2. Worlds Heads Up Championship Flopp oder Topp?

Reinhold Schmitt
ISA-GUIDE Chefredakteur (V.i.S.d.P.)
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(rs) Im Rahmen der Austrian Masters fand im Concord Card Casino Wien vom 11.-14. Juni unter der Leitung des Turnierdirektors John Shoreman sowie Nic Sceremeta und Richard Geller, die dieses Turnier in eigener Regie veranstalteten, die 2. World Heads Up Championship statt.

44 (75 Teilnehmer 2001) internationale Pokerspieler aus der internationalen Szene (darunter auch 13 Gewinner aus den Satellites-Spielen) kämpften um die Pokertrophäe.
Der Vorjahressieger Bruno Fitoussi (ISA-CASINOS berichtete 2001) war eigens angereist, um seinen Weltmeisterschaftstitel zu verteidigen.
Anwesend waren auch Pokergrößen, wie Chris Bigler, Barry Boatman, Hans Pfister, Eddy Kapilanov, Mark Duran, Ron Rose,Steven Young,Marcel Luske, Marcus Golser ([key:WPPA]), Dave „Devil Fish“ Ulliot, Jac Arama, Mel Judah, Tony G, Asher Deril Michel Leibgorin Joe Beevers, Pascal Perrault, Roy Brendlay, Kiril Gerasimov, um hier nur einige zu nennen.
Das Buy In betrug 3.000,- + 150,- EUR und es wurde nach dem „Freeze Out“ Regeln gespielt.

Bruno Fitoussi musste sich in der Runde drei gegen Roy Brindley geschlagen geben. Auch Chris Bigler unterlag in der 3. Runde Barry Boatman und Steven Young und verlor gegen Mark Duran. Schon vorher schieden in der zweiten Runde Peter Karall. Mario Fathimirad, Carlo Citrone, Ram Vaswari, Ron Rose Angelo Yu und Oystein Halland aus.

Im Viertelfinale der Gruppe 2 musste sich dann Chris Bigler durch Roy Brindlay geschlagen geben und Mark Duran besiegte Mario Bentivedo. In der Gruppe 1 schlug Tony G. Asher Deri und Kiri Gerasimov konnte sich gegen Surinder Sunar durchsetzen.

Das Semifinale der Gruppe 1 gewann Kiril gegen Tony G., das durch einen lautstarken Eklat endete. Im Semifinale der Gruppe 2, Mark Duran gegen Roy Brindley, wobei Mark Duran als Sieger hervorging, Somit spielten im Finale Kiril Gerasimov gegen gegen Mark Duran.
Letztendlich wurde Kiril Gerasimov Gesamtsieger und dadurch der 2te Weltmeister im Worlds Heads Up Turnier 2002. Sein Preisgeld betrug 60.000,- EUR.

ISA-CASINOS gratuliert dem Weltmeister Kiril Gerasimov zu seinem hervorragenden Match.

Zur Gesamtstimmung der 2ten Worls Heads Up: Sie war sehr gedrückt. Viele Spieler machten ihren Unmut über den Verlauf und dem „Handling“ des Turniers Luft. So war die Rede von schlechter Organisation, zu wenig Teilnehmer, zu teure Buy In, zu wenig Information, sowie schlechtes Timing.

Selbst der Turnierleiter Richard Geller meinte auf Anfrage der ISA-CASINOS (R. Schmitt): „Wir haben auf Anregung der Champions aus Amerika das Buy In deswegen so hoch gesetzt, um das Preisgeld attraktiv zu gestalten. So meinte auch Phil Helmuth: „Macht es hoch, damit es für uns interessant wird.“ Nur ist dieser niemals erschienen, sowie viele andere auch. Weitere Kommentare wollte Richard Geller über die gemachten Vorwürfe gegenüber der ISA-CASINOS nicht machen und verwies nur darauf, dass er der Turnierleitung angehört und deswegen mit Sicherheit alles zur Kenntnis nehme und dies dann intern besprechen werde.

Chris Bigler, der bekannt für seine sehr direkte Art ist, meinte: „Hier läuft alles schief was schief laufen kann. Schlecht organisiert und kein „Know How“ dahinter. Man sollte denen die Turnierleitung geben, die etwas davon verstehen.“ Weiterhin meinte er: „Nic Sceremeta ist ein guter und freundlicher sowie kompetenter Mann in der Pokerszene, aber ein Turnier ist eben etwas anderes.“
Besonders bemängelte Bigler, dass die Satelites nicht schon im Vorfeld, also viel früher gestartet wurden. Das hätte mehr Spieler für das Turnier begeistert. Zudem hätten mehr Satelites zur richtigen Uhrzeit während des Turniers angeboten werden sollen. Diesem Statement schlossen sich viele Pokerspieler an und bedauerten die geringe Teilnehmerzahl.

Ein Österreicher meinte: „Wäre hier im Vorfeld der Weltmeisterschaft von den Organisatoren mehr Werbung in den Casinos und auch in deutsch gemacht worden, sowie vielen das Angebot offeriert, Satelites zu spielen, um am Turnier teilzunehmen, würden mit Sicherheit über 30 Spieler sich schon im Vorfeld qualifiziert haben. Dies wäre ein Anreiz gewesen für viele aus Europa, sich dem Teilnehmerfeld anzuschließen.“ Nach seiner Meinung aber wäre das Turnier bereits gestorben. „So ein Turnier wäre noch in England oder Amerika durchführbar, aber nicht hier.“

Asher Deril meinte: „Ich hätte das Buy In von 3.000,- EUR nicht bezahlt aber durch mein Satellites-Sieg hatte ich nun die Möglichkeit, mitzuspielen.“

Marcel Luske gegenüber ISA-CASINOS sagte: „Reinhold, du siehst, es nehmen hier wirklich die besten Pokerspieler an diesem interessanten und hochwertigen Spiel teil. Es ist nun mal Tatsache, dass dieses Spiel eines der besten Poker-Spiele ist, um sich gegenseitig zu messen. Es ist wirklich bedauerlich, dass viele internationale Spieler erst gar nicht erschienen sind.“

Auf weitere Anfrage an die Turnierleitung, wie und wo das gesamte Sponsering laut Werbung wäre, wurde nur mitgeteilt, dass die Hauptsponsoren keine weiteren Tische zur Verfügung gestellt hätten und bis jetzt auch nicht erschienen wären. Lediglich wäre die Summe der Fernsehaufzeichnungen im Vorfeld schon bezahlt gewesen und dieses somit gesichert. Das Fernsehteam soll das Turnier aufzeichnen und im Sky Channel im Juli dann später senden. Dadurch wurde ja auch die Möglichkeit genommen, an viel mehr Tischen das Turnier durchzuspielen.

ISA-CASINOS und die INGO Gruppe in Tschechien sponserten zusätzlich drei Wochenend Reisen für 2 Personen die im Semifinale vergeben wurden.

Zusätzlich erhitzte im Semifinale das Spiel zwischen Tony G. und Kiril Gerasimov, bei welchem Gery dem Russen unterlag, die Gemüter der Pokerspieler sehr. Tony hatte in der Hand B Caro/8 Pik und Kiril D Pik/3 Caro. Am Board lagen 8 Herz/D Herz/2 Caro/3 Herz/9 Pik. Kiril ging bei der River Card „All In“, Tony „called“ und verlor das Match gegen zwei Paare von Kiril, Damen und Dreier.

Plötzlich ging Lefti zu Tony G. hin und äußerte gegenüber Tony G.: „Ich ging vom Finaltisch zum WC. Rechts nach dem Eingang war das Office, wo die Kameras beide Hände live einsehen konnte, und wo sich nur Personal befand. In diesen Moment lief ein Mann direkt zur Barierre des Finaltisch und postierte sich dort.“
Nach dem Spiel sagte ich ToniG, was ich wahrgenommen hatte, und er reklamierte normal. Daraufhin schlugen die Wellen hoch und es war ein Geschrei und eine Beschimpfung, die man in Worten schier nicht wiedergeben kann. Durch sein verlorenes Spiel beschuldigte Tony nun den Russen als Falschspieler und wollte gegen das Spiel bei der Turnierleitung Einspruch erheben. Lefti, der dies beobachtet hatte, stand auf Anfrage der Turnierleitung sowie des Managements zu seiner Aussage und bestätigte diese auch öffentlich. Als sich dann endlich alle etwas beruhigt hatten und man wieder einigermaßen vernünftig miteinander reden konnte, wurde der Vorfall rekonstruiert.

Anmerk. der Red. Diskussionen laufen bereits im Forum von Poker Europa darüber.

Auch ISA-CASINOS besichtigte den Videoraum, in dem die Aufzeichnungen stattfanden. „Ich konnte erkennen, dass niemand den Monitor sehen konnte, auch von außen an der Tür stehend nicht, die leider laut Management immer offen stand.“ Somit konnte jeder hereinschauen und sehen was passiert. Um die Karten genau sehen zu können, musste man direkt vor dem Monitor sitzen, da dieser rechts unten plaziert war. Laut dem Techniker sass John Shoreman während des Semi Finales zusammen mit dem Direktor im Kameraraum.

ISA-CASINOS sprach daraufhin direkt Tony an und fragte: „Tony hast du mit deinen eigenen Augen gesehen, dass jemand am Tisch mit dem Russen sprach?“ Tony verneinte dieses klar und verwies auf die Aussage von Lefti.

Nachdem ISA-CASINOS und Marcel Luske und viele aus der Szene Tony beruhigt hatten, zog er seine Anschuldigung zurück und bedauerte, dass er sich der Meinung eines anderen angeschlossen habe. Er begründete dieses damit, dass er sehr aufgeregt war, da er gerade verloren hatte und sich dann an „einen Strohhalm festhielt“.

Trotzdem wurde im Nachhinein von dem Turniermanagement bemängelt, dass die Tür, welche eigentlich immer verschlossen zu sein hätte, offen stand. Niemand hätte Zutritt zu dem Raum haben dürfen. Es ging immerhin um eine Weltmeisterschaft und dieser Vorfall hätte gar nicht erst passieren dürfen. Zusätzlich wurde betont, dass die Turnierleitung sowie der gesamte Ablauf nicht unter der Regie des CCC Casinos betrieben worden wäre. Das CCC hätte lediglich nur den Platz sowie die Dealer zur Verfügung zu stellen.

Alles in allem war es eine Weltmeisterschaft, belastet mit vielen Emotionen und darauf folgenden Kettenreaktionen.

Eines ist sicher und klar: Die World Heads up ist eine exzellente Meisterschaft, die es verdient hat zu existieren. Sie ist eine eigene Meisterschaft, in der wirklich nur die „Besten der Besten“ bestehen können.

Berichtigung: ISA-CASINOS, Reinhold Schmitt stellt hiermit richtig: Die Behauptung, John Shoreman hätte während des Spiels Kontakt zu Kiril Gerasimov gehabt, ist falsch. Die ISA-CASINOS bedauert diesen Vorfall.

2. Worlds Heads Up Championship Flopp oder Topp?

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