Landgericht Bielefeld bestätigt Gauselmann Gruppe in Sachen Spieler- und Verbraucherschutz – ISA-GUIDE.de

Landgericht Bielefeld bestätigt Gauselmann Gruppe in Sachen Spieler- und Verbraucherschutz

Ein guter Tag für den Spieler- und Verbraucherschutz

Bielefeld/Espelkamp. Das Landgericht Bielefeld hat heute entschieden, dass der Fachverband Glücksspielsucht (fags) von der Gauselmann Gruppe nicht verlangen kann, bestimmte Spielersperren auszusprechen, für die es in Nordrhein-Westfalen keine gesetzliche Grundlage gibt. Vorausgegangen war eine mündliche Verhandlung am 7. März 2017. Die Gauselmann Gruppe ist seit langem von der Wichtigkeit von Spielersperren überzeugt, lehnt aber die vom Fachverband Glückspielsucht geforderte Sperrpraxis unter anderem wegen schwerwiegender datenschutzrechtlicher Bedenken in Bezug auf die Ausweiskontrollen aller Spielgäste ab. Zu Recht, wie das Landgericht Bielefeld heute bestätigte. Die Klage des Fachverbandes Glücksspielsucht wurde als unbegründet abgewiesen. Die Gauselmann Gruppe wird ihr bereits in einigen Bundesländern erprobtes Sperrsystem, das datenschonend und effektiv biometrische Merkmale prüft, jetzt auch flächendeckend auf freiwilliger Basis in Nordrhein-Westfalen zügig einsetzen.

„Heute hat das Gericht unsere rechtliche Auffassung bestätigt und das Ansinnen des Fachverbandes Glücksspielsucht (fags) zurückgewiesen. Damit können wir nun in Zukunft eine bessere, einwandfreie und datenschutzrechtliche Sicherheit derjenigen gewährleisten, die sich, aus welchen Gründen auch immer, in unseren Spielstätten vom Spiel ausschließen lassen wollen“, kommentiert Mario Hoffmeister, Leiter des Zentralbereichs Kommunikation der Gauselmann Gruppe, das heute ergangene Urteil des Landgerichts Bielefeld.

Als verantwortungsbewusster Spielstättenbetreiber setzt die Gauselmann Gruppe in Sachen Einlasskontrolle und Spielersperre auf innovative Technik – wie auf Flughäfen –, die auch datenschutzrechtlich geprüft und unbedenklich ist. Mit dem Face-Check-System kann mittels Gesichtserkennung geprüft werden, welchem Spielstätten-Gast der Einlass bedenkenlos gewährt werden kann und welchem er verwehrt wird. Face-Check ist dabei bisherigen Einlasskontrollsystemen in puncto Handling, Sicherheit und Datenschutz überlegen.

Spielgäste, die sich selber vom Automatenspiel ausschließen lassen möchten, werden so zuverlässig erkannt. Außerdem ermöglicht das System eine Altersschätzung. Bei vermeintlich minderjährigen Besuchern benachrichtigt das System unverzüglich das Spielstättenpersonal, damit eine zuverlässige Alterskontrolle durchgeführt wird.

„Dass unser System in der Praxis funktioniert, zeigt sich in Baden-Württemberg, dort haben wir aufgrund der aktuellen Gesetzgebung alle unsere 18 Casino Merkur-Spielotheken bereits im vergangenen Jahr mit dem Face-Check-System ausgerüstet. Und das System läuft hervorragend“, so Mario Hoffmeister. „In Nordrhein-Westfalen werden wir auf freiwilliger Basis alle unsere 76 Spielotheken zügig mit dem Face-Check-System ausrüsten.“ Einzelne Spielstätten, etwa in Espelkamp, sind bereits mit Face-Check ausgestattet. Hier wäre es wünschenswert, wenn die Bundesländer die gesetzgeberischen Grundlagen für die bundesweite Einführung eines solchen biometrischen Systems schaffen würden. Das würde, im Gegensatz zu Abstandsgeboten und dem Verbot von sogenannten Mehrfachkonzessionen, ein echter Schritt in Richtung mehr Spieler- und Verbraucherschutz sein.

Zusammen mit weiteren Präventionsmaßnahmen, wie z. B. der Spielerschutz-Kommission oder den regelmäßigen Personalschulungen, ist die Gauselmann Gruppe Vorreiter in Sachen Verbraucher-, Spieler- und Jugendschutz. Auch wenn sich die Zahl der pathologischen Spieler in Deutschland seit Jahren auf einem konstant niedrigen Niveau (0,19% – 0,56% der erwachsenen Bevölkerung) befindet, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) festgestellt hat, arbeitet die Gauselmann Gruppe permanent an einer weiteren Verbesserung des Verbraucher- und Jugendschutzes. (Neue BZgA-Daten: Glücksspiel in Deutschland weiter rückläufig – Suchtproblematik auf niedrigem Niveau)

Dass die Maßnahmen und die Ansprache von problematischen Spielgästen tatsächlich erfolgreich sind, zeigt sich vor allem an der gestiegenen Nachfrage von Beratungsangeboten, zeigt dies doch, dass sich immer mehr Menschen bewusst mit ihrem Spielverhalten auseinandersetzen. „Ein insgesamt niedriges Niveau bei pathologischen Spielern und die erfolgreiche Präventionsarbeit unserer Branche, die diese Spielgäste in das Hilfesystem leitet, ist eine Erfolgsgeschichte auf die man stolz sein kann“, meint Mario Hoffmeister.

Face Check Infoflyer (PDF)