WSOP Main Event 2010 Backstage – Master of Ceremony – ISA-GUIDE.de

WSOP Main Event 2010 Backstage – Master of Ceremony

Georg Steiner
Dave „The Devilfish“ Ulliot nennt ihn einen Idioten, doch Jack Effel ist jener Mann der beim Main Event der WSOP 2010 die Fäden in der Hand hält. Der Turnierdirektor leitet das größte und wichtigste Pokerturnier der Welt.

Egal ob mehrfacher Bracelet Gewinner, Qualifikant, oder vermögender Geschäftsmann, sobald Jack Effel zum Mikrofon greift, hört alles auf sein Kommando. Seine Entscheidungen sind endgültig und von jedem im Convention Center des Rio Hotel zu akzeptieren. Und Jack hatte bei Gott viel zu tun in den letzen Wochen.

Da konnte und wollte ein Spieler nicht und nicht einn Penality akzeptieren. Er war zuvor von Shaun Deeb als „Fucking Idiot“ beschimpft worden und hatte sich entsprechend gewehrt. Je mehr der Floorman seine Strafe erhöhte desto zorniger wurde der Unbekannte. Als er kurz vor der Explosion stand kam Jack Effel an den Tisch und machte kurzen Prozess. Entweder er akzeptiert oder er wird sofort disqualifiziert. Das Geld ist weg, die Chips werden eingezogen und er selbst aus dem Turnier geworfen. Zähneknirschend fügte sich der Spieler seinem Schicksal und ging drei Orbits lange spazieren.

In der Hitze des Gefechts kann es schon einmal passieren das der Gewinner ein Hand die Chips seines Nachbarn mit einkassiert. So passiert auf Tag 2, als ein Spieler von der Dinner Break zurückkehrte und seine Chips nicht mehr finden konnte. Auch hier präsentierte der Turnierdirektor eine Lösung. Die Videoaufzeichnung zeigte, dass der Stapel umkippt und im Siegerpot verschwunden war. Nach einer Zählung konnte beide Betroffene ihr Spiel fortsetzen.

Das selbst die Stars der Szene von einem mysteriösen Chipsschwund nicht verschont bleiben bewies Evelyn Ng.
Nach einigen gespielten Händen stellte sie fest, dass ihr Stack nicht mit dem Chip Count des Vortages übereinstimmte. Jack wurde gerufen, doch der 5.000er Chip blieb verschwunden. Evelyn hätte beim Auspacken nachzählen müssen ihr blieb nichts anderes übrig, als ihren Fehler zu akzeptieren.

Verwirrte Spieler, die durch den Pavillion oder den Amazon Room auf der Suche nach ihrem Tisch waren, stellten da noch das kleinste Problem dar. Schlußendlich fand jeder mit Hilfe von Jack seinen Tisch auch, wenn ihn, wie in einem speziellen Fall, seine Mitspieler nicht mehr wiederkennen wollten.