Lass mich dieses Baby knutschen

Reinhold Schmitt
ISA-GUIDE Chefredakteur (V.i.S.d.P.)
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(rs) Liebevoll, fast zärtlich nahm Max Eibel, der neue deutsche Pokermeister 2002, seinen Pokal in den Arm und küsste ihn.

Deutschland hat seinen neuen Pokermeister 2002 in Bad Zwischenahn gekürt. Max Eibel (Deutscher Pokermeister 2001) hat es geschafft, zweimal hintereinander den begehrten Titel zu gewinnen. Dieser Sieg dürfte in die Pokergeschichte Europas eingehen, da noch kein Teilnehmer den Titel zweimal gewonnen hatte.

64 Finalteilnehmer reisten am Freitag, 15.11.2002, nach Bad Zwischenahn, um nur ein Ziel zu erreichen, den Titelgewinn der 10. Deutschen Pokermeisterschaft 2002.

Herr Bade (Direktor und Turnierleiter) und sein Pokerteam, sowie die Turnierleitung unter Herr Schmulder (Wiesbaden), Herr Rillig (Baden-Baden), hießen die Gäste herzlichst Willkommen. Nach der offiziellen Ansprache, der ein hervorragendes Poker Menü Essen vorausging, wurden die Platznummern der Finalisten von „Miss Body“ 2002 gezogen.

Besonders strahlte sie, als „Blacky“ (Wolfgang Pileki, ISA-CASINOS), ihr die Startnummer in die Hand drückte und dazu meinte: „Dieser Platz passt zu dir: Tisch sechs Platz Nummer sechs!“

Der Freitagabend zeichnete sich dadurch aus, dass jeder Teilnehmer mit Erfolg versuchte, sich in den zweiten Tag „rüber“ zu spielen. Dieses gelang den verbleibenden 62 Teilnehmern. Chipleader war mit 29.800 Jetons Wolfgang Pileki. Der amtierende Europameister (2002), Heinz Piroth, der sich auch in der Vorrunde in Wiesbaden qualifizierte, hatte dagegen nach 4 „Bad Beats“ nur noch 2.800 an Turnierjetons. Auch das Feld der Dänen hielt sich wacker und verdoppelten ihre Jetons. Max Eibel hatte bereits auf 8.900 abgespielt.

Pünktlich trafen sich die Teilnehmer am Samstagabend um 19.00 Uhr. Die Stimmung war ausgezeichnet und besonders wurde die Freundlichkeit der Dealer und des Services Personal gelobt. Auch das Essen und die warmen Zwischenmahlzeiten, die während des Events den Pokerspielern serviert wurden, fanden großen und anerkennenden Anklang.

Nun aber hieß es fighten, kämpfen und siegen. Die Wellen schlugen hoch, als bereits nach einer Stunde die ersten 18 Teilnehmer ausschieden. Auch Heinz Piroth musste sich geschlagen geben, als er gegen ein Full House „All IN“ ging. Gelassen nahm er dieses zur Kenntnis und meinte: „Dass ist Poker und so kann es jedem einzelnen gehen“. Immer mehr lichtete sich das Feld und das taktieren um die letzten Plätze am Finaltisch begann. Christian Danner verlor gegen M. Eibel mit einem Flash und musste das Spielfeld räumen. Antonio Turrisi startete mit einem „High Pair“ Neuner und Bube gegen ein Paar Fünfer mit einer Drei, sein Gegenspieler erhielt danach eine weitere 5, eine Drei und letztendlich nochmals eine weitere Fünf. Mit einem Poker schmiss er Turrissi aus dem Turnier, der zu diesem Zeitpunkt die Pokerwelt nicht mehr verstand. „Wie kann man mit einem Paar Fünfer um diesen Zeitpunkt All In gehen“, so sein Kommentar und gratulierte aber wie ein Gentleman dem Gewinner und wünschte ihm viel Glück. Auch Wolfgang Pileki musste als 10. sein Traum vom Titelgewinn begraben. Trotz guten Fights und hervorragenden Siegen verlor er mit einem offenen Paar Buben letztendlich gegen ein Flash, das dem Gegenspieler mit den letzten drei Karten aufgelegt wurde.

Um 1.00 morgens standen dann die letzten 8 Finalteilnehmer für die Endrunde fest. Max Eibel hatte es geschafft, sich bis zum Finaltisch zu halten und saß mit den wenigsten Turnierjetons seinen Gegnern gegenüber.

Es war ein spannendes Match. Besonders zu erwähnen auch der Rückhalt, den die Pokerspieler durch ihre anreisenden Direktoren der Spielbanken und Turnierleitern erfuhren, die ihren Schützlingen aus den Spielbanken die Daumen hielten, Ging es doch auch um ein Prestige ihrer eigenen Spielbank und wohin letztendlich der Titel ging.
Nun wurde taktiert, gestohlen, geblufft und einer nach dem anderen räumte den Platz . Wie ein „Staubsauger“ zog Max Eibel die Jetons langsam und kontinuierlich an sich. Gelassen und mit regungsloser Miene spielte er ein hervorragenden Poker. Letztendlich waren noch Bernd Rygol und er im Clinch. Das entscheidende Spiel und vielleicht sogar den Turniersieg vergab Bernd an Max.
Mit einer kleinen Strasse „rayste“ Max Eibel (bis zum Buben) Bernd, der mit seiner Nutstrasse bis zum König nur den Einsatz ausglich. Sicherlich lag von Eibel ein Flash Draw offen auf dem Tisch und die Gefahr, dagegen zu verlieren, war auch mit einzukalkulieren.

Eibel: „Gott sei Dank hat er nicht nochmals ein „rerayse“ gemacht, ich hätte alles hineingeschoben, da die höhere Strasse nicht ersichtlich war und ich sie ihm auch nicht zugetraut hatte.“

Nach ein paar weiteren Spielen musst sich Bernd geschlagen geben und konnte aber als stolzer „Vize“ dem neuen und alten Pokermeister die Hand schütteln.

„Lass mich das Baby knutschen,“ war der Kommentar des neuen und alten Pokermeister 2002, als er freudestrahlend von Herrn Rainer Chrubassik (Geschäftsführer der Spielbanken Niedersachsen) den Siegerpokal überreicht bekam.

Fazit: Es war ein spannendes und ein erfolgreiches Finale in der Spielbank Bad Zwischenahn, die dieses bereits zum dritten Male austrug.

Ein besonderes Lob auch an das gesamte Pokerteam und der Turnierleitung unter Herrn Bade, die für den reibungslosen Ablauf sorgten. Auch Frau Weber–Ahrens (Marketing) war immer und für jeden der Ansprechpartner in allen Belangen und sorgte stets dafür, dass alles auch im Hintergrund erfolgreich klappte.

ISA-CASINOS gratuliert dem Deutschen Pokermeister 2002 Max Eibel aus Stuttgart zu seinem wahrscheinlich persönlichen größten Erfolg.

Sieger am Finaltisch: Steffen Schulz aus Berlin (3.800,- EUR Preisgeld), Saan M. aus Harnburg (4.800,- EUR), Arne Michelsen aus Esbjerg (6.700,- EUR), Amir T. aus Hamburg (9.600,- EUR), Duc Le Tri aus Hamburg (11.600,- EUR) und Vara V. aus Hamburg (13.500,- EUR) aus. Bernd Rygol aus München (17.400,- EUR) und Max Eibel aus Stuttgart, 29000,- EUR.

Wie die ISA-CASINOS von der Turnierleitung erfuhr, sind Gespräche im Gange, um die nächste Deutsche Pokermeisterschaft 2003 noch attraktiver und in einem neuen Konzept zu gestalten.

Lass mich dieses Baby knutschen