Bundesarbeitstagung der Betriebs– und Personalräte von ver.di tagte in Berlin

Bekenntnis von ver.di zum Glücksspielmonopol in Deutschland und zum Glücksspielstaatsvertrag

„Aus Anlass eines dreitägigen Seminares kamen 24 Betriebs-und Personalräte aus den Spielbanken der gesamten Bundesrepublik in Berlin zusammen“, so Bernhard Stracke von der Bundeskoordinierung Spielbanken der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

Bernhard Stracke ging in seinem Referat auf die aktuelle Entwicklung in der Glücksspielbranche ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprachen sich wiederholt zum Glücksspielmonopol und zum Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland aus. „Wir lehnen weiterhin Internetglücksspiel ab“, so Bernhard Stracke.
Daher begrüßt ver.di auch die aktuelle Rechtsprechung in Deutschland, wonach Casinospiele und Sportwetten im Internet in Deutschland illegal sind.

„Die Arbeitnehmervertreter haben im Erfahrungsaustausch in Berlin gemeinsam die große Bedeutung des Spielerschutzes für die konzessionierten Spielbanken hervorgehoben“, so Horst Jaguttis, Vorsitzender des Bundesarbeitskreises Spielbanken.

Ver.di fordert eine verantwortungsbewusste Glücksspielpolitik die sich an dem ordnungspolitischen Auftrag orientiert und nicht an der Gewinnmaximierung und somit der Erfüllung des Gemeinwohls dient. Die Überlebenschancen der Spielbanken dürfen nicht durch erdrückende Lobbyarbeit anderer Anbieter erstickt werden.

Rechtsanwalt Hajo Köhler, Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Oldenburg referierte über die rechtlichen Grundlagen der Arbeitnehmerhaftung und die arbeitsrechtlichen Fragenstellungen in Zusammenhang mit den sozialen Medien und der Internetnutzung. Weiterhin referierte er über die aktuelle Rechtsprechung aus dem Arbeits-und Sozialrecht und über aktuelle anstehende Rechtstreitigkeiten in der Spielbankenbranche. In 90 Folien brachte er die Themen mit Quellenangabe und den entsprechenden Aktenzeichen der Urteile sehr praxisnah rüber und beatwortete umfassend die anstehenden Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Jürgen Laimer von Cogito- Institut für Autonomieforschung e.V. ging in seinem sehr interessanten Vortrag auf die Chancen und Risiken neuer Managementmethoden und deren Einsetzbarkeit in der Spielbankenbranche ein. Die Auswirkungen und Folgen dieser neuen Methoden auf die Arbeitszeiten, Arbeitsbedingungen und die Gesundheit der Beschäftigten sowie die Beteiligungsrechte und Handlungsmöglichkeiten der Betriebs- und Personalräte waren Bestandteil des Vortrages und der lebhaften Diskussion.

Ein Besuch in der Spielbank Berlin Postdamer Platz rundete die Veranstaltung ab. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten einer Einladung der Spielbank Berlin.

V.i.S.d.P: Bernhard Stracke, ver.di Bezirk Rhein-Nahe-Hunsrück, Münsterplatz 2-6, 55116 Mainz

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