Lotto informiert: Positive Entwicklung bei WestLotto im Jahr 2009

WestLotto-Geschäftsbericht 2009 erschienen

Münster, 12. August 2010 – WestLotto blickt auf ein erfreuliches Jahr 2009 zurück. Dies ist das Fazit zum heute veröffentlichten Geschäftsbericht des Unternehmens.

Die Spiele 2009 im Überblick (anklicken für größere Version)
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WestLotto schließt das Geschäftsjahr 2009 mit einem Spieleinsatz für Lotterien und Sportwetten in Höhe von rund. 1,625 Mrd. Euro ab. Im Vergleich zu 2008 ist der Umsatz damit um 7,6 % gestiegen.

Im Lotto 6aus49, dem mit über 66% Umsatzanteil stärksten Spiel des Unternehmens, sind 1.079,3 Mio. Euro erreicht worden, 8,9% mehr als in 2008. Für diesen Umsatzzuwachs von 88 Mio. Euro sind zwei Jackpots mit Gewinnsummen von zum Schluss über 30 Mio. Euro verantwortlich. Im Vorjahr 2008 hatte sich kein Jackpot über 20 Mio. Euro aufgebaut. So kletterte Lotto 6aus49 in NRW wieder über die 1 Mrd. Euro-Marke.

Auch die Zusatzlotterien Spiel 77 und Super 6, die mit rund 23% zum Gesamtergebnis beitragen, legten spürbar zu.

Schwach waren 2009 die Sportwetten, die mit 65,1 Mio. Euro erneut unter dem Vorjahr blieben. Hier wirkt sich der Wettbewerb mit illegalen Internetwetten aus, die noch immer aus Steuerparadiesen angeboten werden.

Trotz Finanzkrise und Unsicherheit der Verbraucher ist damit bei WestLotto der Spieleinsatz 2009 um 7,6% auf 1.625,3 Mio. Euro gestiegen. Gleichzeitig wuchs die Zahl der abgegebenen Spielaufträge um 10% auf 135,8 Mio. Tipps. Das Unternehmen ist damit erneut dem gesetzlichen Auftrag, den Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete Bahnen zu lenken, erfolgreich nachgekommen. Die dem Glücksspielstaatsvertrag oft entgegen gehaltene These, die Bestimmungen des Gesetzes würden zu massiven Umsatzeinbrüchen bei den staatlichen Lotterien, auch zu Lasten der Abgaben für das Gemeinwohl, führen, findet im Jahr 2009 keine Bestätigung.

WestLotto-Abgaben 2009: 668 Mio. Euro für NRW

Im Geschäftsjahr 2009 hat WestLotto seinen Beitrag für das Gemeinwohl in Nordrhein- Westfalen steigern können. 668 Mio. Euro an Steuern und Abgaben aus dem staatlichen Glücksspiel wurden an das Land überwiesen – dies sind 47 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Projekte und Aufgaben aus den Bereichen Sport, Kultur, Wohlfahrt, Naturschutz und Heimatpflege profitieren über den Haushalt des Landes nachhaltig von diesen Geldern.

Zu den Geförderten gehören soziale Institutionen wie die Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in NRW sowie Sportverbände wie der LandesSportBund Nordrhein-Westfalen oder der Deutsche Olympische Sportbund. Weiterhin wird die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gefördert. Zudem werden Organisationen wie die NRW-Stiftung bedacht, die zahlreiche Projekte für den Naturschutz und in der Kultur- und Heimatpflege durchführen. Seit Beginn seiner Geschäftstätigkeit vor 54 Jahren hat WestLotto dem Land Nordrhein-Westfalen und den vom Land benannten Destinatären umgerechnet 22,2 Mrd. Euro zur Verfügung stellen können.

Gesellschaftliches Engagement von WestLotto

WestLotto hat seine Zusammenarbeit mit den Destinatären auch darüber hinaus verstärkt. Mit den Wohlfahrts- und Sozialverbänden veranstaltete das Unternehmen im Dezember 2009 in der Landesvertretung NRW in Berlin eine Destinatärskonferenz. Hierbei analysierten und würdigten die Teilnehmer die nachhaltige Förderung gemeinwohlorientierter Aufgaben durch die staatlichen Lotterien.

Im Bereich des Naturschutzes und der Heimatpflege arbeitet WestLotto eng mit der NRW-Stiftung in Düsseldorf zusammen. Mit ihr gemeinsam veranstaltete das Unternehmen 2009 und 2010 die NRW-Radtour. Sie führte zu Sehenswürdigkeiten im Land zwischen Rhein und Ruhr, die u.a. aus Lotterien finanziert werden. Mit rund 1.400 Teilnehmern war der Event im Jahr 2010 etwa doppelt so gut frequentiert wie bei seiner Erstauflage 2009.

Erweitert hat WestLotto auch seine Zusammenarbeit mit dem Sport. 2009 schloss das Unternehmen eine Kooperation mit dem LandesSportBund NRW, die auf der Bochumer Sportkonferenz im März 2010 ausgebaut wurde.

Nationale und europäische Gerichtsentscheidungen

Die juristischen Auseinandersetzungen auf dem Glücksspielsektor haben sich wie erwartet im Jahr 2009 fortgesetzt. Während die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und der Oberverwaltungsgerichte die Verfassungs- und Europarechtskonformität der deutschen Regelungen zum Glücksspielwesen bestätigt, verhindern erstinstanzliche verwaltungsgerichtliche Urteile in einigen Regionen vorläufig noch eine durchgreifende Umsetzung des Gesetzes durch die Ordnungsbehörden vor Ort.

Auf europäischer Ebene wurde die Europarechtskonformität von staatlichen Monopolen im Glücksspielbereich in 2009 und 2010 mehrfach vom Europäischen Gerichtshof bestätigt.

Zu nennen sind hier etwa das „Liga Portuguesa“-Urteil vom 8. September 2009, die Entscheidung des EuGH vom 3. Juni 2010 zu den Aktivitäten von Ladbrokes und Betfair in den Niederlanden sowie das Urteil im schwedischen Fall Sjöberg und Gerdin am 8. Juli 2010. Auch die Schlussanträge der Generalanwälte des EuGH in den deutschen Vorlageverfahren vom 26. Januar und 4. März 2010 gehen konform mit der bisherigen Rechtsprechung des EuGH. Hier wird am 8. September 2010 – genau ein Jahr nach „Liga Portuguesa“ – der Urteilsspruch des höchsten Gerichtes der Europäischen Union erwartet.

Die Zukunft des Glücksspielstaatsvertrags

Der Glücksspielstaatsvertrag verpflichtet WestLotto, die Spielteilnehmer dazu anzuhalten, nicht über ihre Verhältnisse zu spielen, den Spieler- und Jugendschutz zu wahren und der Entstehung von Glücksspielsucht vorzubeugen. Derzeit wird der Glücksspielstaatsvertrag unter Federführung der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz von den Bundesländern evaluiert. Der Evaluationsprozess soll klären, in welcher Form das zunächst bis Ende 2011 terminierte Gesetzeswerk fortgeführt werden soll.

WestLotto bringt im Rahmen dieses Prozesses seine Erfahrungen ein und stellt sich der Herausforderung, Spiele anzubieten, die sicher, kontrolliert und verantwortbar sind, den Anforderungen des Jugendschutzes und der Suchtprävention genügen und zugleich ein hohes Maß an Spielfreude schaffen – eine Herausforderung, die nur mit Erfahrung, Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und einer Portion Fingerspitzengefühl bewältigt werden kann.

Mit seinen Lotterien und Sportwetten und seinem Engagement im Lande steht WestLotto zum Glücksspielstaatsvertrag und wirkt daran mit, die Ziele des Gesetzes nachhaltig zu sichern.