Stadtcasino Baden AG erhöht Dividende

Baden – Die Stadtcasino Baden AG hat unter Berücksichtigung der anspruchsvollen Wettbewerbsbedingungen sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland ein gutes operatives Ergebnis erzielt. In einem herausfordernden Umfeld sank zwar der Bruttoumsatz der Gruppe leicht auf CHF 72.3 Mio., dank erneut hoher Kostendisziplin konnte jedoch nach dem durch Einmaleffekte bedingten Verlust im Vorjahr von CHF 0.7 Mio. wieder ein Konzerngewinn von CHF 2.1 Mio. erzielt werden. Die Eigenkapitalbasis der Gruppe konnte dadurch weiter gestärkt und die Eigenkapitalquote per Ende 2016 auf 58% (55%) gesteigert werden. Der Verwaltungsrat beantragt der kommenden Generalversammlung die Ausschüttung einer Dividende von CHF 20.00 (Vorjahr CHF 15.00).

Herausforderndes Umfeld für das Grand Casino Baden
Im Grand Casino Baden sank der Bruttospielertrag (BSE = Differenz zwischen den Spieleinsätzen und ausbezahlten Spielgewinnen) im vergangenen Geschäftsjahr um 3.6% auf rund CHF 59.6 Mio. Gemäss CEO Detlef Brose ist der Rückgang vor allem auf die erschwerte Verkehrssituation in Baden zurückzuführen: «Die Umbaumassnahmen am Schulhausplatz hatten 2016 erstmalig einen ganzjährigen Einfluss auf unser Geschäftsergebnis». Die Strategie des „House of Entertainment“ erweist sich aber auch unter den gegenwärtig erschwerten Umständen als erfolgreich und wird konsequent weiterverfolgt. Trotz des leicht rückläufigen Bruttospielertrages blieb das Grand Casino Baden denn auch 2016 das drittgrösste Casino der Schweiz. Im letzten Jahr besuchten das Grand Casino Baden mit 332‘000 Gästen fast gleich viele Besucher wie im Vorjahr (335‘000). Der Gästeclub GrandWinners verzeichnete zum Jahresende hingegen einen Anstieg auf über 16’000 Mitglieder.

Casino Davos weiter unter Druck
Nach einem starken Rückgang des Bruttospielertrages aufgrund der Euro-Schwäche im Jahr 2015 stieg der Bruttospielertrag im letzten Jahr im Casino Davos, an dem die Stadtcasino Baden AG eine Beteiligung von 90% hält, um 7.9% auf CHF 2.2 Mio. an. Allerdings gelang es trotz dieser Verbesserung auch 2016 nicht, ein positives Geschäftsergebnis zu erzielen. Der Verwaltungsrat wartet nun die politischen Entscheidungen zum neuen Geldspielgesetz ab. Dr. Jürg Altorfer, Verwaltungsratspräsident der Casino Davos AG: «Nur mit einer Senkung der Spielbankenabgabe für Bergcasinos ist ein profitabler Betrieb möglich.» Je nach Ausgang des Gesetzgebungsverfahren droht deshalb auch weiterhin die Schliessung der beiden letzten Schweizer Bergcasinos in Davos und St. Moritz.

Steigende Umsätze bei den übrigen Betrieben
Die Merkur Spielbanken Sachsen-Anhalt GmbH & Co. KG ist ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Gauselmann-Gruppe und der Stadtcasino Baden AG, an dem letztere mit 25% beteiligt ist. Im April 2016 wurde in der Landeshauptstadt Magdeburg der zweite Standort nach jenem in Leuna eröffnet. Nachdem der Bruttospielertrag im ersten vollen Betriebsjahr 2015 noch EUR 4.1 Mio. betrug, konnte dieser im letzten Jahr um 88.9% auf EUR 7.1 Mio. gesteigert werden.

Auch das Kongresszentrum Trafo, woran die Stadtcasino Baden AG eine 50%-ige Beteiligung hält, ist weiter auf Erfolgskurs. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte der Umsatz in einem hart umkämpften Markt noch einmal um 15% gesteigert und wiederum ein positives Geschäftsergebnis erzielt werden.

Wiener Palais Schwarzenberg-Projekt scheitert an Fehlern in der Ausschreibung
Nachdem der österreichische Casino-Monopolist Casinos Austria AG gegen die Konzessionserteilung an das Projekt der Stadtcasino Baden AG (66.7%) und der Gauselmann-Gruppe (33.3%) für das «Palais Schwarzenberg» in Wien geklagt hatte, hob der Verwaltungsgerichtshof im September 2016 die Konzessionsentscheidung endgültig auf. Grund hierfür waren ausschliesslich rechtliche Mängel im Ausschreibungsverfahren und in dessen Durchführung. Da voraussichtlich keine neue Ausschreibung erfolgen wird, bedeutet dieser Gerichtsentscheid vorerst das Ende für das erfolgsversprechende Wiener Projekt. Die beiden Trägergesellschaften des Projekts prüfen derzeit das Einreichen einer Schadenersatzforderung gegen die Republik Österreich.

Geldspielgesetz vom Stände- und Nationalrat verabschiedet
Das inzwischen von beiden Kammern verabschiedete Geldspielgesetz soll 2019 in Kraft treten. Die Stadtcasino Baden AG, in Übereinstimmung mit der Schweizer Casinobranche, begrüsst den bisherigen Zwischenstand im Gesetzgebungsprozess, welcher dem Volkswillen und damit dem durch die Volksabstimmung 2012 geänderten Art. 106 der Bundesverfassung entspricht. Das neue Gesetz enthält eine für die Casinobranche positive Definition der Spielbankenspiele und verbessert unter anderem die Möglichkeit, neue innovative Spiele zu entwickeln und anzubieten. Es verstärkt zudem den Schutz vor problematischem Spielverhalten und sichert gleichzeitig die Abgaben an die AHV bzw. für gemeinnützige Zwecke.

Grand Casino Baden wird sich für Online-Casino-Konzession bewerben
Das neue Geldspielgesetz schafft aber insbesondere die längst überfälligen gesetzlichen Grundlagen für die Erweiterung der Spielbankenkonzessionen auf den Online-Bereich. Nach Schätzung des Schweizer Casino Verbands fliessen im Online-Bereich der Casinos jährlich über CHF 150 bis 200 Mio. an unversteuerten Spielumsätzen ins Ausland ab. Mit der Beschlussfassung des Stände- und Nationalrates für das gebundene Konzessionsmodell erhalten die bestehenden Schweizer Casinos die Möglichkeit, ihre bestehende Lizenz zu erweitern. Das präferierte Modell hat auch eine positive Auswirkung auf die generelle Konkurrenzfähigkeit der klassischen Casinos und damit auf die Zukunftssicherung der seit 2002 in der Schweiz geleisteten Spielbankabgaben in Höhe von CHF 5.7 Mrd.

Ab Juli 2017 startet das Grand Casino Baden sein Online-Casino mit einer «Free-to-play»- Version. „Damit“, so Detlef Brose, „möchten wir unser Know-how im Internet-Gaming konti nuierlich ausbauen, operative Erfahrungen sammeln und uns optimal auf die bevorstehende Konzessionierung vorbereiten.“ Die Kosten für diese Entwicklung und den Betrieb bis 2019 betragen ca. CHF 0.5 Mio. Das Grand Casino Baden hat bereits entschieden, sich für eine Online-Konzession zu bewerben, sobald die gesetzlichen Grundlagen dafür gegeben sind. „Bis es soweit ist, nutzen wir unser neues Social-Casino als Marketinginstrument und profitieren von den Synergien zwischen den «On-» und «Offline»-Angeboten“, ergänzt Detlef Brose.

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