WSOP Tag 4: Affleck voran – Hellmuth draußen – ISA-GUIDE.de

WSOP Tag 4: Affleck voran – Hellmuth draußen

Michael Wulschnig
Nach Tag 4 sind noch 407 Spieler im Rennen um den wichtigsten Preis des Jahres. Die Bubble platzte als Kia Hamadani seine letzten Chips als Blind in die Mitte schob und mit J/4 nichts mehr zu lachen hatte. Nachdem zuvor etwa eine Stunde „Hand for Hand Play“ betrieben wurde, blieb ihm als Trostpreis der Buy-In für den Main Event 2010. Die restlichen 648 Spieler waren somit in den Geldrängen.

Auch für einige Poker-Pros ist die diesjährige World Series of Poker gestern zu Ende gegangen. Dazu gehören Greg Mueller, Chris Ferguson, Justin Bonomo und der Mann mit den meisten Bracelets Phil Hellmuth. Letzterer hatte besonders viel Pech, da er mit Pocket Assen All-In ging und gegen eine niedere Straße das Nachsehen hatte.

Die Führung erspielte sich Matt Affleck. Er steht im Moment bei 1.819.000 Chips. Bertrand Grospellier, der am Vortag noch ganz oben stand, rutschte auf Rang 16 zurück und liegt damit unmittelbar hinter Phil Ivey. Die beiden besitzten rund 1.200.000 Chips. Den zweiten Rang konnte der Franzose Lacay Ludovic (1.600.000) erfolgreich verteidigen.

An sensationeller achter Stelle ist der Österreicher Bernhard Perner mit über 1.400.000 Chips zu finden. Bester Deutscher ist derzeit Tim Kahlmayer, der mit 840.000 auf dem 56 Platz liegt. Unwesentlich weniger Chips hat Christian Heich, der genauso wie Nasr El Nasr noch Titelchancen hat. Für Hans Hein, Rainer Meyer, Alex Jalali, Benjamin Kang und Felix Osterland lebt die Chance ebenfalls weiter, auch wenn es für manche schon eines kleinen Wunders bedarf. Der letzte verbliebene Schweizer ist Dieter Albrecht. Mit 454.000 Chips steht er aktuell an der 174. Stelle.

Weiters noch dabei sind Numb3rs-Star Lou Diamond Phillips, Theo und Kenny Tran, Tom Schneider, Nick Schulman und Mickey Mills. 407 Spieler gehen heute in den Tag 5 des Main Events und wir können immer noch auf einen Sieg eines deutschsprachigen Spielers hoffen.

WSOP: Elky stürmt an die Spitze – Deutscher Dritter

Jetzt ist definitiv die heiße Phase des Main Events 2009 angebrochen. Am Tag 3 dominierten die Franzosen Bertrand „Elky“ Grospellier und Ludovic Lacay. Die beiden stehen mit 1.385.500 bzw. 925.000 Chips an der Spitze des Feldes. Als sensationeller Dritter wittert Christian Heich mit 870.000 seine Chance auf das Bracelet.

“It was a really good day. People tried to push me off my hands when I had a set. I had some good timing“, so Grospellier zufrieden. Viel Respekt zeigte der Franzose vor Phil Ivey, der mit ihm am Tisch saß und den Tag mit 365.000 Chips beendete: ”I tried not to get involved with too many pots with him, but I have to play my game.“

Nicht so gut lief es für Phil Hellmuth. Mit 210.000 Chips liegt er unter dem Durchschnitt von 250.000. Mit von der Partie sind immer noch der Titelverteidiger Peter Eastgate (310.000), der Dritte im Vorjahr Dennis Phillips (360.000), Kara Scott (455.000), Schauspieler Lou Diamond Phillips (415.000), Mike Sexton (405.000) und der unter die Autoren gegangene Joe Hachem (180.000). Nicht gereicht hat es unter anderem für Jason Alexander, Greg Raymer, Basketball-Meister Jordan Farmar, den früheren Weltmeister Carlos Mortensen und Scotty Baby Nguyen, für den die diesjährigen WSOP mehr als enttäuschend verliefen.

In aussichtsreicher Position liegt Christian Heich. Er eliminierte mit etwas Glück Seinfeld-Star Jason Alexander. Auf den Flop von 3/4/6 erhöhte Alexander mit einem Paar Buben zwischen den Fingern. Darauf ging Heich mit 6/5 All-In und traf die dritte Sechs am River. Bitter für den Comedian, der sich dennoch als guter Verlierer bewies.

Ebenfalls gut im Rennen ist Nasr El Nasr mit 560.000 Chips. Weniger gut sieht es für Ben Kang (50.000) und Frederik Keitel (35.000) aus. Für sie heißt es am Tag 4 von Beginn an Alles oder Nichts. Insgesamt sind noch 810 Spieler im Bewerb. Die Geschwindigkeit des Turniers ist schneller als erwartet. Die Turnierleitung hat sich daher entschieden, den Event am Samstag nach dem vierten Level oder früher zu beenden, falls nur noch 400 Spieler übrig sind.