich zu einigen Europäischen Ländern mit einer Quote von 2,2 gefährdeter Automatenspieler, bewegt sich die Quote in Deutschland mit 0,2 – 0,4 am unteren Ende der Skala. Dies zeigt, dass der Spielerschutz in Deutschland funktioniert. Die Verfechter des staatlichen Glücksspielmonopols der Länder mit ihren Spielbanken scheinen dies zu verkennen, wenn sie immer wieder auf das vermeintlich höhere Gefährdungsrisiko bei den gewerblich betriebenen Geldspielgeräten hinweisen. Fakt ist: „Einarmige Banditen“ in staatlichen Spielbanken sind bis zu siebenmal riskanter als Geldspielgeräte in gewerblichen Spielstätten.

Das Risiko krankhaften Spielens ist bei den „Einarmigen Banditen“ (Slotmachines) in den staatlichen Spielbanken mindestens siebenmal so hoch wie bei den Geldspielgeräten, die in Spiel- und Gaststätten betrieben werden. In Deutschland werden rd. 9.000 Automaten* in den Automatensälen der staatlichen Spielbanken betrieben. Einsätze und Gewinne sind bei diesen Automaten nicht geregelt und können deswegen beliebig hoch sein. Für Jackpots gelten ebenfalls keine Begrenzungen. Im Gegensatz dazu sind die Einsätze und Gewinne bei den 235.700 Geldspielgeräten** in Spiel- und Gaststätten engen gesetzlichen Regeln unterworfen. Spieler, die gerne mit hohem Risiko spielen, werden durch diese Geräte weniger angesprochen als durch die Slotmachines.

Dies hat zur Folge, dass an den Slotmachines deutlich risikoreicher gespielt wird als an den vergleichsweise harmlosen Geldspielgeräten in Spiel- und Gaststätten. Von allen in Deutschland aufgestellten Spielautomaten sind nur 3,7 Slotmachines, an ihnen spielen aber 25 der pathologischen Automatenspieler***. Somit sind mehr als siebenmal so viele pathologische Spieler an den Slotmachines anzutreffen, als dies nach ihrer tatsächlichen Verbreitung zu erwarten gewesen wäre. Noch deutlicher wird dies, wenn man die „Spielorte“ miteinander vergleicht. Slotmachines gibt es nur in 77 Automatensälen der staatlichen Spielbanken. Geldspielgeräte sind in rund 8.000 Spielstätten in Deutschland aufgestellt. Auf einhundert Spielstättenstandorte kommt ein Prozent der pathologischen Automatenspieler. Bei den Slotmachines reichen schon drei Spielbanken, um auf ein Prozent der pathologischen Automatenspieler zu treffen.

„Hier zeigt sich, wie gut es ist, dass in unsere Spielgeräte der Spielerschutz fest eingebaut ist“, kommentiert Dirk Lamprecht, Geschäftsführer der AWI, der Kommunikationsagentur der deutschen Unterhaltungsautomatenwirtschaft. Damit sind die engen „Spielregeln“ gemeint, die dem gewerblichen Unterhaltungsspiel mit Geldgewinn durch die Spielverordnung auferlegt sind. „An unseren Geräten können unsere Spielgäste kein Vermögen gewinnen, aber sie können auch keines verlieren“, so Lamprecht weiter. Die gesetzlich fixierte maximale Gewinnsumme belaufe sich auf 500 Euro pro Stunde und der tatsächliche Aufwand für das Spiel am Gerät bewege sich durchschnittlich zwischen fünf und fünfzehn Euro pro Stunde. „Wir setzen bei unseren Spielen nicht auf hohes Risiko, sondern auf spannende Unterhaltung mit überschaubarem und deswegen ungefährlichem Nervenkitzel“, sagte Lamprecht.

Qellen:

– Bundesverband der privaten Spielbanken, 2011

– ifo Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München,

Wirtschaftsentwicklung Unterhaltungsautomaten 2010 und Ausblick 2011, München,

Januar 2011, S. 13

– Stellungnahme des Instituts für Therapieforschung für die Anhörung des Ausschusses für Gesundheit, Deutscher Bundestag am 01.07.2009, Ausschussdrucksache 16 (14)0566(11);

31.304 path. Spieler an Geldspielgeräten, 10.528 path. Spieler an Slotmachines; path. Automatenspieler insg. 41.832 = 100 %;

Dies wird durch die soeben erschienene Teilveröffentlichung der sog. PAGE-Studie bestätigt, die an den Universitäten Lübeck und Greifswald durchgeführt wurde. Danach beläuft sich der Anteil der path. Spieler an Slotmachines auf 22 % an der Gesamtheit der path. Automatenspieler (s. Pressemeldung des Instituts für Epidemiologie und Sozialmedizin d. Universität Greifswald vom 02.02.2011).

Kontakt: Dirk Lamprecht, Tel.: 030 – 24 08 77 60
Berlin, 8. März 2011
AWI Automaten-Wirtschaftsverbände-Info GmbH
Grit Giebelhausen
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