Poker Pros und der Aberglaube – Rino Mathis

Von Lisa Horn

Rino Mathis (Bildquelle: PokerNews.com)
Rino Mathis (Bildquelle: PokerNews.com)
In unsere Artikel-Serie „Poker Pros und der Aberglaube“ befragen wir bekannte Pokerspieler/innen, was sie denn von Glücksbringern halten, ob sie abergläubisch sind und welche Anekdoten ihnen in diesem Zusammenhang einfallen. Man könnte meinen, dass jeder langgediente Pokerspieler hunderte Anekdoten auf Lager hätte, aber Überraschung: mühsam ernährt sich das Eichhörnchen!

Kaum zu glauben, aber viele der befragten Pokerspieler/innen müssen erstmal nachdenken, ad hoc fällt da den wenigsten was ein. Ist der Aberglaube von den Pokertischen verschwunden? Glücksbringer passé? Einer, der schon viele Partien erlebt hat und dem etwas eingefallen ist, ist Rino Mathis. Der Schweizer „Poker-Botschafter“ hat schon Vieles erlebt. Kein Wunder, das ihm da schon so manch kuriose Situation untergekommen ist.

Er selbst beschreibt sich als kein abergläubischer Mensch, auch Glücksbringern kann er wenig abgewinnen: „Ich habe keine Glücksbringer. Ich hatte mal kurz einen Buddha von Jam geschenkt bekommen, den hatte ich eine Zeitlang dabei. Sobald man aber mal abergläubisch wird, und den Glücksbringer vergisst, dann ist das eine Katastrophe. Aberglaube ist mental schlecht. Ich denke man lenkt sich auch bei Glücksbringern zu sehr ab, ist nix für mich. Ob ich diese Karte zuerst anschaue oder die Andere ist mir egal.“

Ein schlimmes Erlebnis, im Zusammenhang mit Aberglaube, ist für ihn immer, wenn ein gewisser Pokerspieler einen guten Lauf hat. Denn dann lässt dieser seine Unterhosen an, das kann schon mal ne Woche oder länger werden. Solang es gut läuft bleibt das Ding angezogen. Kein Wunder, dass Rino hier keine Namen nennen will 😉 und dass man sich wünscht, dass er dann doch bitte bald verliert.

Es sind ihm auch schon Spieler untergekommen, die nicht in Casinos am Wasser spielen wollen, weil das angeblich Unglück bringt. Na dann, bitte nicht die Wünschelruten vergessen!