Im Tiefgeschoss röhrt jetzt der Bagger

Spielbank-Chef Michael Seegert: Erweiterung des Automatenspiels ist voll im Zeitplan

Bad Neuenahr. Der Termin steht: Am 30. April und am 1. Mai des nächsten Jahres eröffnet die Spielbank Bad Neuenahr nach umfangreichen Umbauarbeiten das erweiterte Automatenspiel und die neu gestalteten Eingangsbereiche der Spielsäle und des Foyers. Dies teilte jetzt Michael Seegert, persönlich haftender und geschäftsführende Gesellschafter der Spielbank Bad Neuenahr, mit. An zwei Tagen präsentiert dann zum Maibeginn das Casino seine Investition in die Zukunft des Standorts mit „Show, Spaß, Spannung und Entertainment“, so Seegert weiter.

2,1 Millionen Euro investiert die Spielbank in die Erweiterung des Automatenspiels. Und mit noch einmal 700 000 Euro soll das Große Spiel ein Stockwerk höher ein neues Outfit erhalten.

Im vollen Gange sind derzeit die Umbauarbeiten des ersten Bauabschnitts. Wo einst der DJ zum Tanz aufforderte, röhrt jetzt im Bereich der früheren Casino-Bar ein Bagger. „180 Tonnen Bauschutt haben wir schon hinaus geschafft“, rechnet Polier Hans Schmitt vor. Und 300 Tonnen werden es insgesamt sein. Nein, Überraschungen in dem alten Gebäude des Kurhauses gab es bislang nicht. Dass in der Decke trotz aller Erwartungen noch ein zusätzlicher Brandschutz eingearbeitet war, überraschte, aber verzögerte nicht die Arbeiten.

„Wir sind voll im Zeitplan“ notierte Seegert zufrieden. Wenn er auch einräumte, dass der Zeitreservepuffer etwas geschmolzen ist. Was daran liegt, dass dies keine normale Baustelle ist. Alles muss reibungslos ablaufen, ohne den Spielbetrieb zu stören oder zu beeinflussen. „Die Arbeitszeiten mussten deshalb angepasst werden“, merkte auch Polier Schmitt an. Nur von 6 Uhr bis 15 Uhr können die „lauten Arbeiten“ bewerkstelligt werden. Dann hat im Hause wieder Fortuna Vorrang. „Schließlich läuft der Spielbetrieb bei uns an 360 Tagen“, weist Spielbank-Chef Seegert auf das knappe Zeitfenster hin.

Bislang wurde die alte Casino-Bar entkernt. Geblieben ist das Bar-Oval unter einer festen Abdeckung. Das eingelassene Rondell der Tanzfläche blieb auch erhalten. Denn hierin wird das große Multi-Roulette stehen. Die alten Wände mit Dekoration, die Deckenverkleidung, Beleuchtung, die abgehängte Decke, das plüschige Mobiliar: alles musste raus. Der ursprüngliche Eingang ist längst zugemauert, ein neuer schon gebrochen. Und zum bisherigen Automatenspiel wird zurzeit an den Durchbrüchen geschuftet. Hier steht noch eine uralte ein Meter dicke gemauerte tragende Wand des Kurhauses im Wege. Eine aufwendige Stahlkonstruktion stützt den Durchgang. Sogar einen Meter tief in das Fundament des Kurhauses gruben sich die Fachleute ein. „Keine Probleme gab es dabei mit Grundwasser oder vom nahen Ahrwasser“, war zu hören.

Gefragt war auch die Geschicklichkeit der hauseigenen Handwerker der Spielbank. Blitzschnell errichteten sie in Nachtarbeit Staubwände. Denn der Spielbetrieb geht weiter.

Bildzeile 1: Michael Seegert misst einen Meter für die alte Mauer. Foto: Gerrit Mitter

Bildzeile 2: Michael Seegert testete den Bagger tief unter der Erde. Foto: Gerrit Mitter