Frauenpower bei der Poker-EM Seven Card Stud in Baden bei Wien

Reinhold Schmitt
ISA-GUIDE Chefredakteur (V.i.S.d.P.)
E-Mail: info@isa-guide.de


Poker ist seit der EM in Baden keine Männerdomäne mehr. Drei exzellente Pokerspielerinnen saßen Samstagnacht am Finaltable und kämpften verbissen um den Titel des Europameisters.

Beginnen wir von Anfang an:

Aus über 30 Ländern trudelten die Pokerspieler ein, nur mit einem Ziel vor Ihren Augen: Den Titelgewinn des Europameisters. Kein Titel ist in Europa so begehrt wie dieser, man könnte fast meinen, wenn man die Stimmen der Engländer, Schweizer, Niederländer, Franzosen und anderen hört, die teilweise in allen Herrenländern auch nach Amerika reisen, um an der WSOP teilzunehmen, dass dieser EM-Titel das höchste Ziel ihrer persönlicher Pokerkarriere sei.

V.l.n.r. Turniermanager Georg Zadro,<br>Poker Europameister 2001 Manfred Willi,<br>Sicherheitswachebeamter mit dem Preisgeld,<br>Casinodirektor Stefan Hartl Es war bedauerlich, aber verständlich, dass man auch bei diesem großartigen Event viele amerikanische Freunde vermisste, die auf Grund des Terroranschlages in Amerika nicht kommen wollten. Auch Phil Hellmuth jun., der Europameister 2000, kam leider nicht dazu. Sie haben aber sehr viel versäumt!

Schon der Empfang im Casino Baden durch den Casinodirektor Stefan Hartl und den Turniermanager Georg Zadro, die 385 internationale Pokerteilnehmer aus 30 Nationen begrüßen konnten, war ein gelungener Auftakt.
Köstlichkeiten soweit das Auge reichte wurden dem Gast hier von der Fa. DO&CO unter der Leitung des Geschäftsführers Herr Barth serviert. Der Service, der hier angeboten wurde und den alle Spieler im wahrsten Sinne des Wortes genossen, war jeden Betrag wert. DO&CO zeigte, dass sie jeder Herausforderung, auch in Situationen, in denen es schnell und zügig gehen musste, gewachsen waren und bewiesen gleichzeitig Ideenreichtum durch ihren begehrten „Stressball“.

Durch ihre Alternativen der verschiedenen Schlemmerecken und Auswahl an zig kulinarischen Genüssen, die sie darboten, waren sie die Seele des Pokerevents. Zu diesem Service kann man Herrn Gerald Barth mit seinem gesamten Service Team nur herzlich gratulieren.
Die Stimmung der Pokerspieler war hervorragend und außerordentlich freundschaftlich. Dieses schlug sich auch auf den gesamten Turnierverlauf vom 4. – 6., September nieder. Es wurde gekämpft und gefightet bis zum bitteren Ende des Verlassens des Turnierplatzes. Strahlende Gesichter der Finalteilnehmer, die es geschafft hatten sich für das Superfinale am Samstag zu platzieren, freundschaftliches Schulterklopfen und aufmunternde Worte für die Verlierer. Selbst die Dealer, die eine hervorragende Teamarbeit leisteten, fühlten mit den Siegern und Verlierern mit und letztendlich hatte man trotzdem das Gefühl in einer starken und freundschaftlichen Gemeinschaft zu sein. Endlose Diskussionen in den Gängen, beim gemeinsamen Snack oder Getränk, füllten die Pokersäle mit Leben. „Bad Beats Geschichten“ machten die Runde und jeder konnte noch zusätzlich seine eigene und traurige Geschichte des verlorenen Spieles den Anderen erzählen.

Selbst an den „Cash Game Tischen“, die vom Casino Baden bei Wien rund um die Uhr angeboten und auch reichlich genutzt wurden, war die Stimmung des Turniers deutlich zu fühlen und zu hören.
Geboten wurden alle Varianten des Pokerspieles, das von den Spielern gerne angenommen wurde. Jede erdenkliche Art des Limits, ob hoch oder niedrig, wurde gespielt.

Ein Fernsehteam des ZDF, sowie internationale Presse verfolgte den gesamten Ablauf der Poker EM. Jeden Tag wurde um die begehrten Finalplätze gekämpft, die pro Tag 24 Spieler erreichen konnten. Auch die Teilnahme der Spielerinnen war bemerkenswert. Und dieses wurde am letzten Tag des Finales deutlich sichtbar.

Dann kam die Stunde der Wahrheit! Das Superfinale der letzten 72 Teilnehmer begann.

In einem abgeschlossenen Areal, aber für die Zuschauer von allen Seiten einsehbar, kämpften die Pokergiganten ihr letztes großes Spiel, nur ein Ziel hatte jeder vor Augen: Den Titel – die Trophäe die allen in der Welt signalisierte „hier ist ein neuer Europameister, der aus dem Tross der Pokerspieler Europas gekürt worden war“.

An neun Tischen platzierten sich die „Auserwählten“ und kämpften nun im „Freeze Out“ um jeden Platz. Verbissen wurden die Karten verteidigt und manch ein Spieler rollte den „Stressball“ unruhig hin und her, schaute auf seine Poker Uhr, die es auch dieses mal wieder von der Casinos Austria als „Geschenk“ für alle Pokerteilnehmer gab und kämpfte gegen Zeit, Level und Konkurenten.

Die Reihen lichteten sich. Manch enttäuschtes und gekennzeichnetes Gesicht erhob sich, um sein Preisgeld, das alle Finalteilnehmer gewonnen hatten, zu holen. Manches Siegerlächeln bei den Fotos war gequält, aber viele Gesichter auch freudig, dass sie überhaupt soweit gekommen waren.
Ein Auf und Ab der Jetons und der Gefühle war greifbar für jeden Pokerspieler.
Die beiden letzten Tische mit den Finalteilnehmer waren umringt. Ein Kopf überragte den anderen, man stand auf Stühlen, um nur einen Blick erhaschen und an dem Geschehen teilnehmen zu können.

Und da waren Sie, die letzten sieben Teilnehmer des Pokerevents. Drei Frauen und vier Männer hatten das Superfinale erreicht. Die Sensation war perfekt. Niemand rechnete damit, dass drei Pokerspielerinnen in das Superfinale einzogen. ISA-CASINOS sprach mit Ursula Steinhofer (7. Platz, ATS 374.513,-/EUR 27.216,-), die aufgeregt meinte, dass sie nur noch „Bauchweh“ hätte und es gar nicht fassen konnte. Manuela Seliger, die stolze Dritte wurde, war eher gelassen und man merkte ihr ihre Erfahrung an Finalspielen teilzunehmen an. Sie saß in Wien bei vielen Turnieren schon an Finaltischen und dieses mit großen Erfolgen. Auch die Finnin, Johanna Pönniö (5. Platz, ATS 548.705,-/EUR 39.876,-) ist in vielen Turnieren bereits an den Finaltables erfolgreich gewesen und nun standen der „Frauenpower“ vier männliche Pokerspieler gegenüber. Viele interne Wetten wurden um Getränke gemacht und auch Tipps abgegeben, dass es eine erste Europameisterin geben würde. Und dieses war wahrlich nicht von der Hand zu weisen. Packende Szenen und attraktives Pokerspiel begleitete das Finale, das letztendlich von Manfred Willi (Österreich) gewonnen wurde, der damit neuer Europameister 2001 wurde und zusätzlich ein Preisgeld von ATS 1.741.920,-/EUR 126.950,- erhielt, gefolgt von dem Vizemeister Peter Hajszan (Österreich), der auch ein Preisgeld von ATS 1.306.440,-/EUR 94.943,- sein eigen nennen konnte. Herzliche Gratulation aber für den hervorragenden dritten Platz von Manuela Seliger. Die zu ihrem stolzen Erfolg ein Preisgeld von ATS 958.056,-/EUR 69.625,- als Siegesprämie mit nach Hause nehmen konnte.

Das Pokerspiel wurde live im Internet übertragen und von Nic Sceremeta live mitkommentiert.

Insgesamt konnte ein Preisgeld von ATS 8.7029.600,-/EUR 632.951,32 gewonnen werden.

Mit Stolz und der Gewissheit eines der spektakulärsten und spannendsten Pokerevents auf die Beine gestellt zu haben, kann das Casino Baden getrost und zuversichtlich in das Jahr 2002 blicken. Herr Melchert, der das großartige Pokerevent koordinierte und leitete, so wie dem gesamten Team, kann nur ein Lob für diese Meisterleistung mit Ihrem Partner DO&CO durch Herrn Barth ausgesprochen werden.

Die ISA-CASINOS sagt Danke im Namen der ganzen Pokerspieler und -spielerinnen und freut sich auf ein Wiedersehen, wenn es wieder heißt: „Gesucht wird der neue Europa Meister 2002“ im Casino Baden beim größten Stud Turnier Europas.

Poker-EM Seven Card Stud in Baden bei Wien