Paul Gauselmann – der Kreis schließt sich nach 60 Jahren: So-Le-Ga 1953 bis Benkhausen 2013

Paul Gauselmann (links) begrüßte kürzlich die ersten Übernachtungsgäste im Museum. Dieses Musikautomatenmodell aus Espelkamp war vor 57 Jahren der Anfang der Gauselmann Firmengruppe.

Paul Gauselmann (links) begrüßte kürzlich die ersten Übernachtungsgäste im Museum. Dieses Musikautomatenmodell aus Espelkamp war vor 57 Jahren der Anfang der Gauselmann Firmengruppe.

Espelkamp/Lübbecke. Am 11. Oktober kamen als Start die ersten zwölf Gäste auf Schloss Benkhausen in den Übernachtungsgenuss der neu hergerichteten Gästezimmer. Auf Einladung von Paul Gauselmann verbrachten sieben ehemalige Studienkollegen von Unternehmer Paul Gauselmann zusammen mit ihren Ehefrauen ein dreitägiges Treffen auf dem Schloss und erkundeten die heimische Region.

Der gemeinsame Sonderlehrgang (So-Le-Ga) liegt mittlerweile 60 Jahre zurück. Doch hat er für Paul Gauselmann eine ganz besondere Bewandtnis. 1953 nahm der Unternehmer ein halbes Jahr lang in Frankfurt mit 13 weiteren Kollegen an einer Sonderausbildung teil, bei der die Funktionen der Telefontechnik und der Wählertechnik vermittelt wurden. Für den gelernten Fernmelderevisor und die anderen Teilnehmer war dieser Lehrgang eine besondere Ehre, denn nur zehn Prozent der besten Lehrlinge aus ganz Deutschland wurden damals zu der Schulung der Firma Telefonbau und Normalzeit (T&N) zugelassen.

Dort erlernte Paul Gauselmann das nötige Wissen für seine erste Erfindung, die ihn 1956 zur Firma Harting nach Espelkamp führte: eine Fernwahlbox für Musikautomaten. Nur ein halbes Jahr später startete Paul Gauselmann mit 17 Bergmann Musikautomaten Symphonie 80, die bei der Firma Harting in Espelkamp produziert wurden, 2000 D-Mark Eigenkapital und einem quergeschriebenen Wechsel über 100.000 D-Mark seine nebenberufliche Tätigkeit als Automatenaufsteller und legte so den Grundstein für die heutige Gauselmann Gruppe sowie 50 erfolgreiche Geschäftsjahre später auch die Möglichkeit für den Erwerb und die vollständige Restaurierung von Schloss Benkhausen.

So war das Schloss in Kombination mit dem Deutschen Automatenmuseum der ideale Ort für das Wiedersehen der langjährigen Freunde. Besonderes Interesse kam dabei dem gerade von Espelkamp auf das Schloss Benkhausen umgezogenen Deutschen Automatenmuseum „Sammlung Gauselmann“ zu. In der einstigen Scheune befindet sich heute neben der weltweit größten Münzautomatensammlung auch eine umfangreiche Sammlung von Musikboxen namhafter Hersteller, die eng mit der Erfolgsgeschichte von Paul Gauselmann verbunden ist.

Hinweis: ISA-GUIDE veröffentlicht auf Ihrem Internet-Portal verschiedene Artikel, Analysen, Kolumnen, Reportagen, Publikationen, Urteile, Interviews und Nachrichten, die aus unterschiedlichen Quellen stammen. Verantwortlich für den Inhalt ist allein der Autor.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie stimmen mit der Nutzung der Kommentarfunktion zu, dass Sie diese nicht zur Veröffentlichung von bewusst falschen und/oder unzutreffenden, missbräuchlichen, vulgären, obszönen, sexuell orientierten oder auf andere Weise rechtsverletzenden Beiträgen nutzen. Sie stimmen weiterhin zu, diese Plattform nicht zum Zwecke der Werbung zu nutzen und keine fremden, urheberrechtlich geschützen, Inhalte zu veröffentlichen. Links/Verweise auf Seiten die in Deutschland nicht konzessioniertes Glücksspiel anbieten sind ebenfalls unzulässig. Die maximale Länge eines Kommentares liegt derzeit bei 500 Wörtern.
Werbung